Dienstag, 27. Mai 2014

Interreligiöser Dialog als Friedenskraft - der Papst im Heiligen Land

Jerusalem vom Ölberg (Wikipedia)

Der Besuch von Papst Franziskus im Heiligen Land gehört zu den außergewöhnlichen Ereignissen. Von zwei Freunden aus Argentinien begleitet, einem Rabbiner und einem Imam, setzt die höchste katholische Autorität auf die Friedenskraft der Religionen, ohne die politische Situation außer Acht zu lassen..
Das machte bereits seine Rede an der ersten Station im jordanischen Amman deutlich:
Hier die vollständige Rede von Papst Franziskus auf Deutsch
an die jordanisch politischen und religiösen Autoritäten

 
Gerade in Jordanien wird besonders durch den Bruder des Königs, Prinz Hassan Ibn Talal seit Jahren schon eine intensive Begegnung der drei monotheistischen Religionen gepflegt. So gehören die arabischen Christen selbstverständlich von Anfang an zur arabischen Welt. Für dies alles steht das Royal Institute for Interfaiths Studies (RIIFS) mit seinem weltweiten Engagement, die Verständigung zwischen den abrahamischen Religionen voranzubringen.

Der Weg des Papstes zum vermuteten Taufplatz Jesu am Jordan, die Begegnungen in Bethlehem vor der Mauer und schließlich Gespräche und Gebete in Jerusalem mit der starken Symbolik von Tempelberg und Klagemauer zeichnen das Bild eines demütigen Pilgers. Franziskus wünscht sich nichts sehnlicher, als dass die drei Abrahamsreligionen ihre Zeichen des Friedens verstärken und sowohl in Palästina als auch in Israel ein gegenseitig respektiertes menschenwürdiges Zusammenleben möglich wird.
Dass der Papst bei diesem Pilgerweg den Herzl-Berg nicht ausklammerte und in der Shoah-Gedenkstätte Yad Vashem die göttliche Grundfrage an den Menschen aufnahm "Adam, wo bist du?" zeigte sehr deutlich, dass die Gerechtigkeit und der Frieden  Gottes die intensive Mitarbeit der Menschen notwendig macht.

Diese von vielen Fallstricken umgebene Reise zwischen dem islamisch geprägten Jordanien, dem um seine Existenz kämpfenden Palästina und dem jüdischen Staat Israel ist zu einem Zeichen geworden, dass die Vision des "Heiligen Landes" nicht verloren gehen darf.

Eine Würdigung der Friedensbemühungen des Papstes im Heiligen Land durch Günther Bernd Gintzel (Domradio.de [Köln], 27.05.2014)

Dossier zum Papstbesuch
in Jordanien, Palästina und Israel
(Süddeutsche Zeitung online)





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