Dienstag, 3. Januar 2017

Die Templerkapelle in Laon (Nordfrankreich)

Templerkapelle, Nordseite
Auf einem Kalkfelsen
100 Meter über der Ebene liegt herausragend Laon, eine karolingische Gründung. In der mittel-alterlich geprägten Stadt hat die 

Kathedrale Notre Dame 
einen faszinierenden Platz. In unmittelbarer Nähe - gewissermaßen mit Sichtkontakt - befindet sich die ehemalige Templer-Commanderie (Kommende) mit einer Kapelle. Diese räumliche Beziehung von Kathedrale und Chapelle des Templiers (12. Jh.) bringt die Verbundenheit und Distanz des Templerordens zur Machtinstitution Kirche sehr schön zum Ausdruck. 
Vielleicht hat auch die Ikone des Heiligen Angesichts Christi in Laon zumindest indirekt mit den Templern zu tun.

Buchcover
Autoren: Caroline et Jean-Pierre Jorrand. Laon 2001
Templerkapellen sind in der Regel nicht groß, allein ihre architektonischen Ähnlichkeiten mit den anderen Templerkapellen Europas signalisieren hinter aller baulichen Bescheidenheit das einst mächtige internationale Netzwerk der Tempelritter im Mittelalter. Nach der Auflösung des Templerordens im Jahre 1312 fiel auch dieser Komplex an die Johanniter
In Laon ist das alte Templer-Areal gut zu erkennen, weil die dazugehörigen ehemaligen Commanderie-Gebäude (jetzt Museum) mit dem idyllischen Garten (dem ehemaligen Friedhof der Templer) ein harmonisches Ensemble bilden.
Mehr zu den Templern
als ungewollte Brückenbauer zwischen Orient und Okzident: hier

mit Vorstellung weiterer Templerkapellen in Frankreich und Deutschland


Altarraum mit zwei Propheten


Das Templerkreuz als Fußbodenintarsie


Blick durch die Vorhalle



Vorbild der Templerkapelle in Metz



Apsis mit Blick zur Kathedrale



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