Montag, 22. Juli 2019

NEWS ----- VERANSTALTUNGEN ----- BÜCHER ----- MEDIEN ----- PROJEKTE


1.  AKTUELLES




22.07.  USA: Proteste von 20.000 Katholiken - angesichts der
             menschenunwürdigen Behandlung von Migrantenkindern
             (Dialog-Journal)

22.07.   Dogonlad (Mali): Solidarität inmitten von Gewalt                        
             Junge Salafisten sorgen in Mali für immer mehr Hass und Zwietracht. 
                                   Christen werden genauso bedroht wie Muslime - das schweißt zusammen.
             (Stefan Grotewohl in: Tagespost, 21.07.2019)
             
21.07.   Nina May: Die stille Botschaft der Dobrudscha an Europa
             
(
Allgemeine Zeitung für Rumänien, 20.07.2019)

20.07.  Wachsende Weisheit des Älterwerdens
             Essay von Hans-Martin Schmidt: Widerstand und Ergebung im Alter
             (Orientierungen)



Weitere Nachrichten 
aus Religion und Welt: hier
Rück-Blicke - Vor-Schauen


 BÜCHER und MEDIEN

KALENDER, VERANSTALTUNGEN, SEMINARE


2.  InterReligiöse Bibliothek (IRB) 
InterReligious Library - Bibliothèque InterReligieuse - Biblioteca InterReligiosa
 

3.  Schwerpunkte - Foci - Thèmes Centrales
- Puntos Esenciales

4.  (Inter)-Religiöse Einrichtungen
und Projekte

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Blogger (seit 2007): Reinhard Kirste
--- Webseite bei Humanities Commons
--- Webseite bei academia.edu
--- Blog auf Wordpress
Kontakt: interrel@t-online.de
Autobahnkirche Wilnsdorf an der A 45

                                                                                                      
                                                                                     
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USA: Proteste von 20.000 Katholiken - angesichts der menschenunwürdigen Behandlung von Migrantenkindern

Festnahme von Demonstranten (Twitter)

Unter dem Motto #CatholicDayOfAction demonstrierten 20.000 Katholiken am Donnerstag, den 18. Juli 2019, in Washington zugunsten von Migrantenkindern, die unter erbärmlichen Bedingungen und von ihren Familien getrennt in den US-Internierungslagern an der mexikanischen Grenze festgehalten werden.
Vgl. bereits den Bericht bei Vox vom 25.06.2019 >>>

Etwa 70 von ihnen - Laien, Nonnen, Mönche und Priester - die das Senatsgebäude (unerlaubt) betraten, wurden von der Polizei verhaftet und nach draußen abgeführt. Jede/r von ihnen trug ein Schild mit Gesicht und Namen eines dieser Kinder, die in den Internierungslagern infolge der Verschärfung der Maßnahmen der Trump-Administration gegen die illegale Einwanderung starben. "Wir sind heute wegen dieser 8 Kinder hier, die in Haft starben, um Asyl zu suchen", sagte einer von ihnen, der Exekutivdirektor des Franziskanischen Aktionsnetzwerks. "Sie sind Kinder Gottes. Sie sind deine Brüder und Schwestern, dein Nächster".... Fünf der Demonstranten lagen auf dem Boden und bildeten mit ihren Körpern ein Kreuz.


Das  KREUZ  der Protestierenden (Twitter)
CC


Donnerstag, 18. Juli 2019

Interreligiöse Arbeitsstelle (INTR°A): Homepage bis November 2018 und INTR°A-Geschichte ---------------------- mit Aktualisierungen

ALLE RELIGIONEN BEDÜRFEN EINANDER,
NICHT NUR IN IHREN GEMEINSAMKEITEN,
SONDERN GERADE AUCH IN IHREN UNTERSCHIEDEN,
DURCH DIE SIE EINANDER ERGÄNZEN. 
WIR SOLLEN IN DER EIGENEN RELIGION DAHEIM
UND IN DER ANDEREN GÄSTE SEIN, 
GÄSTE, NICHT FREMDE.
Paul Schwarzenau




      NACHRICHTEN - News - Nouvelles - Novedades
  Weitere NACHRICHTEN und NACHDENKENSWERTES >>> 
--- news and more for reflection 
--- nouvelles et plus pour réfléchir 
--- novedades y más para reflexionar

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    NACHDENKENSWERTES



    InterReligiöse Bibliothek [IRB]
    InterReligious Library - 
    Bibliothèque InterReligieuse - Biblioteca InterReligiosa
    - print & digital - Informationen zur IRB: hier

    KATALOGE >>>
    Koordination: Dr. Reinhard Kirste: Anfragen / Kontakt: hier


      Interreligiöse Arbeitsstelle 
      (INTR°A) seit 1990 

      ----------------------------------------------
      Blogger: Reinhard Kirste
      Kontakt: interrel@t-online.de


      Ursprüngliche INTR°A-Webseite seit 2000, mehrfach überarbeitet
      Webmaster Bruno Bruyers (bis Mai 2014) - 
      Administrator von 2000 - 2018:  Reinhard Kirste


      Montag, 15. Juli 2019

      Die universale Kraft der Musik --- Weltmusik und ihre Promotoren (aktualisiert)

      Konzertpause im Pierre-Boulez-Saal
      der Barenboim-Said Akademie Berlin (Dez. 2017)

      Für die Begegnung der (monotheistischen) Religionen bietet nicht nur die Sprache, sondern auch die Musik viele Möglichkeiten. Im Mittelalter entwickelte sich auf der Iberischen Halbinsel eine Bühne der Vemittlung von jüdischen, christlichen und islamischen Elementen, aber auch im übrigen Europa gab es mehr interreligiöse Musikverbindungen, als man normalerweise vermutet.  So gehen inzwischen Musiker und Komponisten immer wieder auf Entdeckungsreise. Mehrere Gruppen haben vor einigen Jahren damit begonnen, solche interreligiösen Schätze aktualisierend ans Licht, besser ans Ohr zu bringen.

      Übersicht
      1. Helmuth Rilling - Johann Sebastian Bach universal
      2. Jordi Savall - musikalischer Brückenbauer zwischen Orient und Okzident
      3. Daniel Barenboim und das West-Eastern-Divan Orchestra
      4.  Die Welt ist Klang - Joachim Ernst Behrendt
      5.  Bernhard König und TRIMUM - Musik für Juden, Christen und Muslime
      6.  Literaturanregungen


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      Helmut Rilling (2013, Wikipedia)
      1.  Helmuth Rilling (geb. 1933): 
      Johann Sebastian Bach universal 


      Helmuth Rilling:
      Über die Zukunft geistlicher Musik ...  
      (Planet Inerview, 29.05.2013)

      Helmuth Rilling: Ein Leben mit J.S. Bach                                             
       
      (Volkers Klassikseiten)
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      Jordi Savall, WCRB, Mai 2018)
      2. Jordi Savall (geb. 1941) 


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      3. Daniel Barenboim
      und das West-Eastern Divan Orchestra
        
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      4. Die Welt ist Klang: Joachim-Ernst Behrendt

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      5. Bernhard König und TRIMUM 
            Musik für Juden, Christen und Muslime


      Die berühmte Stuttgarter Bachakademie als federführender Veranstalter hat von 2012 - 2014 dieses Projekt vorangetrieben. Seit 2015 wird es in Eigenregie geführt. Initiator und Promotor ist weiterhin  Bernhard König, der sich nicht nur als ehemaliger Konzertveranstalter, sondern seit längerer Zeit auch als Autor, Komponist und Interaktionskünstler die Musik als interreligiöse Kraft beeindruckend verdeutlicht.
      Vgl. bereits: Bernhard König im WDR 5 -Tischgespräch vom 02.10.2013


      TRIMUM - Spuren verdichteten interreligiösen Singens
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      6.  Literaturanregungen


      Reinhold Bernhardt / Verena Grüter (Hg.):
      Musik in interreligiösen Begegnungen.
      Beiträge zu einer Theologie der Religionen, Bd. 14.
      Zürich: TVZ 2019, 215 S., Personenregister


      Verena Grüter: Kirchenmusik von morgen. Was ist zu tun?
      Impulsreferat aus interreligiöser Perspektive
      Ev. Akademie Loccum, 22.-24.11.2017: Kirchenmusik weiterdenken



      Michael Gassmann (Hg.): Der eine Gott und die Vielfalt der Klänge
      --- (Besprechung in: CIG 20/2014)


      Bernhard König / Tuba Isik /Cordula Heupts (Hg.): Singen als interreligiöse Begegnung. Musik für Juden, Christen und Muslime. Beiträge zur Komparativen Theologie, Bd. 28. Paderborn: Schöningh 2016, 226 S.
      --- 
      Rezension: hier

       


      Sonntag, 14. Juli 2019

      Romain Rolland - Literaturnobelpreisträger im Dienst des Friedens (aktualisiert)

      Der Dichter und Musikschriftsteller Romain Rolland (geb. 1866 in Clamecy, gest. 1944 in Vézelay) gehört nicht nur zu den bedeutendsten Literaten Europas. Sein Engagement war zugleich von einer intensiven Multikulturalität und Interreligiosität geprägt.
      Bereits mit 11 Jahren fing er an, schriftstellerisch aktiv zu werden. 1880 zog die Familie nach Paris, wo sich Rolland auf das Lehramt als Gymnasiallehrer vorbereitete. Er trat nach bestandenen Prüfungen jedoch den Schuldienst nicht an, sondern unternahm viele Bildungsreisen durch Europa. Die Faszination für Musik und Kultur schlug sich in entsprechenden Schriften über Michelangelo, Scarlatti, Händel und Beethoven nieder - sowie die Fragment gebliebene Lebensbeschreibung über Georges Bizet. Am beeindruckendsen wurde schließlich sein 10bändiger Roman Jean Christophe (1904-1912).

      Clamecy: Straße zum Geburtshaus von Romain Rolland

      Als der 1. Weltkrieg begann, war Rolland gerade in der Schweiz und sah mit Entsetzen, wie sich Europa quasi selbst in den Untergang trieb. Neben seinem Engagement beim Roten Kreuz schrieb er im Journal de Genève die berühmt gewordene Artikelserie. 

      Au-dessus
      de la mêlée
      (1914)

      Über dem Schlachtgetümmel

      Rezension von Urs Bitterli
      in JOURNAL 21

      vom 07.12.2013
      Deutsche Ausgabe:
      München: C.H. Beck 2015, 175 S.
      (mit Leseprobe)
      Zur deutschen Gesamtausgabe der Tagebücher aus den Kriegsjahren
      1914-1919 vgl.: Erich Köhler: Das Gewissen der Welt.
      Zu Aufzeichnungen und Dokumenten Romain Rollands (Die ZEIT Nr. 19, 12.05.1955)

      Hier wandte er sich generell gegen den Krieg. In Frankreich angefeindet und in Deutschland verschwiegen - nur von wenigen Intellektuellen wurde er verstanden. Einen bewegenden Friedensaufruf schrieb er an Gerhart Hauptmann.  Zu seinen Freunden gehörte besonders Stefan Zweig, der ebenfalls den Wahnsinn des Krieges geißelte. Der geradezu intime Briefwechsel ist ein herausragendes Freundschaftsbeispiel über Grenzen hinweg. Stefan Zweig hat darüberhinaus eine Biografie über Romain Rolland geschrieben.

      Es sei darum auch an den Versuch des Mediziners Georg Friedrich Nicolai (1874-1964) erinnert, den Albert Einstein voll unterstützte: "Aufruf an die Europäer" (1914). Voller Hochachtung schrieb er 1914 einen Brief an Rolland. Zu den Gleichgesinnten gehörte auch Hermann Hesse, den Rolland 2015 in Bern besuchte.
      Mehr Infos bei: Siegried Grundmann: UTOPIE kreativ, Nr. 179 (September 2005), S. 834-843
       

      Mit dem Erscheinen der Antikriegs-Artikelserie 1915 in Paris als Buch wurden diese Texte schnell international bekannt. Es gab jedoch keine Übersetzung ins Deutsche ...

      Rollands pazifistisch geprägte Kritik
      gegen alle Kriegsparteien machte ihn schließlich zu einem weltbekannten Engagierten in der Versöhnungsarbeit  - gerade auch zwischen Frankreich und Deutschland.


      In seiner sozialen Sensibilität stand er der (kommunistischen) Arbeiterbewegung nahe und solidarisierte sich 1935 mit dem inhaftierten
      Ernst Thälmann.
      1916 erhielt Roman Rolland nachträglich den Literaturnobelpreis für 2015. Das Preisgeld stiftete er dem Roten Kreuz.
      Es ist phänomenal, wie dieser Literat mit seiner sanften Kraft des Schreibens diese pazifistische Haltung konsequent beibehielt.
      Im Sinne einer universalen Friedensreligiosität sind viele seiner Veröffentlichungen zu verstehen, in denen er das Leben bedeutender -  auch interreligiöser - Brückenbauer   eindrücklich beschrieb. 
      Fasziniert von der Spiritualität, der "Seele Indiens", entstanden Essays und Biografien großer indischer Denker. Rolland war nie in Indien, aber es gab intensive Begegnungen in der Schweiz u.a. mit Mahatma Gandhi, Rabindranath Tagore und Javaharlal Nehru. Sie haben zur universalen Weite von Rollands Denken maßgeblich beigetragen.
      vgl.  Romain Rolland et l'Inde
      (Bericht in SIELEC -Société Internationale d'Étude des Littérature de l'Ère Coloniale)



      Die Association Romain Rolland verwaltet nicht nur das literarische Erbe des großen Schriftstellers, sondern hebt immer wieder seine Frieden und Versöhnung stiftende Bedeutung für die Gegenwart heraus. 

      Weitere Informationen im Musée d'Art et d'Histoire Romain Rolland in Clamecy: hier
      --- Anfahrt zum Museum (Karte)

      In den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts polarisierte sich die politische Entwicklung Europas. Das hing auch damit zusammen, dass die politische Entwicklung (inzwischen)  von nicht wenigen sehr kritisch betrachtet wurde.
      Trotz dieser unterschiedlichen Einschätzungen entschlossen sich auf Veranlassung von
      Romain Rolland und 
      Henri Barbusse Intellektuelle aus verschiedenen Ländern, einen Weltkongress gegen den imperialistischen Krieg einzuberufen, der vom 27.-29. August  1932 in Amsterdam stattfand (vgl. das dort verabschiedete Manifest).
      An diesem Kongress nahmen berühmte Persönlichkeiten teil, überwiegend aus der Literatur und Kunst, auf, z.B. Theodore Dreiser (USA), Upton Sinclair (USA), John Dos Passos (USA), George Santanyana (Spanien),  Ramón María del Valle-Inclán (Spanien), Maxim Gorki (Sowjetunion), Heinrich Mann (Deutschland), Albert Einstein (Deutschland), Henri Barbusse (Frankreich) und Frans Masereel (Belgien) mit Brief an Georg Reinhart vom 06.06.1932.

      Das Gewissen  Europas. Tagebuch der Kriegsjahre 1914-1918
      zuerst erschienen:
      Journal des années de guerre, 1914-1919. Paris:  Albin Michel, 1952


       CC