Mittwoch, 18. Juli 2018

NEWS - VERANSTALTUNGEN - BIBLIOTHEK - PROJEKTE


2.  InterReligiöse Bibliothek (IRB) 
InterReligious Library - Bibliothèque InterReligieuse - Biblioteca InterReligiosa
 
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Hauptseite der IRB:
Alle KATALOGE mit Archiven: hier 
  •  Neuzugänge der Bibliothek (Print): hier

3.  (Inter)-Religiöse Einrichtungen
und Projekte


Autobahnkirche Wilnsdorf an der A 45

                                                                                                                                                                                                    
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Inter-Religiöse Räume der Stille (aktualisiert)

Die 3 Religionen (Flughafen Nizza)
Skulptur von Max Cartier (1990)
Es gibt inzwischen eine beachtliche Zahl von Räumen der Stille, des Gebets und der Andacht, die für alle Konfessionen und Religionen offen sind. Ihre Gestaltung nimmt teilweise beeindruckend die multireligiöse und multikulturelle Situation unserer Gesellschaft auf.
Diese Orte sind darum meist nicht nur einer Religion oder Weltanschauung gewidmet, sondern haben Platz für alle.
So findet man z.B. am geschichtsträchtigen Brandenburger Tor in Berlin einen solchen Raum der Stille. Viele Kliniken, Sportstadien, Parlamente, Flughäfen, Bahnhöfe, Universitäten ... haben sich mit ihren Andachtstätten allen Religionen geöffnet.
In diesen Räumen der Stille kommt der Respekt vor den anderen Glaubenstraditionen durch die Ausgestaltung mit Bildern, Lichtinstallationen oder Symbolen zum Ausdruck. Gespräche und spirituelle Begleitung sind möglich.




Max Cartier - Bijoux-Sculpture "Les 3 Religions "
Schmuck-Anhänger:
Die 3 Religionen (Max Cartier)

Hier einige Beispiele:

 Weiteres Material zum Verständnis
 von "heiligen" Räumen



Neuere Beispiele und Auseinandersetzingen
Literaturhinweise

Dienstag, 17. Juli 2018

Operndorf Afrika - News und Events Juli 2018

Christoph Schlingensiefs Operndorf Afrika
News & Events 07/2018 

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Verleihung des Karlheinz Böhm Preises an das Operndorf Afrika
Am 21.07.2018 wird das Operndorf Afrika mit dem Karlheinz Böhm Preis der Stiftung Menschen für Menschen, Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe ausgezeichnet. Der damit zum zweiten Mal vergebene Preis ist dem Schauspieler Karlheinz Böhm gewidmet. 

Böhms Leitmotto „Hilfe zur Selbstentwicklung“ spiegelt sich in der nachhaltigen Arbeit, bei der die tatsächlichen Bedürfnisse der Bevölkerung im Mittelpunkt stehen, wieder. Langfristig angelegte Projekte in den Bereichen Landwirtschaft, Wasser, Bildung, Gesundheit und Einkommen haben zum Ziel, die Menschen vor Ort zu befähigen, selbst ihre Entwicklung und damit die der gesamten Region, voranzutreiben. Mit dem Karlheinz Böhm Preis zeichnet die Stiftung Menschen für Menschen Personen und Organisationen für ihr nachhaltiges Engagement in Afrika aus. Erstmalig wurde der Preis 2016 an Bundespräsidenten a.D. Horst Köhler verliehen.

Mehr Informationen zur Preisverleihung und zur Arbeit der Stiftung Menschen für Menschen finden Sie hier: www.menschenfuermenschen.de
Veranstaltungshinweis
Ausstellung & Veranstaltungen: Lovelace Hotel in München

The Lovelace holt das Operndorf Afrika nach München und widmet dem Projekt eine mehrtägige Ausstellung, die von verschiedenen Veranstaltungsformaten begleitet wird, die die Entstehung des Projektes und seinen künstlerischen Mehrwert veranschaulichen und uns mit in die Lebenswirklichkeit der Menschen Burkina Fasos nehmen.
21.07.2018, 20 Uhr Podiumsgespräch
UNSERE OPER IST EIN DORF – OPERNDORF AFRIKA ZUM STAND DER DINGEAino Laberenz und Matthias Lilienthal im Gespräch mit Marcel Bleuler 22.07.2018, 20 Uhr FilmvorführungKNISTERN DER ZEIT von Sibylle DahrendorfFilmvorführung und anschließendes Gespräch mit Sévérin Sobgo vom Operndorf Team 
23.07.2018, 20 Uhr KurzfilmprogrammOUAGADOUGOU SHORTS aktuelle Kurzfilme aus Burkina Faso - anschließendes Gespräch mit Mitarbeitern des Operndorf Afrika
Eintritt Frei oder gegen Spende!
Wo: THE LOVELACE, Kardinal-Fallhaber-Str. 1, 80333 München
Event bei Facebook
On July 21, 2018 Operndorf Afrika receives the Karlheinz Böhm Award, granted by the foundation Menschen für Menschen, Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe.
Karlheinz Böhm Preis, awarded for the second time, is devoted to the actor Karlheinz Böhm. Böhm’s motto “aid for self-development” reflects the sustainable work which focuses on the population’s concrete needs. The long-term projects in the areas agriculture, water, education, health and income aim to empower local people to promote their and the region’s development. 
The Karlheinz Böhm Award honours individuals and organisations for their sustained commitment in Africa. The award was given to former Federal President of Germany Horst Köhler in 2016 for the first time. 
More information about the award ceremony and the work of the foundation Menschen für Menschen: www.menschenfuermenschen.de/en/
Events
Exhibition and events: Lovelace Hotel in Munich
The Lovelace brings Operndorf Afrika to Munich and dedicates a multi-day exhibition to the project, which will be accompanied by various event formats that will illustrate the creation of the project and its artistic added value and take us into the realities of the people of Burkina Faso.
21.07.2018, 8 pm Panel discussion
OUR OPERA IS A VILLAGE – OPERNDORF AFRIKA: THE STATE OF THINGS
Panel with Aino Laberenz and Matthias Lilienthal, Chair: Marcel Bleuler
22.07.2018, 8 pm Film screening
KNISTERN DER ZEIT by Sibylle DahrendorfFilm screening and Q&A with Sévérin Sobgo from the Operndorf team
23.07.2018, 8 pm Film screening Shortmovies
OUAGADOUGOU SHORTS
Current Short Films of Burkina Faso - followed by Q&A with the Operndorf Afrika’s staff
Admission free or voluntary donation!
Where: THE LOVELACE, Kardinal-Fallhaber-Str. 1, 80333 München
Event on Facebook
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Bank: Pax Bank

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Impressum / Imprint
Festspielhaus Afrika gemeinnützige GmbH, Fehrbelliner Str. 56, 10119 Berlin
www.operndorf-afrika.com
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Christoph Schlingensiefs Operndorf Afrika

Hildegard von Bingen - Wegweiserin für eine glaubwürdige Kirche (aktualisiert)

Kloster-Hospital
auf dem Disibodenberg
Die Mystikerin, Klostergründerin, Naturmedizinerin, Predigerin und Politikerin Hildegard von Bingen (1098-1178) gehört zu den bedeutendsten Persönlichkeiten des Mittelalters. Sie wurde als Heilige sehr bald nach ihrem Tode verehrt, jedoch erst am 7. Oktober 2012 durch Papst Benedikt XVI. zu Kirchenlehrern (doctores ecclesiae) erhoben, übrigens zugleich mit Johannes von Ávila (1499-1569).

Hildegard  hat wesentlich zur Veränderung von Kirchenstrukturen beigetragen und wirkt bis heute als Orientierungspunkt einer Kirche, die die Frohe Botschaft auch gegen Missstände zu verkündigen hat und damit politisch für eine gerechte Gesellschaft aktiv werden muss. Sie verbindet in ihren Vorstellungen und Visionen unmittelbare Gottesbeziehung mit gesellschaftspolitischem Engagement. Dies brachte ihr mehrfach Ärger mit der kirchlichen Hierarchie ein. Hildegard von Bingen hat darüber hinaus bis heute einen großen Einfluss auf die Gesundheits- und  Heilkräuterlehre. 
Vision: Chöre der Engel

Das Hauptwerk mit Hildegards Visionen Hildegards ist "Scivias  - Wisse die Wege",
an dem sie 10 Jahre gearbeitet hat. 

Visionsbilder mit den Kommentaren Hildegards


Ergänzendes


Samstag, 14. Juli 2018

Fritz Roth (01. 08.1949 - 13. 12.2012) - Reformer der Trauerkultur (aktualisiert)

Fritz Roth bei der Tagung am
03.11.2012  in Wesseling
Am 13. Dezember starb Fritz Roth im Alter von 63 Jahren. Mit seiner schier unermüdlichen Tatkraft und viel rheinischem Humor hat er als Bestatter und Trauerbegleiter das ernste Thema von Sterben, Tod, Begräbnis aus der gesellschaftlichen Tabuzone herausgeholt. Mit der Trauerakademie und den
Gärten der Bestattung
, dem ersten privaten Urnenfriedhof Deutschlands in Bergisch Gladbach, hat er Hoffnungszeichen für einen lebensfreundlichen Umgang mit dem Tod gesetzt: 
Der Trauer eine Heimat geben.

Sein Tod wirkt wie die end-gültige Einlösung  dessen, was er bei allen Vorträgen immer wieder hervorhob: Zum Tod "Ja" sagen. Dieses Leben in ständigem Angesicht des Todes war für ihn nichts Bedrückendes, sondern eher Befreiendes.
Im Mittelalter nannte man den Tod auch Freund Hein. Die damals entwickelten Orientierungsbücher ars moriendi, die Kunst des Sterbens sollten den Menschen helfen, sich bewusst auf den Tod vorzubereiten. Diese Gedanken wollte Fritz Roth unter den Bedingungen der Moderne wieder beleben.

Während der Jahrestagung der Interreligiösen Arbeitsstelle (INTR°A) in Wesseling am 3./4.11.2012 mit dem Thema: Brücken zum anderen Leben füllte Fritz Roth das Themenspektrum "Interreligiöse Annäherungen vom Jetzt zum Jenseits" mit seinen langjährigen beeindruckenden Erfahrungen.

Es sei noch angemerkt, dass Fritz Roth sich zu einem Studium mit dem Ziel eines Masters of Spirituality in der Schweiz eingeschrieben hatte, um so in die offene Weite seines katholischen Christentums  auch andere Religionen mit ihren Sterbens- und Todesverständnissen mit einzubeziehen.



    

    Die Kinder David Roth und Hanna Thiele-Roth                        führen das Erbe ihres Vaters bewusst fort.

    Dazu erschien u.a. das Buch: 

                   Sabine Bode / David Roth
              Das letzte Hemd hat viele Farben
     Für einen lebendigen Umgang mit dem Sterben

Bergisch Gladbach: Lübbe 2018, 222 S.

Verlagsinformation
Es ist nicht erwünscht, dass Hinterbliebene offen ihren Schmerz zeigen – schon gar nicht über einen längeren Zeitraum hinweg. Statt stimmigen Abschiedsritualen begegnet man einer genormten und gefühlsarmen Begräbniskultur. Zeit und Raum für eine intensive Auseinandersetzung mit seinen Gefühlen sind nicht vorhanden. Dabei kann unterdrückte Trauer schlimme Folgen für die körperliche und seelische Gesundheit haben.
Sabine Bode und David Roth machen Mut, Trauer auszuleben, und zwar so, wie es den Hinterbliebenen gut tut, nicht so, wie es die Gesellschaft von ihnen erwartet. Für dieses Buch haben sie die Erlebnisse von Hinterbliebenen aufgeschrieben, die sich entgegen der gängigen Begräbniskultur sehr bewusst und individuell von ihren Toten verabschiedet haben. Diese wertvollen, persönlichen Erfahrungen sollen Trauernden helfen, ihren eigenen Weg zu gehen. Denn nur der individuelle Abschied schafft die Voraussetzung, eines Tages wieder Lebensfreude empfinden zu können.

Sabine Bode, Jahrgang 1947, ist Journalistin und Buchautorin. Bekannt wurde sie mit ihren Büchern Die vergessene Generation, Nachkriegskinder und Kriegsenkel. Sabine Bode lebt in Köln.

David Roth, Jahrgang 1978, ist Bestatter und Trauerbegleiter. Als Mitglied der Geschäftsführung in dem Bestattungshaus Pütz-Roth bemüht er sich das Anliegen seines Vaters, Trauer individuell zu leben, weiterzuführen. Er lebt in Bergisch Gladbach. 


Saida Manoubia (um 1180 - 1257) - eine Ikone des Feminismus in Tunesien

The story of Saida Manoubiya: 
A Tunisian feminist icon

By calling for women's education and freedom,
Saida Manoubiya
was truly a feminist ahead of her time. العربية
Picture by author. Some rights reserved.

Aicha Manoubiya, known as Saida or Lella Saida, holds a special place in the memories and hearts of the people of Tunis.
In the governorate of Manouba, west of Tunis, her shrine stands as a historical and cultural landmark of the city. It is a place for local gatherings and musical celebrations. Visitors join in eating, chatting and enjoying the folk songs praising the saint and singing her qualities.
Wandering inside, I was told to speak to Aunt Zaziya, an old woman who lives in one of the rooms in the building. There was a line of people waiting outside her door. A little while later, I walked in and sat down while she was having lunch in a humble room, surrounded by a few bags of gifts from the visitors.
Aunt Zaziya told me that people bring her sweets, to give away to visitors, and meat to cook and eat there, and she would send them away with the blessings of Lella Saida. She told me stories about couples who got pregnant after years of trying unsuccessfully and women who got married at a very old age, thanks to the saint’s blessings. However, when I told her I wanted to learn more about who this respected and revered woman was, Aunt Zaziya was unwilling to continue the conversation.
I got the chance to talk to some of the women there and hear those stories. Amira, 25, said that going to the shrine gives her “an internal comfort”. But she was unaware of lella Saida’s origins, her life story or what Sufism was in general. Other regular visitors told me that Saida Manoubiya was a “wise and good woman who helped the poor”. However, exact details about what made her such a good woman were not common knowledge.
This lack of knowledge is in striking contradiction to the teachings of Saida Manoubiya herself, how she lived her life, and why she should be celebrated as one of Tunisia’s greatest women.

Education in a patriarchal society

Growing up in 13th centure Hafsid era in Tunis, Aicha exhibited exceptional intelligence and great intuition. Her father was a man of religion, an Imam or a Quran teacher. What should be noted in his relationship with Aicha is that he encouraged her education, teaching her Arabic - her native language being Amazigh - and the Quran.
It was clear that Aicha was different, she was a free spirit who did not abide by the constraints imposed on women in her time, something that was not appreciated by the village people. Her attitude was perceived as untraditional or too liberal, to the point that her father would be often criticized for her actions.
When Aicha was informed that she was going to be married to a relative, she refused and decided to move out, an option that is still frowned upon in present day Tunisia, let alone in the 1200s. By leaving Manouba to Tunis and sacrificing her family life, Aicha was not only leaving behind the confines of a loveless marriage and traditional social constraints, but also seeking freedom, financial independence and education.
According to historian Abdel Jalil Bouguerra, education during that period was only available to certain women: foreigners coming from the Mashreq, Al-Andalus or to the elite women of the ruling family. Aicha was neither of those.
Settling down in Montfleury, she started knitting and spinning wool to support herself and soon became a student of Abu al-Hasan al-Shadhili, one of the most prominent religious figures of his time, who was immersed in the Sufi school of Ibn Arabi al-Andalusi. Ibn Arabi, a controversial but influential figure in Islamic history, believed that women and men are equal. He wrote extensively about the various women teachers that shaped his spiritual knowledge, so it is no surprise that Aicha chose this Sufi order as her educational path.
Aicha continued to defy the social standards of her time. She studied the Quran and sought to mindfully interpret it to understand its meanings, choosing questioning as a path towards faith. She would leave her house without a male companion, meet with men in order to preach and debate. This is believed to have led some Sheikhs to even call for her stoning.
However, she studied hard, passed several exams and quickly rose from student to teacher. Her debates with her mentor, al-Shadhili, became an attraction for Sufi scholars and rulers. Pursuing her education in that time is an impressive feat by itself. But pursuing and teaching Islamic studies and religion, a field that is mostly dominated by men, is an even greater achievement.

Prominence and influence

Aicha took a rightful place as a leading religious figure in Tunis, with access to the highest religious circles. She would accompany her mentor to different prayer locations situated on tops of mountains and hills, considered as a privilege in Sufi circles. She became close to prince Abou Mouhamad Abdel Wahed and to Sultan Abou Zakariyah afterwards and she gained access to prayer areas that were previously restricted to men, like Mousalla Al-Idayn, built by Abi Zakariya in 1229.
Preaching in the Mosque of Safsafa (the location is now the shrine of Abdallah Chrif), Aicha shocked and amazed people, as her eloquent style and sophisticated language skills, were then only expected of distinguished male scholars.
In addition to her scholarly and religious attributes, Aicha was a philanthropist, using her income to survive and giving away the rest to the poor, especially women. There is also some historical evidence that she bought several Tunisian slaves that were being sent to Italy only to set them free, six centuries before slavery was officially abolished in Tunisia in 1846.
When Al-Shadhili was leaving Tunisia, he gave Aicha his cloak, ring, and the title of Qutb in an official ceremony, and called her an “Imam of men”. Qutb (literally meaning “pole”), is the highest of spiritual positions in Sufism, and Aicha was indeed a pole of knowledge and religion in her lifetime and beyond.
Her spirituality and deeds touched people’s lives in a way that elevated her to a Saint, and surrounded her life with supernatural and divine stories, referred to as “Karamat” in Sunni Islam. A famous story is that her father once gave her a bull for agricultural use, instead she gave it all to the poor, asking them to give her back the bones. Once the bones were collected the bull came back to life.
What is certain about her life though, is that she was an independent and influential woman who was able to make her way through the social binds and establish herself as an equal, and an intellectual superior to men in her time. By calling for women education and freedom, Saida Manoubiya was truly a feminist ahead of her time.
CC

Mittwoch, 11. Juli 2018

Lernort Grabeskirche Dortmund


Nicht nur im November, zu allen Jahreszeiten ist der Tod ein ständiger Begleiter des Menschen. Neben der immer noch verbreiteten Verdrängung des Todes hat sich jedoch in den letzten Jahren eine veränderte Friedhofskultur entwickelt.
Blick vom Altar zum "Urnenfeld"

Abgesehen von der Problematik zunehmender anonymer Bestattungen zeigen sich neue, das Bewusstsein vertiefende Formen des Abschiednehmens. Neben den bisher einmaligen Gärten der Bestattung, die von Fritz Roth in Bergisch Gladbach realisiert wurden, nehmen auch die sog. Kolumbarien wieder zu. Sie werden verstärkt in Kirchen eingerichtet, die die Gemeinden teilweise nicht mehr benötigen.  Hier finden die Hinterbliebenen einen meditativen Ort der Trauer. Die Urnen der Toten werden auf verschiedene Weise aufbewahrt. 
Vgl. auch den Beitrag "Urnenkirchen" (aus: evangelisch.de)


Ein besonders schönes Beispiel ist die Grabeskirche Liebfrauen in Dortmund.

Weitere Informationen zu den Jenseitsvorstellungen der Religionen: hier 


Belegte und freie Urnenplätze
Der gemeinsame "Aschebrunnen"
für die Asche der Verstorbenen
nach 20jährigen Ruhezeit
Der Altarraum für die Trauerfeiern