Dienstag, 15. Oktober 2019

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Montag, 14. Oktober 2019

Westfalenpark Dortmund am 2. Oktober 2019: Interreligiöse Lichtinstallationen von Leo Lebendig

Leo Lebendig:   Symbole  der Religionen,
zentriert um die MITTE DES EINSSEINS  (Installation 2015 in Bensberg)
Anlässlich des  Jubiläums - 60 Jahre Florianturm - gab es am 2. Oktober im Westfalenpark Dortmund auch einen Friedens- und Versöhnungsgang der Religionen, der mit einer Lichtschau am Turm endete. Der Lichtkünstler Leo Lebendig hatte dazu ein vielfältiges Leuchten arrangiert.
Mehr zu Leo Lebendig >>>

Unter dem Thema: Wir sind auf dem Weg fanden sich Menschen verschiedener Religionen und Kulturen zusammen. Nach der Eröffnung verweilten die TeilnehmerInnen zu Meditation und Gebet an 6 Stationen, die die einzelnen Religionen symbolisierten:
Baha'i, Christentum, Islam, Judentum, Buddhismus und Hinduismus.

    
In der Dunkelheit strahlte dann der Fernsehturm in den Spektralfarben der Sonne auf: Blumenturm des Friedens - Flower Tower of Peace.
     



    Frieden der Schöpfung --- im Rahmen von: 60 Jahre Westfalenpark Dortmund 
     



Bericht des Ev. Kirchenkreises Dortmund vom 07.10.2019

Sechs Religionen, die Umwelt und der Frieden
E
indrucksvolles Kunstevent im Dortmunder Westfalenpark

„Da seid ihr in Dortmund etwas Besonderes, in Köln kriegen wir das nicht hin“, sagte eine angereiste Besucherin. Sie gehörte zur Religionsgemeinschaft der Bahai, die zusammen mit Christen, Juden, Muslimen, Hindus und Buddhisten den Friedensgang der Religionen im Dortmunder Westfalenpark gestaltete.
Das interreligiöse Event war auch für Dortmund eine Premiere. Das gute Miteinander der Abrahamsreligionen – Christen, Juden und Muslime – wird hier schon lange gepflegt. Aber das gemeinsame Agieren mit Buddhisten und Hindus habe es bislang noch nicht gegeben, stellte Ahmad Aweimer, der Vorsitzende des Rates der muslimischen Gemeinden fest.
Nach dem Grußwort, das Stadtdirektor Jörg Stüdemann seitens der Stadt an die Gemeinde richtete, eröffnete eine kurze Gesprächsrunde aller Religionsvertreter den Abend im Park. Für die Evangelische Kirche machte Pfarrer Friedrich Laker das gemeinsame Anliegen deutlich, „die Freude über die Schöpfung zu feiern.“
Anschließend ging es für die knapp 150 Besucherinnen und Besucher nacheinander zu sechs Stationen. Jede der Religionsgemeinschaften hatte eine von Ihnen gestaltet und lud dort zu Gebet, Meditation oder Gesang ein. Ihnen allen gemein war die Sorge um die Schöpfung. Alle Religionen leiteten aus ihrem Glauben die Verantwortung ab, sich für die Bewahrung der Welt und ein friedliches Miteinander einzusetzen.
Jeder der sechs Kreise, in denen die Religionsgemeinschaften die Gäste in Empfang nahmen, war mit Solarlichtern umgrenzt, die man anschließend zur nächsten Station mitnehmen konnte. So wurde der Friedensgang der Religionen bei zunehmender Dunkelheit immer leuchtender. Dazu erstrahlte der Floriansturm im Westfalenpark abwechselnd in sechs Farben, eine Farbe für jede der Religionen.
„Für uns ist Gott Liebe“, sagte der Vertreter der Hindu-Gemeinschaft. „Und alle Menschen sind unsere Brüder und unsere Schwestern.“ Um die Welt gemeinsam besser zu machen, müsse man sich nur in Liebe begegnen. „Einfach anfangen – fertig.“


Die Kindergruppe für den Aufbau der Lichtinstallationen

Die Gebetsstation der Baha'i wird aufgebaut.


Die fertig gestellte Gebetsstation der Buddhisten.

Der Ballon der Religionen ist in Position gebracht. Leo Lebendig als Paradiesvogel in der Mitte.


Der Ballon der Religionen steigt auf.


Kinder und Erwachsene: Besinnung, Meditation und Gebet.
Im Vordergrund kleine Solarleuchten

Die Lichtschau am Florianturm beginnt.

Der Turm leuchtet hier "buddhistisch".
Strahlen des Islam



Leuchtturm des Friedens mit dem Ballon der Religionen


Leuchtzeichen des Judentums

Der Turm in der Farbe der Baha'i
mit dem Ballon und dem Symbolband
  
Der Hinduismus strahlt in die Nacht !
Leuchtzeichen des Friedens gegen die Dunkelheit !


Die Fotos vom Friedensgang wurden freundlicherweise
von Klaus Austermann zur Verfügung gestellt
© Austi

Für den übrigen Beitrag  - Lizenbedingungen: CC



Donnerstag, 10. Oktober 2019

In Solidarität mit den jüdischen Gemeinden

Synagoge in Halle/Saale

Liebe jüdische Freundinnen und Freunde,

angesichts des furchtbaren Anschlags in Halle/Saale möchten wir
unsere Solidarität mit Euch/Ihnen zum Ausdruck bringen.

Es beunruhigt uns zutiefst, dass Juden in Deutschland 
nur unter Sicherheitsbedingungen Yom Kippur feiern können
und offensichtlich selbst manche staatliche Organe sich der Gefahr
des rechtsextremen Hasses immer noch nicht genügend bewusst sind !

Auf unserer Nachrichtenseite haben wir darum
sehr deutlich auf einen Kommentar
der ZEIT verwiesen, der herausstellt,
dass die Distanzierung vom Rechtsextremismus

eine Aufgabe ist, die nicht nur die Ränder,
sondern "die Mitte der Gesellschaft" unmittelbar angeht.
Hier der Link zur Nachrichtenseite: 


Die Synagoge - durch die Friedhofsmauer geschützt


Wir grüßen Sie/Euch in herzlicher Verbundenheit 
und in Trauer mit den Opfern

Karin und Reinhard Kirste


Dienstag, 8. Oktober 2019

Das Projekt "Stoning roll" = Den Frieden ins Rollen bringen - - - (aktualisiert)

Die eine Seite: Symbole von acht Religionen (Altena, 22.04.2018)
Es ist ein 130 kg schwerer Mühlstein aus Basalt. Auf der einen Seite zeigt er die Symbole von acht Religionen, auf der anderen Seite steht das Wort "Frieden" in 44 Sprachen. Diesen Friedensstein hat der Künstler Michael Flossbach am Ostermontag 2018 in Kürten (Bergisches Land) ins Rollen gebracht.
Es ist das interkulturelle Projekt: 

STONING ROLL

Die andere Seite:  Das Wort "Frieden" in 44 Sprachen



Aktionen 2019



Auf dem Weg nach Berlin
Der Stein hatte eine weite Reise vor sich: Vom 11.-13. Mai war er beim Katholikentag in Münster, um zum Nachdenken und Diskutieren anzuregen. Und dann ging es in vielen Etappen weiter bis Berlin

Von Etappe zu Etappe waren Menschen eingeladen mitzugehen, um das friedliche Miteinander interreligiös weiter zu verbreiten.

Wo rollte der Friedensstein?
Karte: hier



Der rollende Friedensstein von Lüdenscheid
 nach Iserlohn - Etappe Altena


Am Sonntag, 22. April 2018, rollte Michael Flossbach mit einigen Begleitern den Stein von Lüdenscheid über den alten Drahthandelsweg nach Altena. Von dort ging es weiter nach Iserlohn. Es ist erstaunlich, wie dieser Stein dazu anregt, mit Menschen vertieft ins Gespräch zu kommen, die sich manchmal nur zufällig eingefunden haben.




Michael Flossbach gibt Roll-Ratschläge
 - rechts:  stellvertretende Bürgermeisterin Dr. Rita Rüth



Der Stein auf dem Weg zum Markaner in Altena


Durch die Rahmede-Straße 



Auf der Lennepromenade in Altena


Am Markaner in Altena: der Frieden ist vielsprachig


Abschiedsgespräch mit Michael Flossbach (rechts): Zur nächsten Etappe nach Iserlohn



CC

Divali - indisches Lichter- und Neujahrsfest -------------------- 27. - 31.10.2019

Der Gott Rama mit seinem Jagdbogen
Inderinnen und Inder aller Glaubens-schattierungen, also besonders Hindus, Sikhs und Jains,  feiern vom
27.-31. Oktober 2019  das Lichterfest Divali oder Deepavali. Es bedeutet den Sieg des Lichtes über die Finsternis. Dies geschieht zu Ehren der Göttin Lakshmi, der populären Göttin des Wohlstands und des Erfolges. 
Die Themen des Festes beziehen sich auf das berühmte  Epos Ramayana.
Der Gott Rama erlebt durch den Raub seiner Ehefrau viele Abenteuer. Schließlich wird die Rückkehr Sitas und die glückliche Wiedervereinigung erzählt.

Mit diesen Licht-Feiern beginnt ein neuer Zeitabschnitt, in Nord-Indien ist dies gleichzeitig der Beginn des Neuen Jahres. Das Fest dauert in der Regel mehrere Tage.


Lakshmi-Lampe
Die Freude angesichts der aufflammenden Lichter zeigen die Menschen auch dadurch, dass sie sich besondere Divali-Geschenke machen. Auch ist es üblich, Glückwunschkarten zu versenden.

Divali /Deepavali-Grüße 2018 des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK): hier

Wie die Mogul-Herrscher Divali mit "Grandeur" feierten: Video (scroll.in, 22.10.2017)


Baha'i-Religion: Der Báb als Vorläufer und Bahá'u'lláh - Gedenktage im Jahr

Symbolik der Baha'i: hier
Der "Bab" (1819 - 1850)

Für die Baha´i-Anhänger ist der
        23. Mai als Jahrestag

        der "Erklärung des Báb"
in jedem Jahr ein bedeutendes Datum für die Glaubenstradition der Baha'i.

Der "Bab" gab den Anstoß für die Gründung der Baha´i-Religion. Er wurde als Seyyed ʿAli Muhammad Schirazi am 20. Oktober 1819 im persischen Schiraz geboren. 2019 = 200. Geburtstag !
Bekannt wurde er unter seinen

Ehren-Namen “Bab” ( = das Tor).
Ähnlich wie Johannes der Täufer im Christentum -  verstand er sich als Vorläufer eines großen zu erwartenden Gesandten, nämlich Bahá'u'lláh.
Er machte seinen Sendungsauftrag 1844 bekannt. Dies brachte ihm das Martyrium ein. Er wurde am 9. Juli 1850 in Täbris hingerichtet. Der 9. Juli  ist darum zum Gedenktag geworden.

Bahá'u'llah (1817 - 1892)
Der eigentliche Gründer der Baha'i-Religion, Mirza Husain-ʿAli Nuri mit dem Ehrentitel Bahá'u'llah (= Herrlichkeit Gottes). Er wurde am 12. November 1817 in Teheran als Sohn einer reichen und angesehenen Familie geboren. Darum feiert man an diesem Tag auch als Erinnerung.  Bahá'u'llah sah sich als verheißener Offenbarer des Einen liebenden Schöpfergottes. Seine Botschaft brachte ihn in Konflikt mit dem Osmanischen Reich.
Er starb in der Verbannung in Akko am 29. Mai 1892
Dieser Tag ist darum für die Baha'i-Gläubigen ein besonderer Anlass des Gedenkens.

Vgl. auch Rídvan, Erinnerung an den Garten, in dem Baha'u'llah auf dem Weg von Bagdad nach Istanbul Station machte.