Dienstag, 26. Juni 2018

Mile Prerad - Engagement in Holz und Stein

Der Künstler Mile Prerad (geb. 1946) stammt aus Bosnien, lebte und arbeitete von 1970-1992 in Menden/Sauerland und hat seit 1993 Rügen als seinen Wohnsitz gewählt. Seine Kunst in Holz und Stein ist engagiert und herausfordernd. 2016  bot er  dem Bundespräsidialamt in Berlin für den dortigen Park eine Skulptur "Frau mit Kopftuch" anzufertigen. Mit dieser Darstellung bezieht er sich bewusst auf die aktuellen Themen Integration, Flucht, Hoffnung und Religiosität. Leider wurde dieser Plan nicht realisiert.
  • Der Entwurf: "Frau mit Kopftuch, Granit, drehbar, zweiteilig
  • Geplante Höhe: etwa 2,20 Meter,
    i
    nklusive Sockel = 40 cm
  • Material: Schwedischer Granit, Gewicht
    etwa 3 Tonnen


Mehr zu  zu Leben und Werk von Mile Prerad: hier



Vgl.:  Mile Prerad - Eine Künstlerbiografie“
von Rico Nestmann und Ulli Brockfeld. 

V
erlag Nestmann Foto, 2011, 96 S., Abb. --- ISBN 978-3-934162-07-5 --- 



Großskulptur von 1987










Fundament des Lebens -
Skulptur von Mile Prerad
im Westfalenpark Dortmund

(in: golocal Dortmund, abgerufen: 09.09.2016)

























Skulpturen auf Rügen und in Stralsund
Seit 1993 lebt Mile Prerad mit seiner Frau auf Rügen.

Hier sind wie auch in Stralsund inzwischen viele Skulpturen aus Holz und Stein entstanden.


"Fischer" im Hafen von Breege/Wittow auf Rügen (2008) - Wikipedia - 



Cover des Rügen-Jahrbuchs 2014 mit
Granit-Skulptur "Die Welle" (2011)
vor dem Ozeaneum in Stralsund


Aus: RUGIA - Rügen-Jahrbuch 2014, S. 95:
Bei der Herstellung von über
1000 Herzen zum Jubiläum
des Ozeaneums Stralsund 


CC



Freitag, 22. Juni 2018

Interreligiöse Aktivitäten: Dialogue Institute / Journal of Ecumenical Studies (USA) - Juni/Juli 2018

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The Dialogue Institute/Journal of Ecumenical Studies in Philadelphia and the Study of the U.S. Institutes for Scholars would like to thank all of you for your ongoing support of our organization and the important work we do.

Founded more than 54+ years ago, we operate and support programs teaching the importance of religious pluralism, global ethics, and intercultural dialogue.

Once again, for the 5th consecutive year, we are hosting 16 foreign scholars in religious studies who will be traveling throughout the U.S. to learn more about our multi-culturalism and to teach us about their intercultural movements, trials, and successes.
        
As part of this diverse training program, we will be presenting
  3 public symposia in Arizona on June 25, Minnesota on July 2, and Philadelphia on July 6.

We have attached the flyers and public listing for each event and hope that you will attend. Each session will be unique in that different scholars will be presenting their current research.

We hope to see you there and we encourage you to support this effort in all the ways that you can. For further information about our work click
here.

Our important work would not be possible without friends like you.

Thank you,
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Philadelphia
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St. Paul
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Phoenix

Papst Franziskus beim Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK/WCC) zur Feier des 70jährigen Bestehens

Papst Franziskus bekommt als Geschenk ein Kreuz als Symbol für Behinderungen von kenianischem Künstler
ÖRK-Informationen, 21.06.2018


Papst Franziskus bekommt als Geschenk
ein Kreuz als Symbol
für Behinderungen von kenianischem Künstler

Auch wenn Karim Okiki aus Kenia als Kind sein Hör- und Sprechvermögen verlor, kann er immer noch gut schnitzen. Ein vom ihm geschnitztes Kreuz, das er Papst Franziskus bei dessen Besuch im Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK) schenkte, steht symbolisch für Menschen in der ganzen Welt mit Behinderungen. „Ich möchte, dass dieses Kreuz Papst Franziskus und alle Kirchen auf der Welt daran erinnert, Menschen mit Behinderungen in der Kirche willkommen zu heißen, insbesondere Taube und Schwerhörige“, sagte Okiki.
Papst Franziskus bekräftigt Verpflichtung der katholischen Kirche auf den Weg der Ökumene


Papst Franziskus bekräftigt Verpflichtung

der katholischen Kirche auf den Weg der Ökumene

Der Hunger nach materiellen Dingen mache den Menschen blind für seine Nächsten, und die Straßen der heutigen Welt seien voll von dieser Art der Gleichgültigkeit, hat Papst Franziskus heute in einer Predigt beim Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK) in Genf festgestellt. Im Ökumenischen Zentrum sprach Papst Franziskus von dem Weg zur christlichen Einheit hin und von den Fallstricken, die uns unterwegs aufhalten.
Besuch beim Ökumenischen Rat der Kirchen: Papst Franziskus trifft in Genf ein für eine „Reise Richtung Einheit“

Besuch beim Ökumenischen Rat der Kirchen: Papst Franziskus trifft in Genf ein

für eine „Reise Richtung Einheit“


Papst Franziskus ist auf seiner, wie er es ausdrückt „Reise Richtung Einheit“ in Genf eingetroffen, um das 70-jährige Bestehen des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) zu feiern. Der ÖRK vereint 350 protestantische, orthodoxe, anglikanische und andere Kirchen, die zusammen mehr als 550 Millionen Christen in über 120 Ländern vertreten.

Samstag, 16. Juni 2018

Mohammed Herzog - interreligiöser Brückenbauer in Berlin

Mohammed Herzog, der als Hartmut Herzog am 11.09.1944 geboren wurde, war ein Berliner Urgestein. Aus einer pietistischen Familie kommend, arbeitete er für den bekannten Baptistenprediger Billy Graham und für den CVJM. Mit den christlichen Glaubenslehren, besonders mit der Kreuzigung Jesu und der Trinität hatte er jedoch seine Schwierigkeiten.  Durch einen türkischen Bekannten kam er an eine Koranausgabe. Darin las er erleichtert, dass Jesus nicht am Kreuz gestorben ist, sondern ein großer Prophet war. Weitere Erfahrungen brachten ihn dazu, 1979 zum Islam zu konvertieren. Nun hieß er Mohammed. Im selben Jahr gründete er auch die "Islamische Gemeinschaft deutschsprachiger Muslime und Freunde des Islam Berlin e.V. Als Vorbeter und Moscheeführer lernten ihn viele in seiner unnachahmlichen Art kennen. Manche Zusammenhänge durchschaute er zu wenig, wie die Annahme eines Titels "Doctor of Divinity" der Universal Life Church zeigt. 2013 gab Herzog den Vorsitz  der Islamischen Gemeinschaft deutschsprachiger Muslime aus Krankheitsgründen auf.

Überblickt man sein engagiertes Leben als Ganzes, so kann man sagen, dass sein islamischer Glaube stets gegenüber allen Andersdenkenden immer von ausgesprochen herzlicher Toleranz geprägt war. Dialog und freundschaftliche Begegnung mit Menschen anderer Glaubenstraditionen blieb zeitlebens eine Herzensangelegenheit für ihn.
Mohammed Herzog verstarb am 18. Mai 2018 in Berlin.


Vgl.: Bericht in islam.de am 16.06.2018: hier

CC

Freitag, 8. Juni 2018

West-östlicher Divan in Iserlohn 1991 - 2018


Es begann 1991 im Büro des Flüchtlingsbeauftragten des Ev. Kirchenkreises Iserlohn. Dort traf sich regelmäßig ein interreligiöser Arbeitskreis, der sehr schnell einen erheblichen Zuspruch fand und darum in größere Räume wechselte. 
Der Name dieser Veranstaltung war zugleich Programm: 
"West-östlicher Divan Iserlohn - Baustelle Kulturbrücke". 
Seit dem Dezember 1992 wurde  die Reformierte Kirche in der Stadtmitte von Iserlohn zum Ort dieser Begegnungsveranstaltung der Religionen.  Zwischenzeitlich von 1997 - 1998 war  auch das Goethe-Institut der einladende Ort. Im Frühjahr 2002 nahm der Divan das freundliche Angebot der Ev. Akademie Iserlohn an, die Veranstaltungen in der Akademie-Kapelle stattfinden zu lassen.
Durch den Verkauf der Akademie brauchte der Divan eine neue Bleibe und wurde 2008 gastlich 
in die  Ev. Erlöserkirchengemeinde Iserlohn-Wermingsen aufgenommen.

Der Gedanke einer ständigen Baustelle Kulturbrücke angesichts der kulturellen und religiösen Vielfalt unserer Gesellschaft stand hinter diesen Begegnungen. Ein bestimmtes Thema kam jeweils besonders zur Sprache.
Unschwer ist zu erkennen, dass das Motto des Iserlohner Divans
von Johann Wolfgang von Goethe stammt:
Wer sich selbst und andre kennt
Wird auch hier erkennen:
Orient und Okzident
Sind nicht mehr zu trennen.
Sinnig zwischen beiden Welten
Sich zu wiegen lass ich gelten;
Also zwischen Ost- und Westen
Sich bewegen, sei’s zum Besten!“
                                                                              West-östlicher Divan, Nachtrag 1825/26

Diese Worte des Dichterfürsten zeigen die Verwobenheit des Westens mit dem Osten. „Unser“ Divan nahm diese Zusammengehörigkeit jedes Mal aktuell und grundsätzlich auf.

Das Wort Frieden in vielen Sprachen ...

Meistens begann der „Divan“ mit aktuellen Berichten, die oft durch Erfahrungen von „Betroffenen“ verstärkt wurden. Dazu kamen Vortrag und Rezitation von teilweise poetischen Texten aus anderen geografischen und spirituellen Landschaften. Wir nahmen das Hin- und Herwiegen aus Goethes Divan also fast wörtlich. Durch verschiedene Klänge und Lieder aus der christlichen Tradition und zuweilen auch der anderen Religionen wurde Musik selbst zu einer Brücke zwischen den verschiedenen Welten und weckte in den Hörenden oft unvermutete Erkenntnisse, welche multikulturelle und multireligiöse Bereicherung bedeuten. 

1. Preis des Ausländerbeirats der Stadt Iserlohn
 an den West-östlichen Divan 2002

Neben vielen vertrauten Gesichtern kommen immer wieder Interessierte neu hinzu. Sie bringen ihren unterschiedlichen biografisch-religiösen Hintergrund sozusagen mit und setzen sich dem fremden Bekannten und dem unbekannten und doch Vertrauten aus. Sie merken dabei, wie sie sich selbst verändern: Deutsche und Ausländer, Muslime, Christen, Anhänger der Baha’i-Religion, Marokkaner, Griechen, Iraner, Flüchtlinge aus Ex-Jugoslawien, Männer und Frauen.
Im Grunde hat mit diesem Divan eine geistige Wanderung, eine interreligiöse Pilgerreise begonnen, von der zu hoffen steht, dass sie dem Zusammenleben von Menschen verschiedener Glaubensweisen und damit auch der deutschen Gesellschaft in unserer Region zugute kommt.

Die letzten Divan-Termine und Themen: