Mittwoch, 12. Juni 2019

Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Lüdenscheid (GCJZ) - Jahresprogramm 2019 ---- Besuchsmöglichkeit der ehem. Synagoge Hohenlimburg

Alle Veranstaltungen finden in Lüdenscheid statt,
sofern nicht anders angegeben.

Homepage GCJZ Lüdenscheid >>> 


Die Ziele - 
Wir setzen uns ein für:
  • die gegenseitige Achtung  zwischen Juden und Christen
  • den christlich-jüdischen Dialog
  • die Erforschung und Bekämpfung religiöser, rassistischer und politisch 
    motivierter Vorurteile
  • die respektvolle Begegnung zwischen Juden und Christen
    sowie für Toleranz
  • die Bekämpfung des Antisemitismus.

  • Wir wollen informieren und aufklären durch
    Vorträge, Gedenkfeiern, Ausstellungen und Exkursionen.

Weitere Informationen:
Deutscher Koordinierungsrat der 
Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit (GCJZ) --- mit Programmen >>>




17.09.2019
Jüdisches Geschäftsleben in Lüdenscheid vor und nach 1933
Die jüdische Minderheit in Lüdenscheid war vom Ersten Weltkrieg bis zur Reichspogromnacht besonders im Einzelhandel tätig. Das trug viel zur Entwicklung der Stadt bei, weil die Vielfalt der Angebote auch die Vielfalt in der kleinstädtischen  Gesellschaft förderte. Aber auch in kulturellen Bereichen als Kinobetreiber, als Sprecher der Deutschen Demokratischen Partei und als Ärzte waren jüdische Lüdenscheider hier tätig. Das wurde ab 1933 vom nationalsozialistischen Staat schrittweise abgewickelt und ab 1938 mit Gewalt vernichtet.
Referent: Matthias Wagner, Ge-Denk-Zellen Altes Rathaus Lüdenscheid
Ort: Gemeindehaus Maria Königin, Graf-von-Galenstr. 23, 
Beginn: 19 Uhr

09.10.2019  „Das Judentum in der Musik“   Richard Wagners ambivalentes Verhältnis zu Felix Mendelssohn Bartholdy
Wie war das Verhältnis der beiden Komponisten zueinander? Felix Mendelssohn Bartholdy entstammte einer reichen jüdischen Familie, wurde aber christlich getauft. Er war zu seinen Lebzeiten ein gefeierter Musiker
und Dirigent, nach seinem frühen Tod aber wurde er Zielscheibe von Anfeindungen. Richard Wagner sprach ihm in seiner antisemitischen Schrift „Das Judentum in der Musik“ gar die Fähigkeit ab, ein guter Musiker zu sein. Auch kritisierte er generell das musikalische Schaffen jüdischer Komponisten seiner Zeit. – Dr. Graf hat es sich zur Aufgabe gemacht, die vielfältigen Anknüpfungspunkte und schicksalhaften Berührungen der beiden großen Komponisten zu beleuchten. Begleitet wird das Referat von Musikbeispielen.
Referent: Dr. Wolfram Graf (Hof, Bayern), begleitet von der Lüdenscheider Musikschule
und dem Geschwister-Scholl-Gymnasium --- 
Ort: Stadtbücherei, Beginn: 19 Uhr

09.11.2019   „KaZett und Kabarett – Widerworte in brauner Zeit“
Die Kabarettisten Radau/Düring erinnern an ihre Kollegen in den Dreißiger-Jahren, die den Mut hatten, ihr Programm trotz Gefahr an Leib und Leben unter dem NS-Regime zu präsentieren. Zum Lachen gibt es viel bei Radau/Düring, aber auch zum Nachdenken. Sie haben pointierte Texte aus dieser Zeit ausgewählt und vermitteln die Absurdität einer Zeit, in der alles verboten war, was dem NS-Regime nicht gefiel.
Ort: Stadtbücherei, Beginn: 18 Uhr
Zuvor, um 17.30: Gedenkzeit vor der jüdischen Gedenktafel
an der Rückseite der Stadtbücherei



Nach Vereinbarung: Anmeldung bei
Hella Goldbach (E-Mail:  hella.goldbach@gmx.de --- Tel. 02351-677655)


Ehem. Synagoge Hagen-Hohenlimburg (Wikipedia)

Innenraum mit Tora-Nische (Wikipedia)

Gedenktafel in der Tora-Nische



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