Freitag, 29. Juni 2018

Die universale Kraft der Musik --- Weltmusik (aktualisiert)

Konzertpause im Pierre-Boulez-Saal
der Barenboim-Said Akademie Berlin (Dez. 2017)

Für die Begegnung der (monotheistischen) Religionen bietet nicht nur die Sprache, sondern auch die Musik viele Möglichkeiten. Im Mittelalter entwickelte sich auf der Iberischen Halbinsel eine Bühne der Vemittlung von jüdischen, christlichen und islamischen Elementen, aber auch im übrigen Europa gab es mehr interreligiöse Musikverbindungen, als man normalerweise vermutet.  So gehen inzwischen Musiker und Komponisten immer wieder auf Entdeckungsreise. Mehrere Gruppen haben vor einigen Jahren damit begonnen, solche interreligiösen Schätze aktualisierend ans Licht, besser ans Ohr zu bringen.

Solche Beispiele sind auch:
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Die Welt ist Klang: Joachim-Ernst Behrendt
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Helmut Rilling (2013, Wikipedia)
Helmuth Rilling (geb. 1933): 
Johann Sebastian Bach universal 


Helmuth Rilling:
Über die Zukunft geistlicher Musik ...  
(Planet Inerview, 29.05.2013)

Helmuth Rilling: Ein Leben mit J.S. Bach                                             
 
(Volkers Klassikseiten)
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Jordi Savall, WCRB, Mai 2018)
Jordi Savall (geb. 1941) 
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-- Musikalischer Brückenbauer 
zwischen Orient und Okzident -------------------------------------



  • A Harmony of Nations 
  • with Jordi Savall and Friends 
  •                                                                    (Classical Radio Boston, WCRB, 21.05.2018)
  •  
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    Renaissance, Barock, Aufklärung

    Übersicht
    1.  Daniel Barenboim und das West-Eastern-Divan Orchestra
    2.  TRIMUM - Chor für Juden, Christen und Muslime
    3.  Ensembles - Verbindung mehrer religiöser Traditionen4
    5.  Literaturanregungen

    1. Daniel Barenboim
    und das West-Eastern Divan Orchestra
      
    2. TRIMUM mit einem Chor
    für Juden, Christen und Muslime


    Die berühmte Stuttgarter Bachakademie als federführender Veranstalter hat von 2012 - 2014 dieses Projekt vorangetrieben. Seit 2015 wird es in Eigenregie geführt. Initiator und Promotor ist weiterhin  Bernhard König, der sich nicht nur als ehemaliger Konzertveranstalter, sondern seit längerer Zeit auch als Autor, Komponist und Interaktionskünstler die Musik als interreligiöse Kraft beeindruckend verdeutlicht.
    Vgl. bereits: Bernhard König im WDR 5 -Tischgespräch vom 02.10.2013


    TRIMUM - Spuren verdichteten interreligiösen Singens
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    3. Mehrere religiöse Traditionen Religionen sind Schwerpunkt dieser Ensembles: 
    Michael Gassmann (Hg.): Der eine Gott und die Vielfalt der Klänge
    --- (Besprechung in: CIG 20/2014)


    Bernhard König / Tuba Isik /Cordula Heupts (Hg.): Singen als interreligiöse Begegnung. Musik für Juden, Christen und Muslime. Beiträge zur Komparativen Theologie, Bd. 28. Paderborn: Schöningh 2016, 226 S.
    --- 
    Rezension: hier
        • Le Grand Livre des Musiques Sacrées du Monde.   
          Auteur / Autor: Gérard Kurkdjian
          Paris: Albin Michel 2016, 432 pp.
          Kurzvorstellung: hier 
        • Connaissance des Religions:
          No. 75-76 (janv-juin 2005), 314 pp.:

          Les pouvoirs de la musique.

          À l'écoute du sacré
        • Martin Petzoldt (Hg. im Auftrag
          des Kirchlichen Komitees Johann Sebastian  Bach 1985):

          Bach als Ausleger der Bibel.
          Theologische und musikwissenschaftliche Studien
          zum Werk Johann Sebastian Bachs.

          Göttingen: V & R 1985, 280 S.,
        • Cyrill Scott: Musik.
          Ihr geheimer Einfluss durch die Jahrhunderte.

          München: Hirthammer 1985, 275 S.

       CC-Lizenz (Creative Commons)

     


    Dienstag, 26. Juni 2018

    Mile Prerad - Engagement in Holz und Stein

    Der Künstler Mile Prerad (geb. 1946) stammt aus Bosnien, lebte und arbeitete von 1970-1992 in Menden/Sauerland und hat seit 1993 Rügen als seinen Wohnsitz gewählt. Seine Kunst in Holz und Stein ist engagiert und herausfordernd. 2016  bot er  dem Bundespräsidialamt in Berlin für den dortigen Park eine Skulptur "Frau mit Kopftuch" anzufertigen. Mit dieser Darstellung bezieht er sich bewusst auf die aktuellen Themen Integration, Flucht, Hoffnung und Religiosität. Leider wurde dieser Plan nicht realisiert.
    • Der Entwurf: "Frau mit Kopftuch, Granit, drehbar, zweiteilig
    • Geplante Höhe: etwa 2,20 Meter,
      i
      nklusive Sockel = 40 cm
    • Material: Schwedischer Granit, Gewicht
      etwa 3 Tonnen


    Mehr zu  zu Leben und Werk von Mile Prerad: hier



    Vgl.:  Mile Prerad - Eine Künstlerbiografie“
    von Rico Nestmann und Ulli Brockfeld. 

    V
    erlag Nestmann Foto, 2011, 96 S., Abb. --- ISBN 978-3-934162-07-5 --- 



    Großskulptur von 1987










    Fundament des Lebens -
    Skulptur von Mile Prerad
    im Westfalenpark Dortmund

    (in: golocal Dortmund, abgerufen: 09.09.2016)

























    Skulpturen auf Rügen und in Stralsund
    Seit 1993 lebt Mile Prerad mit seiner Frau auf Rügen.

    Hier sind wie auch in Stralsund inzwischen viele Skulpturen aus Holz und Stein entstanden.


    "Fischer" im Hafen von Breege/Wittow auf Rügen (2008) - Wikipedia - 



    Cover des Rügen-Jahrbuchs 2014 mit
    Granit-Skulptur "Die Welle" (2011)
    vor dem Ozeaneum in Stralsund


    Aus: RUGIA - Rügen-Jahrbuch 2014, S. 95:
    Bei der Herstellung von über
    1000 Herzen zum Jubiläum
    des Ozeaneums Stralsund 


    CC



    Freitag, 22. Juni 2018

    Interreligiöse Aktivitäten: Dialogue Institute / Journal of Ecumenical Studies (USA) - Juni/Juli 2018

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    The Dialogue Institute/Journal of Ecumenical Studies in Philadelphia and the Study of the U.S. Institutes for Scholars would like to thank all of you for your ongoing support of our organization and the important work we do.

    Founded more than 54+ years ago, we operate and support programs teaching the importance of religious pluralism, global ethics, and intercultural dialogue.

    Once again, for the 5th consecutive year, we are hosting 16 foreign scholars in religious studies who will be traveling throughout the U.S. to learn more about our multi-culturalism and to teach us about their intercultural movements, trials, and successes.
            
    As part of this diverse training program, we will be presenting
      3 public symposia in Arizona on June 25, Minnesota on July 2, and Philadelphia on July 6.

    We have attached the flyers and public listing for each event and hope that you will attend. Each session will be unique in that different scholars will be presenting their current research.

    We hope to see you there and we encourage you to support this effort in all the ways that you can. For further information about our work click
    here.

    Our important work would not be possible without friends like you.

    Thank you,
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    Philadelphia
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    St. Paul
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    Phoenix

    Papst Franziskus beim Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK/WCC) zur Feier des 70jährigen Bestehens

    Papst Franziskus bekommt als Geschenk ein Kreuz als Symbol für Behinderungen von kenianischem Künstler
    ÖRK-Informationen, 21.06.2018


    Papst Franziskus bekommt als Geschenk
    ein Kreuz als Symbol
    für Behinderungen von kenianischem Künstler

    Auch wenn Karim Okiki aus Kenia als Kind sein Hör- und Sprechvermögen verlor, kann er immer noch gut schnitzen. Ein vom ihm geschnitztes Kreuz, das er Papst Franziskus bei dessen Besuch im Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK) schenkte, steht symbolisch für Menschen in der ganzen Welt mit Behinderungen. „Ich möchte, dass dieses Kreuz Papst Franziskus und alle Kirchen auf der Welt daran erinnert, Menschen mit Behinderungen in der Kirche willkommen zu heißen, insbesondere Taube und Schwerhörige“, sagte Okiki.
    Papst Franziskus bekräftigt Verpflichtung der katholischen Kirche auf den Weg der Ökumene


    Papst Franziskus bekräftigt Verpflichtung

    der katholischen Kirche auf den Weg der Ökumene

    Der Hunger nach materiellen Dingen mache den Menschen blind für seine Nächsten, und die Straßen der heutigen Welt seien voll von dieser Art der Gleichgültigkeit, hat Papst Franziskus heute in einer Predigt beim Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK) in Genf festgestellt. Im Ökumenischen Zentrum sprach Papst Franziskus von dem Weg zur christlichen Einheit hin und von den Fallstricken, die uns unterwegs aufhalten.
    Besuch beim Ökumenischen Rat der Kirchen: Papst Franziskus trifft in Genf ein für eine „Reise Richtung Einheit“

    Besuch beim Ökumenischen Rat der Kirchen: Papst Franziskus trifft in Genf ein

    für eine „Reise Richtung Einheit“


    Papst Franziskus ist auf seiner, wie er es ausdrückt „Reise Richtung Einheit“ in Genf eingetroffen, um das 70-jährige Bestehen des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) zu feiern. Der ÖRK vereint 350 protestantische, orthodoxe, anglikanische und andere Kirchen, die zusammen mehr als 550 Millionen Christen in über 120 Ländern vertreten.

    Samstag, 16. Juni 2018

    Mohammed Herzog - interreligiöser Brückenbauer in Berlin

    Mohammed Herzog, der als Hartmut Herzog am 11.09.1944 geboren wurde, war ein Berliner Urgestein. Aus einer pietistischen Familie kommend, arbeitete er für den bekannten Baptistenprediger Billy Graham und für den CVJM. Mit den christlichen Glaubenslehren, besonders mit der Kreuzigung Jesu und der Trinität hatte er jedoch seine Schwierigkeiten.  Durch einen türkischen Bekannten kam er an eine Koranausgabe. Darin las er erleichtert, dass Jesus nicht am Kreuz gestorben ist, sondern ein großer Prophet war. Weitere Erfahrungen brachten ihn dazu, 1979 zum Islam zu konvertieren. Nun hieß er Mohammed. Im selben Jahr gründete er auch die "Islamische Gemeinschaft deutschsprachiger Muslime und Freunde des Islam Berlin e.V. Als Vorbeter und Moscheeführer lernten ihn viele in seiner unnachahmlichen Art kennen. Manche Zusammenhänge durchschaute er zu wenig, wie die Annahme eines Titels "Doctor of Divinity" der Universal Life Church zeigt. 2013 gab Herzog den Vorsitz  der Islamischen Gemeinschaft deutschsprachiger Muslime aus Krankheitsgründen auf.

    Überblickt man sein engagiertes Leben als Ganzes, so kann man sagen, dass sein islamischer Glaube stets gegenüber allen Andersdenkenden immer von ausgesprochen herzlicher Toleranz geprägt war. Dialog und freundschaftliche Begegnung mit Menschen anderer Glaubenstraditionen blieb zeitlebens eine Herzensangelegenheit für ihn.
    Mohammed Herzog verstarb am 18. Mai 2018 in Berlin.


    Vgl.: Bericht in islam.de am 16.06.2018: hier

    CC

    Donnerstag, 14. Juni 2018

    Leonard Swidler - Promotor des interreligiösen Dialogs (aktualisiert)

    Der an der Temple University in Philadephia lehrende Leonard Swidler (geb. 1929) hat nicht nur als einer der ersten (zusammen mit seiner Frau Arlene) eine interreligiöse Zeitschrift gegründet, und zwar 1964 das Journal of Ecumenical Studies (JES), dem inzwischen das Dialogue Institute angegliedert ist. Hier wird die Begegnung der Religionen "auf Augenhöhe" praktiziert.
    Die Washington Post hat dazu am 12. März 2009 einen ausführlichen Bericht gebracht. Am 26. April 2009 fand eine Ehrung für den großen Dialogiker statt, der in diesem Jahr auch 80 Jahre wurde. Das Alter scheint jedoch eher noch seine Aktivitäten zu beflügeln, wie der aktuelle Blick in das Dialogue Institute zeigt:
    Neueste Informationen aus dem Dialogue Institute von Len Swidler

    Die Enzyklika "Laudato si" als Aufruf an alle
     zur Verantwortung für die Erde
    (August 2016)


    Am 24.04.2015 organisierte Leonard Swidler an "seiner" Temple University
    in Philadelphia (USA) eine Konferenz zum Thema:

    "New Steps in the Cosmic Dance of Dialogue"
    -Texte, Fotos, Video: hier
    Neben prominenten Vertretern des interreligiösen Dialogs wie Paul Knitter
    und Sr. Joan Chittister waren über 100 Fachleute und Interessierte anwesend.


    Als INTR°A-Mitglied hat Leonard Swidler auch der Interreligiösen Arbeitststelle (INTR°A)  eine Reihe von Texten zur Verfügung gestellt, die sein interreligöses Engagement dokumentieren.
    In diesem Zusammenhang besprachen wir bereits in RIG 5 (1998) das Buch, das eine vorläufige Bilanz des Dialogs zwischen Juden, Christen und Muslimen wiedergibt:
    Theoria --- Praxis. How Jews, Christian and Muslims
    can Together Move from Theory to Practice.
    Leuven (B) 1998


    Eine Reihe von Leonard Swidlers Büchern sind gratis zum Download erhältlich: hier

    Mai 2018 - In Kürze erscheint:


    2014 erschien:

    Hier eine ÜBERSICHT von weiteren Materialien und Webseiten mit Downloads