Freitag, 23. Oktober 2020

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Überlegungen anlässlich der Verleihung der Ehrendoktorwürde an den Wirtschaftswissenschaftler Stephan Klasen (aktualisiert)

Einer der bedeutendsten Volkswirtschaftler und Entwicklungsökonomen weltweit ist der Göttinger Professor Stephan Klasen (geb. 1966).  
Seine Analysen, verbunden mit umfassender Forschungsarbeit, spielen auch für die Entwicklungspolitik und das wirtschaftliche und ethische Engagement in der sog. 3. Welt eine wesentliche Rolle.
Für seine Verdienste erhielt Stephan Klasen neben Alan Kirman am 19. April 2018 von der Universität Jaume I (Valencia)  unter Beteiligung international renommierter Ökonomen die Ehrendoktorwürde.

Pressemitteilung der Universität Göttingen (26.04.2018)


Während der Verleihungszeremonie:
Prof. Stephan Klasen, PhD (2. v. rechts)
- Foto: Universität Göttingen

Der als Gutachter hinzugezogene Wirtschaftswissenschaftler Prof. em. Dr. Eckhard Freyer (Hochschule Merseburg) schrieb dazu: "Als Gutachter für die Ehrendoktorwürde an der Universität Jaume I in Castellon (Valencia, Spanien) würdigte ich Stephan Klasens Verdienste  um Entwicklungsökonomie, Weltwirtschaftsordnung und Wirtschaftsethik. Er ist Professor für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Entwicklungsökonomik an der Universität Göttingen und gleichzeitig Direktor des "Ibero-America Instituts für Wirtschaftsforschung" und des Courant Forschungszentrums "Armut, Ungleichheit und Wachstum in Entwicklungs- und Transformationsländern". 
Er hat an der Harvard Universität studiert und wurde dort auch 1994 promoviert. Nach Stationen bei der Weltbank in Washington und Südafrika, King's College (Cambridge, UK) und der Universität München arbeitet er seit 2003 in Göttingen. In seiner Forschung beschäftigt er sich mit Fragen von Armut, Ungleichheit, Umwelt und Gender in Entwicklungsländern. Er ist Mitglied des UN-Ausschusses für Entwicklungspolitik, Präsident des European Development Research Networks und war Mitglied im Welt-Klimarat für den 5. Sachstandsbericht.
 
Der Harvard-Professor Amartya Sen (geb. 1933), "supervisor of Stephan Klasen" und erster Gutachter, betonte schon früher:
>Stephan Klasen’s continuing accomplishments in several different fields is to appreciate, first, the importance of knowledge and understanding in our critical thoughts, and second, the role of our critical thoughts in altering the world as we know it. I take the liberty of ending my presentation on a self-centred note. I have been extremely fortunate in many different ways from my childhood onwards in being helped by circumstances, but nothing has given me as much satisfaction as having totally outstanding students with whom I have had the privilege to work. Stephan Klasen cannot be surpassed in his success in generating amazement and joy. To see a person like Klasen alter the world of understanding and initiate big social changes is totally wonderful.<


Fast alle Indikatoren für Lebensqualität haben sich in den vergangenen 50 Jahren beständig verbessert – sei es die Säuglingssterblichkeit, die Lebenserwartung, die Luftqualität oder das Bruttosozialprodukt pro Kopf. Blicken wir 200 Jahre zurück, ist die Entwicklung noch viel dramatischer. Unsere Kinder wachsen in einer Welt auf, in der sie erwarten können, mehr als 80 Jahre alt zu werden, eine gute Bildung zu bekommen und ein sicheres Einkommen zu erarbeiten. Denn von 1995 bis 2015 hat es fast überall erhebliches Wirtschaftswachstum gegeben, eine Verlängerung der Lebenserwartung und ein Mehr an Gesundheit und Bildung. Wir hatten ein sehr hohes Wachstum in Schwellenländern wie China, Indien, Brasilien oder Südostasien. Diese haben dank der großen Nachfrage nach Rohstoffen vielen anderen Ländern - zum Beispiel in Afrika - einen erheblichen Aufschwung gebracht. Außerdem hat sich das Wissen über Bildung und Gesundheit weltweit verbessert. Heute weiß jede Krankenschwester noch im letzten Dorf, wie man Durchfall verhindert. Das ist ein enormer Fortschritt. 
In den letzten 30 Jahren haben sich die Lebensverhältnisse in den ärmsten Ländern positiv verändert. Damit diese Entwicklung sich fortsetzen kann, sollten schlecht entwickelte Länder stärker in die internationale Arbeitsteilung und in den internationalen Handel eingebunden werden,
so Stephan Klasen:

Vgl. auch

Allerdings gibt es weiterhin dramatische Ausnahmen u.a.:
Syrien, Sudan, Jemen, Afghanistan, Eritrea.
Aus diesem Grunde ging auch der Förderpreis der Stiftung Omnis Religio
an die Kinderhilfe Jemen." Weitere Informationen: hier  
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Agora und Bibliothek der Universität Jaume I (Wikipedia.en)

Einladung des Universitätsrektors Vicent Climent Jordà
Im Rahmen der Verleihung der Ehrendoktorwürde an Stephan Klasen
(Universität Göttingen)

und Alan Kirman (Universität Aix-en-Provence) 


„Heu confirmat la vostra assistència a l'acte acadèmic d'investidura del grau de Doctorat Honoris Causa de l'UJI de l'Excm. Sr. Stephan Klasen i de l'Excm. Sr. Alan Kirman que tindrà lloc demà, 19 d'abril a les 18 h al Paranimf. Com que formeu part de la comitiva acadèmica, us agrairíem que, per si qualsevol motiu, no podeu assistir ens aviseu el més prompte possible. Així mateix, us informen que les portes del Paranimf s'obriran a les 17 h i que, seria convenient que estiguéreu no més tard de les 17:50 h revestits.
Moltes gràcies per la vostra col·laboració i fins demà.
Una salutació cordial,
Gabinet del Rectorat

El rector de la Universitat Jaume I es complau a convidar 
el Sr. Eckhard Freyer,  
al solemne acte acadèmic d'investidura del grau de doctorat
honoris causa d'aquesta Universitat de l'Excm. Sr. Stephan Klasen 
que se celebrarà el dijous 19 d'abril de 2018, a les 18 hores,
al Paranimf de la Universitat Jaume I.
___________________________________________________________________________

DESENVOLUPAMENT DE L'ACTE (Programm)
--- Obertura de l'acte a càrrec del rector (Eröffnung).
--- Lectura de l'acta de nomenament com a doctor honoris causa
    de l'Excm. Sr. Stephan Klasen a càrrec del secretari general.
--- Laudatio a càrrec del professor Celestino Suárez, catedràtic d'Economia Aplicada.
--- Investidura i lliurament del títol i els atributs (Verleihunszeremonie).
--- Lectio del nou doctor honoris causa (Vorlesung des neuen Ehrendoktors).
--- Lectura de l'acta de nomenament com a doctor honoris causa
    de l'Excm. Sr. Alan Kirman a càrrec del secretari general.
--- Laudatio a càrrec de la professora María Aurora García,
     catedràtica de Fonaments de l'Anàlisi Econòmica (Laudatio Prof. María Aurora García).
--- Investidura i lliurament del títol i els atributs (Verleihungszeremonie.
--- Lectio del nou doctor honoris causa (Vorlesung des neuen Ehrendoktors)
--- Cloenda de l'acte a càrrec del rector (Schlussakt durch den Rektor der Universität).

Més informació: Gabinet de Rectorat. Tel.: 964 729 017 | rectorat@uji.es







Donnerstag, 22. Oktober 2020

Baha'i-Religion: Der Báb als Vorläufer und Bahá'u'lláh - Gedenktage

Symbolik der Baha'i: hier
Der "Bab" (1819 - 1850)


Für die Baha´i-Anhänger ist der
        23. Mai als Jahrestag     
              der "Erklärung des Báb"
in jedem Jahr ein bedeutendes Datum für die Glaubenstradition der Baha'i.


Der "Bab" gab den Anstoß für die Gründung der Baha´i-Religion. Er wurde als Seyyed ʿAli Muhammad Schirazi am 20. Oktober 1819 im persischen Schiraz geboren. 2019 = 200. Geburtstag !

Bekannt wurde er unter seinen

Ähnlich wie Johannes der Täufer im Christentum -  verstand er sich als Vorläufer eines großen zu erwartenden Gesandten, nämlich Bahá'u'lláh.
Er machte seinen Sendungsauftrag 1844 bekannt. Dies brachte ihm das Martyrium ein.
Er wurde am 9. Juli 1850 in Täbris hingerichtet. Der 9. Juli  ist darum zum Gedenktag geworden.

Bahá'u'llah (1817 - 1892)
Der eigentliche Gründer der Baha'i-Religion, Mirza Husain-ʿAli Nuri mit dem Ehrentitel Bahá'u'llah (= Herrlichkeit Gottes). Er wurde am 12. November 1817 in Teheran als Sohn einer reichen und angesehenen Familie geboren. Darum feiert man an diesem Tag auch als Erinnerung.  Bahá'u'llah sah sich als verheißener Offenbarer des Einen liebenden Schöpfergottes. Seine Botschaft brachte ihn in Konflikt mit dem Osmanischen Reich.
Er starb in der Verbannung in Akko am 29. Mai 1892
Dieser Tag ist darum für die Baha'i-Gläubigen ein besonderer Anlass des Gedenkens.

Vgl. auch Rídvan, Erinnerung an den Garten, in dem Baha'u'llah auf dem Weg von Bagdad nach Istanbul Station machte.




Dienstag, 20. Oktober 2020

IRB-Newsletter-Archiv seit Dezember 2018


Die IRB-Newsletter und Festgrüße seit 2020 informieren über Aktualisierungen auf diesen Blogs:
--- Nachrichten und Nachdenkenswertes >>>
--- Vorstellung neuerer Bücher und Medien -
     Aktuelle Monatsübersichten >>>
--- Rückblicke und Orientierungen: BLICKPUNKTE >>>


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Weihnachtsbrief 2018
Liebe Freundinnen und Freunde des interreligiösen Dialogs!

Angesichts der Unruhe in der Welt möchten wir Ihnen/Euch
mit unserem Weihnachtsgruß einige Gedanken der Besinnung schicken :
Man braucht nur auf die Links zu klicken:

--- Ikonen sind wie Fenster,
die zum Göttlichen hin offen stehen
... (Frère Roger):

https://an-deutungen.blogspot.com/2018/12/frere-roger-ikonen-sind-wie-fenster.html

--- Nicht nur an Weihnachten sind Engel unterwegs:
https://religiositaet.blogspot.com/2018/12/engel-unterwegs.html

Mit den Ikonen-Bildern und meditativen Gedanken
möchten wir Ihnen/Euch auf diesem Wege eine Zeit lichtvollen Segens
wünschen. Das kommende Jahr möge für Sie/Euch ein Ermutigendes werden.


Mit diesen Anklängen an die göttliche Nähe im Menschen
grüßen wir Sie/Euch ganz herzlich zu den kommenden Festtagen.
Karin und Reinhard Kirste

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Versendung von Festgrüßen an VertreterInnen dieser Religionen:

Sonntag, 18. Oktober 2020

Karl-Josef Kuschel - religionsökumenische Weite (aktualisiert)

 Karl-Josef Kuschel (geb. 1948 in Oberhausen) ist nicht nur Schüler von Hans Küng und kontinuierlicher Mitarbeiter an dessen Weltethos-Projekt, sondern er hat in eigenständiger Weise auch Küngs dialogisches Anliegen weitergeführt. 

Als katholischer Theologe lehrte er von 1995 bis 2013 Theologie der Kultur und des interreligiösen Dialogs an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Tübingen und engagierte sich im Bereich der christlich-ökumenischen Forschung.
Von 1995 bis 2009 war er auch Vizepräsident der Stiftung Weltethos, wirkte dann als Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Stiftung Weltethos und gehört seit 2012 zum Kuratorium der Stiftung.
Inzwischen wurde er auch Präsident der Hermann-Hesse-Gesellschaft.

Allein diese kurzen biografischen Hinweise signalisieren den Schwerpunkt von Kuschels Forschungs-, Vortrags- und Begegnungstätigkeit.

Er hat diese Bereiche in entsprechenden „Schlüsselwerken“ dokumentiert:
So ist eine  Theologie der Kultur entstanden - unter literaturwissenschaftlichen,
theologischen, ethischen und poetischen Gesichtspunkten
mit einfühlsamen Präsentationen von Schriftstellern und Dichtern.
Diese stammen überwiegend aus dem deutschen Sprachraum.
Es sei hier nur an seine sorgsame und zugleich
spannende Auseinandersetzung mit Heinrich Heine,
Rainer Maria Rilke (mit Bezug auf Buddha),  Thomas Mann,
Walter Jens und seinem Lehrer Hans Küng erinnert.  















Sein von Kompetenz und Dialog geprägtes theologisches Lebenswerk war der ehrenvolle Anlass, Karl-Josef Kuschel am 31. Juli 2019 in Salzburg mit dem Theologischen Preis der Salzburger Hochschulwochen auszuzeichnen.
Der Augsburger Religionspädagoge Georg Langenhorst hielt die Laudatio: 

--- Theologie im Dialog und für den Dialog.
      Laudatio für Karl-Josef Kuschel zur Verleihung des
      Theologischen Preises..

--- Karl-Josef Kuschel: Gottesleidenschaft.
      Denken und Glauben im Gespräch mit Literaturen und Religionen.
      Dankesrede nach Verleihung des Theologischen Preises.
Beide Texte in:
Martin Dürnberger (Hg. im Auftrag des Direktorium der Salzburger Hochschulwochen als Jahrbuch): Die Komplexität der Welt und die Sehnsucht nach Einfachheit.
Innsbruck-Wien: Tyrolia 2019, S. 131-144.145-165

Christoph Gellner und Georg Langenhorst
hatten übrigens ihr  Buch "Blickwinkel"
 
Karl-Josef Kuschel zum 65. Geburtstag gewidmet.
Denn hier kommen die beiden Seiten von Kuschels Denken
sehr schön zum Ausdruck: Literarische Texte und interreligiöses Lernen.

Antisemitismus und deutsche Demokratie.
Theodor Heuss und seine "Feldzüge gegen das Vergessen"..

Ostfildern: Patmos 2019, 448 S.
---
Verlagsinformation: hier

Im Blick auf den interreligiösen Dialog und den "Trialog" seien besonders erwähnt:

Typisch für Kuschels Bücher ist die klare und oft erzählerische Sprache - verbunden mit sorgsamer (literar-)wissenschaftlicher Recherche. Dadurch sind die Ergebnisse seiner Forschungsarbeit zugleich in eine angenehme Lesbarkeit gekleidet.

Beim interreligiösen Dialog setzt Kuschel, von seiner Arbeit am „Weltethos“ herkommend, einen trialogischen Schwerpunkt – immer mit dem Blick auf eine Weitung hin zu den anderen religiösen Traditionen. Neben der Person des Abraham hebt er Noah und den ihm und allen Menschen geltenden universalen noachitischen Gottesbund besonders hervor. Eine wirkliche hermeneutische Schlüsselrolle spielt natürlich Gotthold Ephraim Lessing in seiner wirkungsgeschichtlichen Bedeutung für den Toleranzgedanken und die Religionsgeschichte. 
Auf diese Weise werden die Lesenden in einen Kosmos eingeführt, der von der Kraft der Auseinandersetzung um Sinn- und Gottesfrage und von einem interreligiös unvoreingenommenen "Brückenbau" gleichermaßen geprägt ist.


Lieferbare Bücher von Karl-Josef Kuschel im Patmos-Verlag, Juni 2019