Samstag, 29. Dezember 2018

Mile Prerad - Engagement in Holz und Stein

Der Künstler Mile Prerad (geb. 1946) stammt aus Bosnien, lebte und arbeitete von 1970-1992 in Menden/Sauerland und hat seit 1993 Rügen als seinen Wohnsitz gewählt. Seine Kunst in Holz und Stein ist engagiert und herausfordernd. 2016  bot er  dem Bundespräsidialamt in Berlin für den dortigen Park eine Skulptur "Frau mit Kopftuch" anzufertigen. Mit dieser Darstellung bezieht er sich bewusst auf die aktuellen Themen Integration, Flucht, Hoffnung und Religiosität. Leider wurde dieser Plan nicht realisiert.
  • Der Entwurf: "Frau mit Kopftuch, Granit, drehbar, zweiteilig
  • Geplante Höhe: etwa 2,20 Meter,
    i
    nklusive Sockel = 40 cm
  • Material: Schwedischer Granit, Gewicht
    etwa 3 Tonnen


Mehr zu  zu Leben und Werk von Mile Prerad: hier



Vgl.:  Mile Prerad - Eine Künstlerbiografie“
von Rico Nestmann und Ulli Brockfeld. 

V
erlag Nestmann Foto, 2011, 96 S., Abb. --- ISBN 978-3-934162-07-5 --- 



Großskulptur von 1987










Fundament des Lebens -
Skulptur von Mile Prerad
im Westfalenpark Dortmund

(in: golocal Dortmund, abgerufen: 09.09.2016)



Skulptur für den "Liebesweg" in Menden
(Menden.de, vom 15.10.2018)

























Skulpturen auf Rügen und in Stralsund
Seit 1993 lebt Mile Prerad mit seiner Frau auf Rügen. Hier sind wie auch in Stralsund inzwischen viele Skulpturen aus Holz und Stein entstanden.


"Fischer" im Hafen von Breege/Wittow auf Rügen (2008) - Wikipedia - 




Cover des Rügen-Jahrbuchs 2014 mit
Granit-Skulptur "Die Welle" (2011)
vor dem Ozeaneum in Stralsund




Aus: RUGIA - Rügen-Jahrbuch 2014, S. 95:
Bei der Herstellung von über
1000 Herzen zum Jubiläum
des Ozeaneums Stralsund 



CC



Freitag, 28. Dezember 2018

Leo Lebendig: Friedenslichter der Religionen und WORLD PEACE FLOWER im Jahr 2018

Flying Peace Column 
in der Pauluskirche Dortmund,
20. Mai 2018

Der Lichtmaler Leo Lebendig trägt mit seiner Leuchtkunst seit über 20 Jahren den Gedanken interreligiöser  Friedenskraft weiter. Im Jahr 2018 hat er eine ganze Reihe von Aktionen und Projekten realisiert.
Sie kristallisieren sich besonders um
eine leuchtende Blume, die WORLD PEACE FLOWER
mit 6 verschiedenen Blütenblättern.
Sie symbolisieren diese Religionen:
Hinduismus, Buddhismus, Judentum,
Christentum, Islam 
und Baha'i.
Ausführliche Beschreibung: hier


Information zu den bisherigen Licht-Projekten: hier

20. Mai 2018:
Dortmunder Nacht der Religionen 

Bericht: Die Nacht der Religionen und Kulturen in der Nordstadt (Nordstadtblogger, 22.05.2018)


Leo Lebendig mit der WORLD PEACE FLOWER

12. August 2018:

Die Berliner "PEACE-LIGHTS"als Geschenk aus dem Berlin von heute an das
Europäische Institut für Angewandten Buddhismus (EIAB) in Waldbröl
zum 10-jährigen Bestehen. Leo Lebendig überreichte die Lichtinstallation
am 12.08.2018 an Dr. Thu Pham.

Die FRIEDENSLICHTER DER RELIGIONEN leuchteten während  einer Meditation
am großen Stupa unter der Glocke.

Stupa mit Glocke im Park


Licht-Meditation mit Symbolen der Religionen
Die Symbole von 8 religiösen Traditionen unter der Stupa-Glocke:
Islam, Judentum, Buddhismus, Christentum,  Würde des Lebens (Soka-Gakkai)
Sikhismus, Christentum, Hinduismus, Baha'i
Foto: Werner Heidenreich
        
29. September 2018: 
Die "WORLD PEACE FLOWER": Sonnenenergie und Frieden der Religionen als  Geschenk in Amsterdam an die United Religions Initiative der Niederlande (URI Netherlands)
zum 15-jährigen Jubiläum in Amsterdam.



Übergabe der WORLD PEACE FLOWER 



Die URI-Gruppe, 30.09.2018 in Amsterdam










Die "Blackbox" der "Lichtblume" für Toronto
Vom 1. bis 7. November 2018:
Beim Weltparlament der Religionen in Toronto (Parliament of the World's Religions)
Übergabe der "WORLD PEACE FLOWER" durch Morgana Sythove von URI Netherlands. 
Bericht mit Fotos: hier

3. November 2018:
Überreichung der 
"WORLD PEACE FLOWER" während der INTR°A-Jahreskonferenz als Dank an Reinhard und Karin Kirste für die über die vielen Jahre geleistete Arbeit im Rahmen der Interreligiösen Arbeitsstelle (INTR°A).



Weihnachtsgruß 2018 mit Erinnerung an den Terroranschlag
am 19.12.2017 auf dem Platz vor der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche
und Hoffnungsstrahlen in Richtung 2020




CC












Dienstag, 25. Dezember 2018

Leonard Swidler - Promotor des interreligiösen Dialogs (aktualisiert)

Der an der Temple University in Philadephia lehrende Leonard Swidler (geb. 1929) hat nicht nur als einer der ersten (zusammen mit seiner Frau Arlene) eine interreligiöse Zeitschrift gegründet, und zwar 1964 das Journal of Ecumenical Studies (JES), dem inzwischen das Dialogue Institute angegliedert ist. Hier wird die Begegnung der Religionen "auf Augenhöhe" praktiziert.
Die Washington Post hat dazu am 12. März 2009 einen ausführlichen Bericht gebracht. Am 26. April 2009 fand eine Ehrung für den großen Dialogiker statt, der in diesem Jahr auch 80 Jahre wurde. Das Alter scheint jedoch eher noch seine Aktivitäten zu beflügeln, wie der aktuelle Blick in das Dialogue Institute zeigt:
Neueste Informationen aus dem Dialogue Institute von Len Swidler

Weihnachten 2018:  Initial Reflections about the Meaning of Christmas 


Die Enzyklika "Laudato si" als Aufruf an alle
 zur Verantwortung für die Erde
(August 2016)


Am 24.04.2015 organisierte Leonard Swidler an "seiner" Temple University
in Philadelphia (USA) eine Konferenz zum Thema:

"New Steps in the Cosmic Dance of Dialogue"
-Texte, Fotos, Video: hier
Neben prominenten Vertretern des interreligiösen Dialogs wie Paul Knitter
und Sr. Joan Chittister waren über 100 Fachleute und Interessierte anwesend.


Als INTR°A-Mitglied hat Leonard Swidler auch der Interreligiösen Arbeitststelle (INTR°A)  eine Reihe von Texten zur Verfügung gestellt, die sein interreligöses Engagement dokumentieren.
In diesem Zusammenhang besprachen wir bereits in RIG 5 (1998) das Buch, das eine vorläufige Bilanz des Dialogs zwischen Juden, Christen und Muslimen wiedergibt:
Theoria --- Praxis. How Jews, Christian and Muslims
can Together Move from Theory to Practice.
Leuven (B) 1998


Eine Reihe von Leonard Swidlers Büchern sind gratis zum Download erhältlich: hier



Im Juli 2018 erschien:


Eugene, Oregon (USA)Wipf & Stock (Juli) 2018, 186 pp.
Verlagsinformation: hier = Inhaltsverzeichnis mit Leseprobe



Buchempfehlungen von Leonard Swidler als Studienlektüre
(aus seinen früheren Schriften)


The Study Of Religion
in An Age of Global Dialogue

  • Philadelphia (USA):
    Temple University Press 
    2000, 229 pp., index
  • ISBN-10: 1566397936
    ISBN-13: 978-1566397933
Religion is the most fundamental and comprehensive of all human activities. It tries to make sense out of not simply one or another aspect of human life, but all aspects of human experience. At the core of every civilization lies its religion, which both reflects and shapes it. Thus, if we wish to understand human life in general and our specific culture and history, we need to understand religion.
>>> Learn More » >>> Purchase Here »

Buddhism Made Plain.
An Introduction for Christians
and Jews.

Maryknoll, NY (USA): Orbis [1985], 1992,
Fifth Printing, XIX, 138 pp., index
  • ISBN-10: 0883441985
    ISBN-13: 978-0883441985

Are you a Christian or Jew who has wondered what the Buddhism craze is about? This book will not only answer that question but will also help you learn to relax and show you why meditation is not a new thing.
Do you know people who say they are Buddhist or practice Buddhism yet they were raised Catholic or Jewish and wonder how they practice two religions? Did they say that they have found a way to feel peaceful and content by practicing Buddhism? 

>>> Learn More » >>> Purchase Here »


The Power of Dialogue.
Jewish - Christian - Muslim Agreement and Collaboration
  • New London, CT (USA): Twenty-Third Publications [Bayard]  2007, 232 pp.
  • ISBN-10: 1585955876
    ISBN-13: 978-1585955879

At last, an explanation of how Judaism, Christianity and Islam conflict, long the cause of destruction and mayhem, can now be bridges of dialogue and cooperation. Are all religions the same? 
Are they equal? Good? Bad? Maybe… maybe not. How do we know? How do you know? What if there was a way to figure it out…a way to get some answers? Here it is!
Pick up this book and invest some time with three professors and activists from three parts of the world who have spent 150 combined years studying these very questions.Researchers and historians first, last and always. Persons of curiosity, integrity, and honor – characteristics many have lost.

2014 erschien:

Hier eine ÜBERSICHT von weiteren Materialien und Webseiten mit Downloads

Dienstag, 18. Dezember 2018

Die langen Schatten des Kolonialismus - Über die Zusammenhänge von Raubkunst und Migration



Nofretete-Büste - Neues Museum, Berlin
(Wikipedia)
 Bereits um Nofretete gab es Streit
(vgl. WELT online, 05.12.2012 mit Fotos)
Am 10. Dezember 2018 haben
im Rahmen der UN-Konferenz in Marrakesch 164 Staaten
den heftig umstrittenen 

UN-Migrationspakt
 
offiziell verabschiedet.
Es ist das erste Abkommen, das globale Richtlinien für die internationale Migrationspolitik festlegt. An den Verhandlungen über den Pakt waren insgesamt 192 Staaten beteiligt. Man sieht: Nicht alle stellten sich letztendlich hinter die Leitlinien. 28 Länder - darunter die USA, Österreich und Ungarn - lehnten den Vertrag ab. 
Emmanuel Macrons Gutachterin zu Fragen von Kunst aus der Kolonialzeit in französischen bzw. europäischen Museen, die Kunsthistorikerin Bénédicte Savoy und der senegalesische -Wirtschaftswissenschaftler Felwine Sarr, empfehlen Folgendes:
Praktisch alle aus der Kolonialzeit stammenden Kunstwerke in Frankreich sollten an die Herkunftsländer zurückgegeben werden. Die kolonialen Kunstobjekte des afrikanischen Kulturerbes in Europa sind wesentlicher Zeil der Geschichte, der Traditionen und der Identität der betroffenen Völker.

Damit muss sich auch das neu eröffnete Afrikamuseum im belgischen Tervuren auseinandersetzen, das mit seiner neuen Ausstellung die eigene Kolonialgeschichte kritisch beleuchten will. Denn die Geschichte Belgiens im Kongo hat furchtbare Wunden geschlagen. Die Demokratische Republik Kongo hat gefordert, die aufbewahrten kongolesischen Sammlungen an den Diktator Joseph Kabila zurückzugeben, um mit der Sammlung die Freiheit und die Befreiung Kongos zu feiern.
Mehr zur Debatte im Deutschlandfunk, 08.12.2018: hier
Auch in Deutschland stammt ein Großteil der Objekte, die  für das neue
Humboldt-Forum 
im rekonstruierten Berliner Schloss vorgesehen sind, 
aus der Kolonialzeit.
Mehr dazu im Tagesspiegel - bereits vom 15.02.2018:
Koloniale Raubkunst:
Berlins verfluchte Schätze
 

Humboldt-Forum (Ausschnitt),
Bauzustand Dezember 2018
Tausende und abertausende Objekte sind nämlich von dieser Provenienzforschung betroffen. Das ist um ein Vielfaches mehr als die Fälle von NS-Raubkunst. Diese Kunstwerke erzählen die deutsche Kolonialgeschichte als eine Geschichte, die uns bis heute auf schmerzliche Weise mit diesen Ländern verbindet und zugleich den Einfluss afrikanischer Kultur auf die europäische Kunst zeigt.

Zur aktuellen Debatte um koloniale Raubkunst und Migration sei noch angemerkt: Achille Mbembe, der an der Witwatersrand-Universität in Johannesburg lehrende Politikwissenschaftler, gilt als wichtigster Theoretiker des Postkolonialismus.  Er fordert, die in Europa befindlichen Museums-Objekte aus der Kolonialzeit nicht getrennt von den afrikanischen Flüchtlingen der Gegenwart zu betrachten. Es besteht nämlich eine Verbindung zwischen der Rückgabe von Objekten an die Herkunfts-Communities etwa in Afrika und der Rücksendung von Asylbewerbern in teilweise dieselben Länder. Darüber müsste noch viel intensiver nachgedacht und zukunftsweisend gehandelt werden. (IRB)

Prof. Dr. Eckhard Freyer, Bonn

Redaktion - InterReligiöse Bibliothek (IRB)
CC