Sonntag, 20. Mai 2018

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2.  InterReligiöse Bibliothek (IRB) 
InterReligious Library - Bibliothèque InterReligieuse - Biblioteca InterReligiosa
 
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3.  (Inter)-Religiöse Einrichtungen
und Projekte
Berlin-Marzahn: Gärten der Welt - China

                                                                                                                                                                                                                
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Islam und Moderne - ein Widerspruch?

Unter diesem Thema fand am 17. Mai 2018 ein öffentliches Symposium am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI) statt.
Die Veranstalter-Kooperation:
Aus der Einladung
"Die Moderne gilt gemeinhin als Inbegriff der westlichen Zivilisation und wird häufig mit der Emanzipation von starren, religiösen Traditionen verbunden. Begriffe wie „Säkularisierung“ und „Rationalisierung“ sind kennzeichnend für ein derartiges Verhältnis von Religion und Moderne. Zudem prägen das Subjektivitätsprinzip und der darauf basierende Individualismus das Verständnis der modernen Kultur und ihrer normativen Ordnung, für die die Menschen- und Bürgerrechte von grundlegender Bedeutung sind. 
Viele zeitgenössische Muslime assoziieren mit der Moderne jedoch nichts Gutes. Sie fassen die Moderne vielmehr als ein militärisch-kulturelles Welteroberungsprojekt des Westens auf, denn sie erlebten die Europäer im Zuge der Kolonisation als technisch und militärisch überlegene Invasoren, die darauf abzielten, ihre Ressourcen auszubeuten und die islamische Identität zu zerstören. Das seit dem Anfang des 20. Jahrhunderts in manchen muslimischen Milieus anzutreffende religiöse Wiedererwachen lässt sich u.a. als eine Reaktion auf diese Erfahrung der westlichen Moderne verstehen. 
Die islamische Religion wird in diesem Kontext zunehmend politisiert – verbunden mit der Wiederbelebung religiöser Traditionen und Institutionen, die eine gewisse Authentizität hervorbringen und den normativen Universalitätsanspruch der westlichen Moderne zurückweisen. Träger des religiösen Wiedererwachens sind islamistische Akteure, die auf der Grundlage von Koran und Sunna die muslimische Identität politisieren und dadurch Menschen gegen die Moderne mobilisieren. Obwohl Islamisten und Salafisten die vom Westen getragene säkulare Moderne vehement ablehnen, nutzen sie ihre technischen und wissenschaftlichen Errungenschaften, um u.a. den Westen zu bekämpfen. So sind Islamisten keineswegs, wie oftmals behauptet wird, rückständige und mittelalterliche religiöse Fanatiker, sondern mit moderner Technik durchaus vertraut. Das, was sie ablehnen, sind die mit diesen Errungenschaften verbundenen Werte und Normen.

Andererseits sind seit Beginn des 20. Jahrhunderts verstärkt modernistische Bestrebungen im Diskurs muslimischer Intellektueller zu verzeichnen. Sie zielen darauf ab, sowohl dem traditionalistischen als auch dem islamistischen Gedankengut entgegenzutreten und ein zeitgemäßes Islamverständnis zu entwickeln. Dabei gilt als Prämisse, dass der Islam nicht in Widerspruch zur modernen Welt stehe, sondern mit Demokratie und Säkularismus sowie mit den als modern definierten Werthaltungen, Verhaltensweisen und Institutionen vereinbar sei. Durch die Migration von Muslimen nach Europa werden Muslime zunehmend mit Fragen nach der Kompatibilität von Islam und Moderne konfrontiert. So sind auch in Deutschland muslimische Intellektuelle bestrebt, neue Konzepte und Kompromisse im Verhältnis zwischen „religiös“ und „weltlich“ zu wagen und humanistisch geprägte, theologische Zugänge zu schaffen, die eine Versöhnung zwischen Islam und Moderne ermöglichen. Bislang waren die modernistischen Bestrebungen sowohl in islamisch geprägten Gesellschaften als auch in der europäischen Diaspora jedoch von begrenztem Erfolg. Warum ist dies so?"
Diesen Fragen stellten sich die Redner und Gesprächsteilnehmer/innen dieser Veranstaltung.



Die Moderation des Symposiums
 übernahm der Islamwissenschaftler
 Aladdin Sarhan (MFD) vom KWI. 

Es kamen diese Themenschwerpunkte zur Sprache:



Das Friedenspotenzial monotheistischer Religionen
zwischen Anspruch und Wirklichkeit 

Pfarrer Jörgen Klußmann (EAiR) erinnerte daran, dass Gewaltlosigkeit das zentrale Prinzip der Selbstorganisation einer modernen Gesellschaft ist.
Wie schwierig der Weg dorthin war und immer noch ist, zeigte er zum Einen an der Problematik eines christlich-theozentrischen Weltbildes, das das europäische Mittelalter beherrschte.
An der Geschichte des Islam von ihren Anfängen bis in die Moderne wurde zum Anderen deutlich, welche Dramatik die Eroberung Bagdads durch die Mongolen (1258) und die Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen (1453) für geopolitische Veränderungen spielten. Innerislamische Probleme und Auseinandersetzungen mit einem machtpolitisch orientierten Christentum zeigen die Hypothek der Geschichte angesichts christlich-islamischer Annäherungen in der Moderne.



Islam in Deutschland: 
Innerreligiöse Vielfalt
und Organisationsdruck
 

Der Islam- und Politikwissenschaftler sowie Mitarbeiter beim BAMF
Dr. Marwan Abou Taam (MFD), erinnerte in seinem Vortrag an die Problematik, wenn Gott als der letztgültige Souverän für heutiges politisches Handeln gesehen wird. Er verdeutlichte dies an den fünf
islamischen Hauptverbänden in Deutschland:
DITIB, Milli Görüs, ZMD, Ahmadiyya, VIKZ. 
In diesem Zusammenhang werden die Migrationsanteile in der Gesellschaft Deutschlands wichtig. Hier zeigt sich eine türkische Mehrheit bei den Zugewanderten. Aber auch die Bevölkerungszahlen aus Nordafrika, dem Nahen und Mittleren Osten, sowie aus Osteuropa und der ehemaligen Sowjetunion sind gestiegen.
Der Referent betonte, dass inner-islamische Konflikte zum Teil inner-ethnische Konflikte sind. Sie signalisieren damit zugleich, dass es hier um die Sicherstellung der eigenen (muslimischen) Identität geht.
Von daher gibt es kaum multiethnische Moscheen.
Um es auf den Punkt zu bringen: In Deutschland spiegelt der Islam südostanatolische Verhältnisse.
Letztlich zeigt sich in den konservativen Verbänden die Problematik einer reaktionären Moderne: formal modern, religiös rückwärts, fundamentalistisch gewandt.


Gott ist Friede - Islamische Theologie
zwischen Tradition und Moderne

Prof. Dr. Mouhanad Khorchide, Leiter des Zentrums für islamische Theologie in Münster und Mitbegründer des MfD, betonte, wie stark das Gottesbild von den jeweiligen Machtstrukturen der Gesellschaft bestimmt wird. Religion ist offensichtlich besonders anfällig für solche Strukturen.
Wenn nun die Allmacht Gottes als absolute Autorität (Omnipotenz) gesehen wird, geht dies eindeutig auf Kosten der Freiheit des Menschen. Ganz konkret spielte der Islamwissenschaftler am Ash'arismus  (vgl. Asch'ariya /wikipedia) als Staatsdoktrin die gefährlichen Folgen für ein autoritäres Gottesbild und für unabhängiges Denken durch. 

Dieser Tendenz folgte in gewisser Weise auch al-Ghazali (ca. 1056-1111).
Denn hier wird die Offenbarung gegen die Vernunft und die Theologie gegen die Philosophie ausgespielt
(vgl. Th. G. Schneiders: Deutschlandfunk, 09.12.2012).
Dagegen setzte Khorchide ein dialogisches Modell der Allmacht Gottes im Blick auf ein neuzeitliches Verständnis: Gott lässt Freiheit zu, denn die göttliche Macht schafft sich keine Marionetten. Die Erfahrung unserer (begrenzten) Freiheit wird zum Zeichen von Gottes absoluter Freiheit im Sinne eines Liebesverhältnisses von Gott - Mensch (vgl. Sure 5, bes. V. 54). Die menschliche Freiheit als Gesetz der Liebe zu verstehen, heißt, dass sich Gottes Freiheit in der Freiheit des Menschen verwirklicht. Diese kontinuierliche Korrelation Gott-Mensch lässt sich im Sinne von Sören Kierkegaards dialogischem Machtbegriff weiter bedenken.
(vgl. Georg Sans, SJ, in: Stimmen der Zeit).

Religion im säkularen Kontext der Moderne: Konfliktpotentiale und Humanisierungschancen

Prof. Dr. Jörn Rüsen, ehemaliger Leiter des Kulturwissenschaftliches Instituts Essen (KWI), hob die Bedeutung der wenig beachteten Zivilreligion hervor, die Jean Jacques Rousseau (1712-1778) mit seinem Gesellschaftsvertrag contrat social (1762) ins Spiel brachte. Er setzte sie in Kontrast der absolutistisch auftretenden Monotheismen. Darauf hat besonders der Ägyptologe Jan Assmann aufmerksam gemacht. Die Zielrichtung Rüsens ging dahin zu betonen, dass der Mensch nur begrenzten Zugang zu Wahrheit hat. Weil das so ist, entwickelt sich daraus kein Heilsweg ins Jenseits, sondern Erlösung zur Menschlichkeit. Damit erhält das Individuum eine gewisse Sakralität (so Hans Joas, vgl. Die Macht des Heiligen, Deutschlandfunk, 19.10.2017).
So wird die Zivilreligion nicht nur eine Humanismus-Chance, sondern dadurch kann sich der Mensch  auch selbst transzendieren. Religion in diesem Sinne wir zum Ort unserer Kultur.
Das hat bereits Goethe mit dem Schluss von Faust II deutlich gemacht und Marcel Proust in vielen Varianten gezeigt: "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit"
(br klassik /ard alpha, 16.10.2017).

CC

Samstag, 19. Mai 2018

Daniel Barenboim und das West-Eastern Divan Orchestra (aktualisiert)

Während einer Orchesterprobe in Sevilla, 2005
(Wikipedia)

 
Daniel Barenboim (geb. 1942) ist nicht nur ein berühmter Dirigent und Leiter der Staatsoper Berlin, sondern auch ein Brückenbauer der besonderen Art:
Als Musiker, Israeli und Jude hat er Grenzen der Ablehnung überschritten, um Signale des Friedens in den zerstrittenen Nahen Osten zu senden.  


Eine tiefe Freundschaft verband ihn mit dem ebenfalls
weltbekannten Literatur- und Kulturwissenschaftler,
Palästinenser und Muslim Edward Said (1935-2003).
Cambridge University Press
(UK & USA) 2000

Dieser hatte 1978 in seinem grundlegenden Werk
Orientalism westliche Deutungen des Orients
problematisiert:
"Der Orient, erschaffen durch den Okzident".
Aber es gibt neue Zugangsweisen:
Edward Said hat nämlich in einem Vortrag in London (2003) auf den symbolisch reichen Status von Palästina und Israel hingewiesen, ohne den eine solche Musik-Idee nicht hätte konkretisiert werden können; "... denn gerade weil die komplexe Frage selbst, deren Kernpunkt aus meiner Sicht das Ringen um die Menschenrechte der Palästinenser in einem durch die drei großen monotheistischen Religionen geheiligten Land ist, so viele fruchtbare Möglichkeiten bietet, ... haben wir handeln können."
(aus: Begleitheft zur DVD, S. 21 - s. Foto  unten, vgl. weitere Literatur zu Edward Said bei Perlentaucher 
und  seinen Essayband "Culture and Imperialism". New York: Vintage 1994). 
Gemeinsam haben der Israeli und der Palästinenser alte Denk- und Vorurteilsmuster aufgebrochen. So entstand eine sich verwirklichende Vision, die in ihrer Güte-Kraft bisher einmalig ist, nämlich das West-Eastern Divan Orchestra.
Nicht ganz zufällig geschah dies in Weimar während des Kulturhauptstadtjahres 1999 und in der Erinnerung an: Johann Wolfgang von Goethe Sein West-östlicher Divan ist eines der beeindruckendsten Zeichen der Welt-Literatur, um zu verdeutlichen, welcher Reichtum aus der Begegnung mit dem Orient fließen kann.  Ein naheliegender Brückenschlag erfolgte mit dem Blick auf das mittelalterliche (islamische) Andalusien, so dass sich Weimar und Sevilla hier geistig zusammenfanden.
(vgl. den Bericht in arte vom 20.08.2005)


Goethe-Hafis-Denkmal
in Weimar
Die Vision des West-östlichen Divan-Orchesters realisierte sich trotz vieler Widerstände mehr und mehr: Musiker aus Israel und Palästina "spielen vor" - und zwar in des Wortes originaler Bedeutung - wie Gräben des Misstrauens, des Hasses und der Zwietracht zugeschüttet werden können.
Die Reisen des Divan-Orchesters sind darum wahr-haftige Friedensmissionen und können anregen, dass jeder etwas mit seinen Möglichkeiten zur friedvollen Begegnung der Religionen und Kulturen bewirken kann.

Cover der DVD




Eine DVD mit der Dokumentation der rasanten Entwicklung des Divan-Orchester von  1999 - 2005 zeigt die Etappen auf, wie die Vision mehr und mehr Konturen gewann - in Weimar, Buchenwald, Berlin, Sevilla, Córdoba, Rabat, Genf, Ramallah, Jerusalem ... Das Ramallah-Konzert vom 21. August 2005 kann man vollständig nachhören. Die gewonnenen Preise für diese musikalische Friedensmission (z.B. Internationaler Emmy Award und ECHO Klassik 2006) scheinen nur noch anspornender gewirkt zu haben.

Baustelle der Barenboim-Said-Akademie
(Juni 2015)

Denn inzwischen hat die Barenboim-Said-Akademie (Bericht in rbb, 15.06.2015) für junge Musiker aus Nahost bereits das Richtfest hinter sich (Bericht der Berliner Zeitung vom 15.06.2015) und kürzlich ihre Eröffnung gefeiert. Auf der Rückseite der Staatsoper in Berlin entstand so ein musikalisch-multikultureller Lern- und Begegnungsort. Die ersten Studenten worden dort nun aufgenommen (Bericht der SVZ vom 07.12.2016).
Der inzwischen auch eingeweihte Pierre Boulez-Saal 
bietet vielfältige Möglichkeiten, das interkulturelle
Anliegen Barenboims noch weiter zu intensivieren.

Mehr zu Pierre Boulez (1925-2016): hier (wikipedia.en)

Eine optische Reise sowohl ins Orchester bei Proben und Aufführungen stellt der Bildband des von Anfang an zum Divan-Orchester gehörenden libanesischen Geigers  Georges Yammine dar:
Funkelnde Hoffnung. Das West-Eastern Divan-Orchestra und die Kraft der Musik / A Sperk of Hope. The West-Eastern Divan Orchestra and the Power of Music.
Hg./ed.: Daniel Barenboim.
Wiesbaden: Corso 2014 


"Die Musik verfügt wie keine andere Kunstform über die Fähigkeit, eine Vielfalt widerstreitender Gefühlslagen und Gedanken gleichzeitig auszudrücken
und in Harmonie zu bringen".
(Julia Spinola, aaO S. 9)




Lern-Zeit-Ort im Volksgarten Düsseldorf (aktualisiert)


An einem Zu-Gang zum Volksgarten hat Klaus Rinke (geb. 1939) ein Zeitfeld installiert: 24 Bahnhofsuhren auf unterschiedlich hohen Masten
- für jede Tagesstunde eine!

Sie entstanden übrigens zur Bundesgartenschau 1987.

Und je nachdem, wie die Betrachtenden blicken - es gibt immer wieder neue Zeitperspektiven. Bereits beim Gang von einer Uhr zur anderen, ist schon wieder eine neue Zeit ...
Durch solche Zeit-Zeiger aufmerksam geworden, kann nun ein Zeit-Gang durch den großen Südpark beginnen, zu dem der Volksgarten gehört.

Neue Ein-Blicke von Kunst und Natur im Südpark: hier

Eine weitere Zeit-Ansage: hier 

Weitere Lernorte: hier



ZEIT-anzeigen im ZEIT-Feld











                                Zeit vergeht nicht,                                        Zeit entsteht.






 CC

Donnerstag, 17. Mai 2018

Schawuot - das jüdische Wochenfest 2018

Das jüdische Wochenfest "Schawuot" bezieht sich
auf das praktische Verstehen der 10 Gebote. 

Es ist ursprünglich das Fest der ersten Ernte im Jahr.
So heißt es in  2. Mose 34,22 : 
"Das Wochenfest sollst du mit  den Früchten der ersten Ernte im Jahr halten.
Im Herbst feiert ihr dann die zweite Ernte."


 

Die göttlichen Segenskräfte der Tora, die Mose am Sinai empfing und der mit Gott geschlossene Bund werden im Ritual des Ernte-Danks immer wieder  bestätigt.
Religionsgeschichtlich hat sich u.a. aus diesen jüdischen Erfahrungen
das christliche Pfingstfest entwickelt. 

Schawuot 2018 beginnt am 19. Mai abends
 und endet am 21.Mai abends.



INTR°A – INFORMATIONEN, Mai 2018 (aktualisiert)


Liebe Dialog-Interessierte !

Es ist ein glückliches Zusammentreffen, 
dass vier Religionen im Mai 
fast gleichzeitig hohe Feste und 
intensive Feierphasen begehen: 
So möchten wir Religionen übergreifend den Freundinnen und Freunden dieser Glaubenstraditionen 
den himmlischen Segen wünschen. 
Zugleich hoffen wir darauf, dass die Versöhnungskraft, 
die die Friedenstexte von Koran und Bibel 
zum Ausdruck bringen, 
auch in der Praxis
umgesetzt werden mögen. 

Wir sind eingeladen, 
den göttlichen Geist der Barmherzigkeit im Alltag glaubwürdig weiterzutragen.



In letzter Zeit gibt es wieder wichtige Nachrichten zur Begegnung der Kulturen:
Ein besonders schönes Zeichen ist, dass die UNO-Vollversammlung auf Vorschlag des
Alawiyya-Sufi-Ordens den 16. Mai zum ersten Mal als
Internationalen Tag des Zusammenlebens in Frieden ausgerufen hat.
Details: https://intra-tagebuch.blogspot.de/2018/05/internationaler-tag-des-zusammenlebens.html
Wie üblich hier wieder eine Auswahl aktueller Nachrichten: https://religiositaet.blogspot.de/2017/07/neuigkeiten-und-nachdenkenswertes.html
Besonders hervorheben möchten wir hier jedoch einen beeindruckenden Bericht über eine interreligiöse Schule auf Sumatra (Indonesien), den wir erst jetzt gefunden haben:
https://www.bernerzeitung.ch/ausland/asien-und-ozeanien/Eine-Schule-gegen-Rassismus-und----Intoleranz/story/18163198
Und natürlich gibt es auf dem Buchmarkt interessante Neuerscheinungen, die das interreligiöse Zusammenleben in Geschichte und Gegenwart betreffen.
Hier die Auswahl des Monats Mai

Die Publikationshinweise unserer Mitglieder 
sind inzwischen wieder recht zahlreich geworden: 
https://web-intra.blogspot.de/2018/03/veroffentlichungen-von-intra.html
Übrigens: Unser Mitglied Dr. Bekir Alboga ist inzwischen in der Türkei für die AKP tätig ...
Ergänzend sei angemerkt, dass unser Mitglied, Prof. Dr. Leonard Swidler (geb. 1929 !) in Kürze ein Buch über Drei-Jesus-Gewissheiten veröffentlichen wird: Pazifismus, Feminismus und die ersten christlichen Gemeindegründerinnen.



Alle wichtigen Informationen findet man wie üblich auch über die INTR°A-Homepage: hier
Wir grüßen alle herzlich  -  Karin und Reinhard Kirste
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Grußwort des EKD-Ratsvorsitzenden
 Heinrich Bedford-Strohm zum Ramadan 2018

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Grußwort von Prof. Dr. Johannes Lähnemann
Vorsitzender Religionen für den Frieden (RfP) Nürnberg


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde von
Religionen für den Frieden/RfP !

Mit diesem Schreiben möchte ich allen unseren muslimischen Freundinnen und Freunden einen gesegneten Fastenmonat wünschen, der ihnen gerade in der Mitte des Jahres viel zumutet, ihnen aber auch Kraft zur Erneuerung schenkt.
In vielen Gesprächen mit ihnen habe ich erfahren, was diese Wochen für sie bedeuten:
  • als ein Zeichen freiwilligen Verzichts, das sie aus der Überzeugung ihres Glaubens und aus innerer Freiheit heraus  setzen;
  • als Zeichen der Solidarität mit den Hungernden und Notleidenden auf der Erde, denen Ihr persönlicher Einsatz gilt wie auch die Gaben, die Sie spenden;
  • als Zeit der geistlichen Konzentration, der Besinnung auf das Zentrale Ihrer Heilserfahrung, das ihnen besonders in der Herabsendung des Koran begegnet;
  • als Gelegenheit, gemeinsam das tägliche Fastenbrechen zu feiern und großzügige Gastfreundschaft zu üben, auch über die eigene Religionsgemeinschaft hinaus;
  • als Zeit der inneren und äußeren Umkehr von unheilvollem Verhalten, als Gelegenheit, Vergebung zu gewähren und selbst zu erfahren.
Wie sehr möchten wir wünschen, dass von den Hunderten Millionen Gläubigen, die sich bemühen, diesen Weg zu gehen, auch eine Ausstrahlung ausgeht in die Auseinandersetzungen und die Konfliktregionen, besonders im Nahen Osten, die unser aller Herz bewegen.
Mit vielen herzlichen Grüßen
Ihr Johannes Lähnemann

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