Montag, 20. Mai 2019

NEWS ----- VERANSTALTUNGEN ----- BÜCHER ----- MEDIEN ----- PROJEKTE


1.  AKTUELLES


21.05.       KONFERENZ ZUR THEOLOGIE DER BEFREIUNG
                      mit Juan José Tamayo am 21. Mai 2019 in Madrid
                      --- nicht mehr auf der Webseite der Erzdiözese Madrid !
                     --- 
Teologías de la liberación -  Caminos de solidaridad                                                  
                                                            Theologien der Befreiung - Wege der Solidarität
20.05.       Jordi Savall - musikalischer Brückenbauer
             zwischen Okzident und Orient
 (Interreligiöses Dialog-Journal)

17.05.       Libyen im Bürgerkrieg: Ein Land zerfällt
                  (Spiegel Online, 16.04.2019) ---                
                  Viaje a Libia, el país degarrado
                  Reise nach Libyen - ein zerrissenes land
                  (El País Seminal, 16.04.2019)



Weitere Nachrichten 
aus Religion und Welt: hier
Rück-Blicke - Vor-Schauen


 BÜCHER und MEDIEN

KALENDER, VERANSTALTUNGEN, SEMINARE


2.  InterReligiöse Bibliothek (IRB) 
InterReligious Library - Bibliothèque InterReligieuse - Biblioteca InterReligiosa
 

KATALOGE - Archiv - Open Acces: hier 
--- 
Neuzugänge der Bibliothek (Print): hier





3.  Schwerpunkte - Foci - Thèmes Centrales
- Puntos Esenciales

4.  (Inter)-Religiöse Einrichtungen
und Projekte

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Blogger: Reinhard Kirste 
Kontakt: interrel@t-online.de
Autobahnkirche Wilnsdorf an der A 45

                                                                                                      
                                                                                     
CC - Lizenzbedingungen:
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Jordi Savall - musikalischer Brückenbauer zwischen Okzident und Orient (aktualisiert)

Jordi Savall, 2007 (Wikipedia)
Der international bekannte katalanische Gambist, Dirigent und Musikforscher Jordi Savall  (geb. 01.08.1941) bringt mit seinen Kulturen übergreifenden Projekten den musikalischen Reichtum von Europa, von Asien (islamisch-indisch) und der "Neuen Welt" Amerika auf unnachahmliche Weise in verschiedenen Projekten zu Gehör
Ausgehend von den intensiven Verbindungen arabischer und iberischer Musik seiner Heimat, setzt er immer wieder aufmerksam machende Akzente. Mit seinem Ensemble für Alte Musik Hespèrion XXI stellt er die durch die "Reconquista" abgerissene Verbindung der drei Musiktraditionen wieder her. Der Name aus de, Altgriechischen verbindet die beiden Regionen: Italien und Iberische Halbinsel. 
Jüdisch-sephardische, muslimische und christliche Klänge bilden eine Polyphonie 
von Grenzen überschreitender Art. 

Hinzu kommen La Capella Reial de Catalunya und Tembembe Ensamble Continuo und Le Concert des Nations.

Savall hat weiterhin eine Stiftung für Alte Musik gegründet, die Fundació CIMA, um den vielfältigen musikalischen Dialog in Geschichte und Gegenwart weiter voranzubringen.
Sicher hat dazu auch seine Freundschaft mit Raimon Panikkar (1918-2010) beigetragen.
Versöhnung durch Musik - Dialog der Seelen - ein Mut machendes Beispiel !
(Vgl. dazu den Bericht in ZEIT online von 19.10.2006). 



La Capella Reial de Catalunya and Hespèrion XXI
während der Aufnahme des Buches: "Llibre Vermell de Montserrat"
Auf der Seite seines 1998 gegründeten Labels "Alia Vox" hat Jordi Savall viele dieser Kultur-Verbindungen auf CD eingespielt 
(auch mit seiner Ehefrau Montserrat Figueras 
(1942-2011):
Übersicht der Produktionen: hier

Für sein Engagement wurde er inzwischen mit vielen nationalen und internationalen Auszeichnungen bedacht und erhielt 

Türkische Zither = Kanun genannt











Beispiele seiner musikalischen Brückenschläge

Cover: Programmheft Dortmund, 19.05.19
Hommage an Syrien: 
Der 2008 von der UNESCO zum „Künstler für den Frieden“ ernannte Jordi Savall präsentiert mit seiner „Hommage an Syrien“ einen Klangdialog zwischen Juden, Christen und Muslimen. 
Musiker aus Savalls Ensemble Hespérion XXI begegnen großartigen Musikern, die aus Syrien fliehen mussten. Mit ihnen und für sie hat er ein neues Ensemble gegründet, das nun ihre musikalische Heimat ist: Orpheus XXI. 

"Im Mittelpunkt des Programms stehen musikalische Ausdrucksformen, die zeitlich und räumlich scheinbar weit entfernt von uns sind - Musik, die oftmals unter den Schichten der modernen Welt begraben liegt, in Vergessenheit geraten ist oder aufgrund ihrer unklaren Herkunft unterbewertet ist ... Die Melodien und Rhythmen entspringen den Improvisationen auf der orientalischen Ney und unseren mittelalterlichen Flöten, den bezaubernden Gesängen eines ebenso geheimnisvollen wie bilderreichen Islam, den sanften Bogenstrichen auf der Rebab und dem beständigen Ton der italienischen Lira da Gamba, den Beats und Rhythmen der Ouds aus Marokko, Istanbul und Israel, den perlenden Tönen, die dem iranischen Santur und dem türkischen Kanun entströmen. All das wird getragen vom stets präsenten lebendigen und magischen Impuls unserer unverzichtbaren altangestammten Perkussionsinstrumente."
Aus dem Programmheft, Konzerthaus Dortmund, 19.05.2019, S. 8f)

Eröfnungskonzert von Hèsperion XXI und Orpheus XXI : Festival de Música Antigua de Poblet (Katalonien)
in: Diari més digital, 11.08.2018



Ein Streifzug durch das Europa der Renaissance
Programmflyer
der Philharmonie Essen



        Dieses Arrangement von Jordi Savall 
          wurde am 14. Juni 2014 während der
          Händel-Festspiele in Halle/Saale uraufgeführt.
          Er war übrigens bereits der
          Händelpreisträger der Stadt Halle 2009.
    
          --- Programm am 14. Juni 2014 ---

Die Grenzen überschreitende Kraft der Musik:
Weitere musikalische Brückenbauer: hier

CC



Samstag, 18. Mai 2019

Eine neue Open-Access-Zeitschrift: Journal of Ethics in Antiquity and Christianity“ (JEAC)





Pressemitteilung  - 16.05.2019




Mainzer Theologen gründen 

internationale Open-Access-Zeitschrift
 zu antiker und christlicher Ethik

Petra Giegerich Kommunikation und Presse
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
    Zeitschrift soll zum Dialog zwischen ethischen Traditionen der Antike
    und aktuellen ethischen Diskursen beitragen
    Das Forschungszentrum „Ethik in Antike und Christentum“ der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) hat die internationale Open-Access-Zeitschrift „Journal of Ethics in Antiquity and Christianity“ (JEAC) gegründet – als Plattform für fachwissenschaftliche Forschung zu antiker Ethik und zu den antiken und biblischen Ursprüngen christlicher Ethik. Die Zeitschrift mit deutsch- und englischsprachigen Beiträgen soll darüber hinaus einen Dialog zwischen altphilologischer, biblischer, patristischer und judaistischer Forschung einerseits und philosophischen und theologischen Ansätzen andererseits ermöglichen, lädt also zur Interaktion zwischen den ethischen Traditionen der Antike – einschließlich der Ursprünge der christlichen Ethik – und aktuellen ethischen Diskursen ein. Die Publikation wird vom Forschungszentrum "Ethik in Antike und Christentum“ der JGU herausgegeben und redaktionell betreut.

    Die soeben erschienene erste Ausgabe ist der Reflexion der Unternehmung selbst gewidmet. Hierzu finden sich Beiträge von Jan Assmann, William Schweiker, John J. Collins, Adela Yarbro Collins sowie Robert Brawley, Wolfram Kinzig und Christoph Jedan. Die zweite Ausgabe wird die Frage nach der Bedeutung von Emotionen für die Ethik in den Blick nehmen. Auch thematisch offene Ausgaben sind geplant, für die Beitragsangebote über die Homepage eingereicht werden können. Neben klassischen Artikeln mit Peer-Review-Verfahren bietet das Journal auch Dialog- und Miszellenformate sowie einen Rezensionsteil und zielt so auf eine offene Vernetzung der vielstimmigen ethischen Diskurse in Antike und Gegenwart.


    Weiterführende Links:
    https://jeac.de/ – Journal of Ethics in Antiquity and Christianity
    http://www.ethikmainz.de/

    – Forschungszentrum
    “Ethik in Antike und Christentum” (e/ac) der JGU
    https://theologie.uni-mainz.de/ – Theologie an der JGU

    Wissenschaftliche Ansprechpartner:
    Dr. Raphaela Meyer zu Hörste-Bührer
    Evangelisch-Theologische Fakultät
    Johannes Gutenberg-Universität Mainz
    55099 Mainz
    E-Mail: rmeyerzu@uni-mainz.de
    https://www.ev.theologie.uni-mainz.de/

    Prof. Dr. Ruben Zimmermann
    Evangelisch-Theologische Fakultät
    Johannes Gutenberg-Universität Mainz
    55099 Mainz
    Tel. +49 6131 39-22653
    Fax +49 6131 39-20870
    E-Mail: ruben.zimmermann@uni-mainz.de
    https://www.ev.theologie.uni-mainz.de/

    Originalpublikation:
    https://jeac.de/ – Journal of Ethics in Antiquity and Christianity

    Weitere Informationen:
    http://www.ethikmainz.de/
     – Forschungszentrum „Ethik in Antike und Christentum” (e/ac) der JGU
    https://theologie.uni-mainz.de/ – Theologie an der JGU

    Das buddhistische Vesakh-Fest - Mai 2019

    Vesakh ist ein buddhistisches Fest von überragender Bedeutung. Es symbolisiert  drei wesentliche Stadien auf dem “Heilsweg” des Buddha-Seins. Dies verdeutlichen:
    • Die Geburt des historischen Buddha
      (Siddharta Gautama oder Buddha Shakyamuni)
    • Buddhas “Erwachen” unter dem Bodhi-Baum
    • Buddhas “Verlöschen”, d.h. sein Eingehen ins Nirvana.
    Das Fest ist von großer Heiterkeit geprägt und wird mit viel Licht, Fahnen und Geschenken, Spenden für wohltätige Einrichtungen u.ä. gefeiert.
    Vesakh im Mai/Juni: Die buddhistischen Hauptrichtungen haben unterschiedliche Termine. Hinzu kommt, dass in den einzelnen Ländern ebenfalls unterschiedliche Tage festgelegt wurden. Das Fest in deutschsprachigen Ländern wird 2018 etwa ab Mitte Mai oder später gefeiert. Mehrere Gruppierungen im Mahayana-Buddhismus und Theravada-Buddhismus (Visakha Puja) haben abweichende Termine. Im tibetischen Buddhismus heißt das Vesakh-Fest Saka Dawa.

    Donnerstag, 16. Mai 2019

    Operndorf Afrika in Burkina Faso - Das Kulturen verbindende Vermächtnis von Christoph Schlingensief (aktualisiert)



    Künstlerischer Ferienkurs, Juli 2012 © Aino Laberenz
    Der viel zu früh verstorbene Christoph Schlingensief  (* 24. Oktober 1960 in Oberhausen; † 21. August 2010 in Berlin) war mehr als ein gesellschaftskritischer Künstler.
    In seiner letzten Zeit initiierte er das Projekt "Operndorf Afrika" als Kontinente überschreitenden Kunst-Beitrag. 
    Im Gegensatz zu manch (post-)kolonialen Attidüden, mit denen "Entwicklunsghilfe" für Afrika geleistet wird, steht hier das Gemeinsame und sich gegenseitig Bereichernde im Vordergrund.
    So ist - auch architektonisch eindeutig - dieses Dorf im südlichen Sahel entstanden. Hier gruppieren sich rund um den zentralen Marktplatz Möglichkeiten für Theater, Bildung, Spiel und Gesundheitsförderung. Das ist keine Oper im klassisch westlichen Sinne, sondern das Dorf selbst wird zur Bühne und zum Ausdruck neuer Lebenschancen. Dazu verhelfen auch die neu gebauten Wohnhäuser, die Schule, die Krankenstation und nun auch die Bibliothek: Eröffnung der Operndorf-Bibliothek am 3. Mai 2018: hier


    Aino Laberenz
    Die Stiftung "Omnis Religio" hat aufgrund dieser so intensiv angelegten Verbindung von Kulturen, religiösen Traditionen und Bildungsinitiativen ihren Förderpreis 2013 Schlingensiefs Operndorf in Burkina Faso zugesprochen.
    Dieses Projekt, von seiner Frau Aino Laberenz weitergeführt, braucht  engagierte Unterstützer und mutige Wegbegleiter.






    Operndorf Afrika (Wikipedia)


    Lehrer-Wohnhäuser neben der Schule (wikipedia)

    Weitere Informationen



    Ramadan 2019: 6. Mai bis 5. Juni und Fest des Fastenbrechens: 5. - 7. Juni


    Innenkuppel der Moschee Lünen
    Das Fasten im Monat Ramadan dient den Muslimen als Ritus zur Selbstvergewisserung und als bewusstes Symbol der Versöhnung. Der muslimische Fastenmonat beginnt in diesem Jahr am 06. Mai  und endet am 05. Juni mit dem Fest des Fastenbrechens
    (arabisch: Id al-Fitr / türkisch: Ramasan Bayram).

    Die Verschiebung um etwa 11 Tage gegenüber dem Vorjahr  hängt damit zusammen, dass der islamische Kalender sich nach dem Mondjahr ausrichtet. Der Ramadan 2019 findet also im Jahre 1440 nach der Hidschra (der Auswanderung Mohammeds von Mekka nach Medina) statt.
    Gefastet wird vom Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang (Verzicht auf Essen und Trinken). Nach dem Gebet wird dann mit Verwandten und Freunden festlich gespeist (Iftar).

    Eine gute orientierende Übersicht zum Ramadan bietet die Seite: islam.de
      Eine Besonderheit innerhalb des Ramadan ist noch die Nacht der Bestimmung / Lailat al-Qadr am  28. Mai (schiitisch) und 01. Juni (sunnitisch), in der der Prophet Mohammed die erste Offenbarung empfing (= Sure 97).

      Es hat sich eingebürgert, dass Christen Glückwünsche und Grußworte senden und oft zum Iftar eingeladen werden. Im Internet auch Beispiele für Glückwunschkarten (allerdings nur Englisch).

      Grußwort des Ratsvorsitzenden der EKD zum Ramadan,
      Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm: hier



      Jean-Léon Gérôme: Betende auf einem Dach in Kairo [1865] -  (Wikipedia.en)
      Original: Hamburger Kunsthalle


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      GRUSSWORT ZUM RAMADAN 2019 
      5. Mai 2019

      Liebe islamische Glaubensnachbarn,
       wie in den vergangenen Jahren möchten wir Ihnen auch dieses Jahr
      unsere herzlichsten Glückwünsche zum Fastenmonat Ramadan
      mit dem abschließenden großen Fastenbrechen-Fest Id al-Fitr / Ramasan Bayram übermitteln.
      Ihr Fasten in diesem Monat ist ja nicht nur der Verzicht 
      auf Speise und Trank während des Tages,
      sondern auch eine Bewusstwerdung, woher die Kraft für unser Leben kommt.

      In unserer Bibel gibt es dazu ein Wort, das uns – Muslime und Christen –
      in dieser Richtung besonders ermutigen kann:

            Der Mensch lebt nicht vom Brot allein,
           sondern von allem,

           was aus dem Munde Gottes kommt.
      (5. Mose 8,3)


                        
                                                                                                                                                                                                                                                                                        
                          Die göttliche Segenskraft ist Quelle für unser Handeln.

               So bleibt auch unser gemeinsames Ziel,
                             angesichts vieler Konflikte gesellschaftlich versöhnend zu reagieren.
                                                                                                   
             In diesem Sinne wünschen wir Ihnen allen Gottes reichen Segen
      Karin und Reinhard Kirste