Dienstag, 30. August 2016

Inter-Religiöse Räume der Stille (aktualisiert)

Flughafen Nizza
Skulptur von Max Cartier (1990)
Es gibt inzwischen eine beachtliche Zahl von Räumen der Stille, des Gebets und der Andacht, die für alle Konfessionen und Religionen offen sind. Ihre Gestaltung nimmt teilweise beeindruckend die multireligiöse und multikulturelle Situation unserer Gesellschaft auf.

Diese Orte sind darum meist nicht nur einer Religion oder Weltanschauung gewidmet, sondern haben Platz für alle.
So findet man z.B. am geschichtsträchtigen Brandenburger Tor in Berlin einen solchen Raum der Stille. Viele Kliniken, Sportstadien, Parlamente, Flughäfen, Bahnhöfe, Universitäten ... haben sich mit ihren Andachtstätten allen Religionen geöffnet.
In diesen Räumen der Stille kommt der Respekt vor den anderen Glaubenstraditionen durch die Ausgestaltung mit Bildern, Lichtinstallationen oder Symbolen zum Ausdruck. Gespräche und spirituelle Begleitung sind möglich.


Hier einige Beispiele:


 Weiteres Material zum Verständnis
 von "heiligen" Räumen


Neuere Beispiele und Auseinandersetzingen

Literaturhinweise

Sonntag, 28. August 2016

Komturei-Kirche Mücheln: Steinernes Zeugnis der Templergeschichte (aktualisiert)

Komturei-Kapelle im Templerhof
Die Kreuzzüge veränderten Europa in einem bisher nie gewesenen Maße. Die Kreuzfahrer wurden von monastisch organisierten Bruderschaften begleitet. Große Bedeutung erlangten einige dieser karitativ und militärisch wirkenden Orden, z.B.:
Nach dem Ende der Kreuzzüge und dieser weithin gewalttätigen Begegnungen zwischen Orient und Okzident  hatte der straff organisierte Templerorden nicht nur erhebliches politisches Gewicht, sondern dank seines Vermögens und Landbesitzes internationalen wirtschaftlichen Einfluss gewonnen. 
Zugleich wirkten die Templer auf Kirche und Staat als geheimnisvolle Parallelgesellschaft, um die sich auch noch der Mythos vom Heiligen Gral rankte. Nach dem Verlust des Heiligen Landes wirkte das Templer-Imperium so bedrohlich, dass es - verstärkt durch üble homosexuelle Verdächtigungen -  zu einem Vernichtungsfeldzug gegen die Templer in Frankreich und Katalonien kam. Dieser endete 1312 mit der Aufhebung des Ordens und 1314 mit der Hinrichtung des letzten Ordensmeisters Jakob von Molay. 

Nicht nur im Nahen Osten zeugen bis heute die architektonischen Großbauten von Kirchen und Burgen und die vielen Kunstwerke von der Macht der Templer. Auch im südlichen Europa sind ihre Spuren zahlreich. Selbst in Deutschland lässt sich Erstaunliches entdecken. Das gilt besonders für die 1269 entstandene Komturei Mücheln bei Wettin an der Saale. Hier steht die einzige vollständig erhaltene Templerkapelle.



Chorraum der Templerkapelle Mücheln



Leuchter mit Templer-Kreuz
 und Sakramentsnische



Templerkreuz auf der Glocke
(auf dem Dachboden)

Empore mit Madonnenfresko in der Mitte




Aufgang zur Empore


Dachboden mit Lichtsymbolik (Trinität ?)


Erläuterungen zur Geschichte und
zur Symbolik der Kapelle




Bogen-Ornamantik (Südseite)



Montag, 22. August 2016

Umgang mit der (religiösen) Vergangenheit - Maghreb und arabische Welt heute (aktualisiert)

Die geopolitischen Veränderungen im Mittelmeerraum und dem Mittleren Osten, bringen ungewohnte Herausforderungen. Diese betreffen Europa allein durch die Tatsache, dass die Südseite und die Nordseite des Mittelmeeres durch Jahrhunderte lange Verflechtungen in vielfältiger Weise verbunden sind. Die Flüchtlingswelle über das Mittelmeer hat diese Situation nun noch verschärft
(vgl. Hintergrundsbericht - Deutsche Welle 24.04.2016).


Der Mahgreb rückt darum verstärkt in den Fokus der Berichterstattung. Nordafrika ist darum auch  Thema eines Heftes "Aus Politik und Zeitgeschichte" (APuZ), 66. Jg. Nr. 33-34 (15.08.2016), 52 S.:
mit Beiträgen zur Geschichte, Aufbruch der Frauen, Libyen, Mauretanien, Marokko, Algerien und Frankreich.
Download des Heftes "Maghreb": hier 


Schon 2013 hatte sich die Kulturzeitschrift des Goethe-Instituts,  Fikrun wa Fann ("Kunst und Gedanke") mit der Nr. 98 einem brisanten Thema gewidmet: Vergangenheitsbewältigung. Was für Deutschland nach 70 Jahren aber auch für den Nachbarn Polen immer noch ein Thema ist, betrifft die Staaten des Maghreb, des Nahen und Mittleren Ostens gegenwärtig in besonderer Weise.

Die hier vorgelegten Essays und Berichte von kompetenten Kennern zeichnen ein differenziertes und nachdenklich machendes Bild von der Situation im Süden und Osten des Mittelmeers.

Im Editorial schreibt der Islamwissenschaftler
Stefan Weidner:
"Nur wenige Gesellschaften haben das Glück, eine wirklich unproblematische, gewaltfreie Vergangenheit zu haben ... Mehr ...

Hier die Themenübersicht mit den Links zu den Beiträgen
  • Bewältigung der Vergangenheit durch Politik und Recht
  • Über die Erinnerung stolpern -
    Das NS-Dokumentationszentrum in Köln 
  • Erinnerung - aber wie? Polen als Beispiel der Vergangenheitsbewältigung
    eines Opferstaates
     
  • Sich dem Schmerz des Feindes stellen.
    Arabische Reaktionen auf den Holocaust
  • Vergangenheitsbewältigung braucht Demokratie
    - Demokratie braucht Vergangenheitsbewältigung
     
  • Blick zurück nach vorn. Marokko ringt um sein postkoloniales Selbstverständnis
  • Die zusammengesetzte Vergangenheit der Zukunft - Ein Interview 
  • Der Kampf um das historische Gedächtnis in Ägypten
    Vgl. Dialog-Journal:
    Christentum im Orient - zwischen Duldung und Verfolgung
  • Vergangenheitsbewältigung in der iranischen Literatur
    seit der islamischen Revolution
     
  • Syrien: Das Erbe der Baath-Partei und Assad-Regime.
    Herausforderungen der Übergangsphase und die Gefahr des Bürgerkriegs

    Vgl. Dialog-Journal vom 13.01.2013: Ein Staat zerfällt ...
Kunst und Kultur

 


Samstag, 20. August 2016

LERNORT: Worms - Zentrum religiöser Veränderungen (aktualisiert)

Wormser Dom - Westseite
Die Stadt Worms hat eine lange intensive Geschichte, die zugleich  ihre Bedeutung auch als multireligiöse Stadt hervorhebt. Schon durch die Römer, aber verstärkt in der Architektur der Romanik begegnen  ausführlich Orient und Okzident. 
Worms war im Mittelalter Zentrum jüdischen Geisteslebens mit so berühmten Persönlichkeiten wie dem Talmud-Kommentator Raschi - Rabbi Salomon Ben Isaak ( =  Rashi von Troyes - 1040-1105).

Worms gehörte auch zu den nach den jüdischen Namen genannten SchUM-Städten Mainz und Speyer (Hebräische Anfangsbuchstaben: Sch = Speyer / U = Worms / M = Mainz) 
Mehr zur zu den SchUM-Städten in:
Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz (Hg.):
Blätter zum Land Nr. 03/2013, 8 S.: hier


1521 erlebte die Stadt mit dem Auftritt Martin Luthers vor dem Reichstag in Worms ihren ersten großen Höhepunkt in der Reformation.


Und noch mehr:
Die lange Geschichte der Stadt Worms


WEITERE RELIGIÖSE  L E R N O R T E 


Montag, 1. August 2016

August-Ausgabe 2016 von Tà katoptrizómena ------------------ Das Leben ist kurz - die Kunst lang





Vita brevis ars longa


Heft 102 





Vita brevis ars longa
Zum 75. Geburtstag von Hans-Jürgen Benedict
Christoph Störmer
Der Theologieprofessor
Für Hans-Jürgen Benedict zum 75. Geburtstag
Horst Schwebel
In Geschichten verstrickt ... Jörg Herrmann und Andreas Mertin
Die sieben Werke der Barmherzigkeit
Ein Beispiel diakonischer Kunst - wiederbetrachtet
Andreas Mertin
Udos Evangelium und das Ende der Ironie
Religionshermeneutische Notizen zu Benjamin von Stuckrad-Barres autobiographischem Buch „Panikherz“
Jörg Herrmann
Predigt des Löwen --- Über Péter Esterházys Roman „Die Markus-Version“
Wolfgang Vögele

RE-VIEW

Ars bene moriendi
Assoziationen von Marilyn Monroe beim Gang durch diverse Ausstellungen
Barbara Wucherer-Staar
Ars brevis
Die kleine Ewigkeit der Kunst
Andreas Mertin
Steve Jobs und Apple
Gedanken zu einem – religiösen? – Phänomen unserer Zeit
Thomas O.H. Kaiser
Gelöscht --- Ein Kapitel deutscher Ausstellungsgeschichte
Karin Wendt
E.N.D.E.
Zur aktuellen Ikonographie des Religiösen IX
Andreas Mertin
Unter Beteiligung X
Kurzvorstellungen
Andreas Mertin

POST

Stromae - Ein Meister der Ambiguitäten ---Vorstellungen ausgewählter Videoclips XLVI
Andreas Mertin

Was ich noch zu sagen hätte
Das Blogsurrogatextrakt XVII
Andreas Mertin

POST IT

Die Eule der Minerva - Das Museum des Magazins
Videoclipblog - Videos kurz vorgestellt
Kurz und Gut - Thematische Kurzfilme im Blick
Katoptrizomena - Weblog des Magazins mit aktuellen Notizen
Lektüren - Auf dem Tisch der Redaktion
Das Magazin für Kunst, Kultur, Theologie und Ästhetik wird herausgegeben von
Andreas Mertin (Hagen) in Verbindung mit Jörg Herrmann (Hamburg),
Horst Schwebel (Marburg) und Wolfgang Vögele (Karlsruhe)


Es erscheint zweimonatlich.
ISSN 1616-8925

August-Newsletter der Charter For Compassion

                 Charter for Compassion


 A New Charter for Compassion Sector is Off and Running

The Women and Girls sector launches on Wednesday, August 3, 7 am PDT
with a conference call to explain the "why,"how," and "what" of the work that has been done and will be forthcoming. Of course, the growth of this sector is in the hands of all who commit to it.
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Register here to join in to learn more, commit to navigating the course of our involvement with the Charter and the success of our Compassionate Cities movement. Join the sector's lead, Sande Hart, the president of the Charter's Board of Director's, Rev. Dr. Joan Brown Campbell, Zareen Qureshi, executive director of Compassionate Pakistan and others. Tell your friends and colleagues, spread the word. In the words of Malala Yousafzai: "We cannnot succeed if half of us are held back."

Start Reading for the Charter's Next Global Read
The U.S motto is "E Pluribus Unam"--"out of many, one" - but you'd never know it now, says activist Mark Gerzon. The United States seems hopelessly divided. In the past, Americans could disagree without demonizing each other. But now healthy partisan debate has been replaced by brutal political brawling, where nothing but winning matters. Loyalty to party has replaced love of country. The solution, says Gerson, is to become transpartisan. This doesn't mean adopting a new set of political beliefs. "Transpartisan" is an adjective, not another "ism." You can be a transpartisan Democrat, a transpartisan Republican, or a transpartisan independent. It is about the how, not the what, a way of conducting politics and solving problems that is the opposite of the hyperpartisanship destroying our country.
Join in a presentation and discussion led by Mark Gerzon, author of The Reunited States of America. This should prove to be an interesting and important discussion for those from the US and the global community. Register now for the September 17, 9 am PDT call.

Welcome to New Partners and Schools
From Atlanta to Nairobi we are pleased to announce our new partner registrations for the week. By becoming a Partner of CCI, your group, organization or institution joins our "network of networks" to bring an awareness of compassion and compassionate action to everything we do as we do as we interact with other people and with our environment.
 
Each of the partners below has their own page on our website which includes a link back to their own work.  Learn more about each of them by clicking on their name.  You can learn a great deal more about our twelve sectors by visiting the Partner page on our website. Are you a member of a faith organization, business, educational institution or a healthcare or peace organization that isn't a partner to the Charter?  If so, please consider registering with the Charter.
Connecting and Nurturing the Heart of the Global Compassion Movement
 
Did you ever wonder what a typical work day is like with the Charter for Compassion? One thing certain is that we can say that there is no typical day.  During most days we are on the phone very early to participate in calls which most probably originate from Europe or Asia and then follow the clock through the US and then later in the day we might be involved in conference calls with our Asia and Pacific Healthcare hub in Hong Kong or with the Australian compassion campaign.  We continue work on revising the Islamophobic Guide, finding ways to promote the Green Charter or working with partners to explore ways of seeking funding to support our work. We are grateful for all of your contributions and hope you continue to donor to our work. 
Please consider donating to the Charter. 
 


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