Dienstag, 7. August 2018

Weltfriedenstag am 6. August: Hiroshima und Nagasaki - Nein zur Atombombe - Nein zum Krieg

Hiroshima,  zerstörtes Genbaku-Gebäude
als Friedensmahnmal
Der 2. Weltkrieg endete in Japan mit einer furchtbaren Katastrophe: Amerikanische Bomber
warfen am 6. August 1945 in Hiroshima und am 9. August 1945 in Nagasaki zum ersten Mal Atombomben ab, ehe die japanische Regierung am 2. September 1945 kapitulierte. 

Über 100.000 Menschen starben sofort. Die Folgen der Verletzungen und die tödlichen Wirkungen der atomaren Strahlung forderten bis Ende 1945 weitere 130.000 Opfer. In den folgenden Jahren starben immer noch viele Menschen an den Langzeitwirkungen der Atombombe. 
Eine Atombombe auf Hiroshima (mit Fotos) -
Bericht in Herodote.net (06.08.2018): hier

Es ist seitdem eine große Anzahl bewegender Berichte von Augenzeugen erschienen.
Eine besonders beeindruckende Geschichte ist jene des kleinen Mädchens Sadako, das der österreichische Jugendbuchautor Karl Bruckner aufgezeichnet hat. 


Karl Bruckner: Sadako will leben [1961].
Wien-München: Verlag Jugend und Volk
1990, 12. Aufl., 190 S.
Übersetzung in 22 Sprachen
und Veröffentlichungen in über 2 Millionen Exemplaren.
Neuauflage: Würzburg. Arena 2006
TB Arena life, 191 S.

Ausführliche Besprechung: hier

Die vierjährige Sadako erlebt in Hiroshima die Explosion der Atombombe. Nach 10 Jahren wird sie - wie viele andere - ebenfalls "strahlenkrank". Aber sie gibt die Hoffnung nicht auf. Eine japanische Legende erzählt, dass für diejenigen, die 1000 Kraniche in Goldpapier falten, ein sehnlicher Wunsch in Erfüllung geht. Sadako stirbt beim 989. Kranich ...
Kinderdenkmal in Hiroshima
mit Friedensglocke und
 goldenem Kranich




Im Friedensgarten von Hiroshima steht heute auch ein Kinderdenkmal: Auf der Spitze einer Atombombe sieht man Sadako mit einem Kranich. Und ein goldener Kranich hängt unter der Glocke als Zeichen, damit der Frieden Gestalt gewinne !


Kinderdenkmal: Der goldene Kranich
unter der Friedensglocke


Zeugnisse von Frauen, die den Atombombenabwurf von Hiroshima und Nagasaki überlebt haben: Testimonies of Hiroshima and Nagasaki: Women Speak Out for Peace
DVD 2009, Hg. Soka Gakkai International - in mehreren Sprachen - 

Trailer auf YouTube (UNO), 11 Min.: hier

Literaturliste des Netzwerks Friedenskooperative, Stand 2010: hier

Einige ältere Titel zur Erinnerung:
  • Helmut Erlinghagen: Hiroshima und wir.
    Augenzeugenberichte und Perspektiven.
    Frankfurt/M.: Fischer TB 4236, 1982, 127 S.
  • John Hersey: Hiroshima 6.8.1945, 8 Uhr 15. Vorwort: Robert Jungk.
    Frankfurt/M.: Athenäum, TB 140, 1989, 187 S.
  • Robert Jungk: Off limits für das Gewissen.
    Der Briefwechsel Claude Eatherly - Günther Anders.
    Reinbeck b. Hamburg: Rowohlt 1961 u.ö., 158 S.
  • Paul Takashi Nagai: Die Glocken von Nagasaki.
    Geschichte der Atombombe
    Aus dem Japanischen von Friedrich Seizaburo Nohara
    Kleinjörl b. Flensburg: G.E. Schroeder-Verlag 1980, 170 S.
  • Ito Narihiko / Siegfried Schaarschmidt / Wolfgang Schamoni (Hg.):
    Seit jenem Tag. Hiroshima und Nagasaki in der japanischen Literatur.
    Frankfurt/M.: Fischer TB 5862, 1984, 223 S., Karten
  • Edita Morris: Die Saat von Hiroshima. Roman.
    Berlin & Weimar: Aufbau-Verlag 1966, 136 S.
  • Arata Osada (Hg.): Kinder von Hiroshima. Japanische Kinder
     über den 6. August 1945. Aus dem Japanischen von Edith Rau.
    Frankfurt/M.: Röderberg 1985, 8. Aufl., 280 S., Karte
                                                                                     CC

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