Dienstag, 14. Juni 2016

Rupert Neudeck (1939-2016) - Brückenbauer für Menschenrechte (aktualisiert)

Cover: C.H. Beck Verlag (2003)


"Cap Anamur" und "Grünhelme" sind Symbole für das lebenslange Engagement von Dr. Rupert Neudeck geworden. 
Er starb am 31. Mai 2016. Als Friedensaktivist und humanitäres Vorbild wirkte er zugleich Kulturen und Religionen übergreifend. 
Neudecks Tod hinterlässt eine schmerzliche Lücke. Es bleibt zu hoffen, dass seine Arbeit, die intensiv von seiner Frau Christel unterstützt wurde, Beispiel gebend von vielen weitergeführt wird ... 



  • Infos zu Cap Anamur: hier
  • Aktivitäten der Grünhelme: hier

  • Zum Umgang mit dem Islam sagte Neudeck bereits am 09.08.2014  (WELT online):
    Welt am Sonntag: Als Sie bei Cap Anamur offiziell aufgehört haben, gründeten Sie die "Grünhelme".
    Hier arbeiten Christen und Muslime zusammen. Warum suchen Sie einen religiösen Weg?
    Neudeck: Weil ich in Sorge war, dass der Islam nach dem 11. September ein neuer Weltfeind werden könnte. Das ist theologisch eine Katastrophe, weil der Islam neben dem Judentum und dem Christentum eine der drei großen abrahamitischen Religionen ist. Wir drei müssen versuchen, bestens miteinander auszukommen. Wir haben also von Anfang an vor allem mit jungen muslimischen und christlichen Helferinnen und Helfern zusammengearbeitet. Es ist der Versuch, Menschen guten Willens aus allen Bevölkerungsschichten zusammenzubringen  ... Was mich jedoch beunruhigt ist, wie wir in der Öffentlichkeit mit dem Islam umgehen.


    Äußerungen zur Bedeutung von Rupert Neudeck

    "Rupert Neudeck hat vielleicht das Größte geleistet, was ein Mensch überhaupt tun kann:
    Menschenleben retten." (Bundesjustizminister Heiko Maas)

    „Er war ein Heiliger unserer Tage. Bei Rupert Neudeck waren Reden und Handeln eine Einheit. Es gibt für ihn keinen Ersatz.“ (Günter Wallraff)

     „Ich bin tieftraurig und geschockt, dass mein Freund Rupert Neudeck heute gestorben ist. Unser Land verliert mit ihm einen radikal-humanitären Helfer, einen Menschenrechtsaktivisten und Streiter für eine gerechte und friedliche Welt, wie wir ihn selten in unserem Land vorfinden. Die Menschen haben ihn geliebt, weil er ein wahrer Anwalt der Mittellosen und der >Habenichtse dieser Welt<, wie er es stets selber ausdrückte, war. Unser tiefempfundenes Beileid gilt in diesen Stunden der ganzen Familie Neudeck, allen voran seiner Frau und seinen Kindern.
    Rupert Neudeck hat sich nicht gut auf Sonntagsreden verstanden und machte einen Bogen um geschriebene Absichtserklärungen und wohlmeinende Ankündigungen. Wo andere noch an schönen Worten feilten, hatte er bereits den Flug gebucht, um gleich mit seinen Freunden ins Krisengebiet zu fliegen und vor Ort zu helfen.“ 

    (ZMD-Vorsitzender Aiman Mazyek, in islam.de, 31.05.2016)









    INTR°A-INFORMATIONEN – Frühsommer 2016 (aktualisiert)

    Liebe Dialog-Interessierte! 


    Wir wünschen unseren
    islamischen und jüdischen 
    Freundinnen und Freunden 
    besondere Segenstage
    im Horizont von:
    ·       Ramadan, dem Fastenmonat
    mit Beginn am 6. Juni
    ·       Schawuot  am 12./13. Juni
     mit der Freude an der Gottes-Orientierung durch die Gebote.
      
    Mit herzlichen Grüßen
    Karin und Reinhard Kirste

    -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Unsere INTR°A-Jahrestagung ist nun  fertiggestellt. 
    Die INTR°A-Mitgliederversammlung findet wie üblich in unmittelbarem Anschluss an die Tagung, also am 17. Sept. 2016,  statt.

    Faszination und Ablehnung – Religiöse Erfahrung mit Bild und Musik
    17. bis 18. September 2016 (Samstag und Sonntag)
    Thomas-Morus-Akademie / Kardinal-Schulte-Haus,
    Bensberg (bei Köln)

    Anmeldung (ab sofort) bitte schriftlich an:
    Thomas-Morus-Akademie Bensberg,
    Overather Straße 51-53, 51429 Bergisch Gladbach

    Telefon 0 22 04 - 40 84 72 – Telefax 0 22 04 - 40 84 20

    E-Mail:  
    akademie@tma-bensberg.de – Internet: www.tma-bensberg.de


    ---   Unser Mitglied, Prof. Dr. Ahmad Milad Karimi, Universität Münster, weist auf das neu gegründete deutsch-englische Jahrbuch für islamische Religionsphilosophie hin, das im  Verlag Karl Alber erscheint: Falsafa widmet sich dem Spannungsfeld zwischen Religion und Philosophie aus dem Geist des Islam und bietet eine Plattform, um im offenen Dialog zeitgenössische Perspektiven für eine Religionsphilosophie im islamischen Kontext zu formulieren.     
    Für die erste Ausgabe zum Thema        
    „Islamische Religionsphilosophie – was ist das?“    
    werden noch Beiträge gesucht. Details hier:   

    http://buchvorstellungen.blogspot.de/2016/05/falsafa-eine-neue-zeitschrift.html
    ---   Prof. Dr. Paul Weller, eines unserer englischen Mitglieder, beendet seinen langjährigen aktiven Dienst an der Universität Derby. Er hat dort intensive Forschungen zu Religionen und Religiosität im Vereinigten Königreich betrieben. Wir wünschen ihm für die neue Lebensphase alles Gute! 

    VERÖFFENTLICHUNGEN UNSERER MITGLIEDER
    von Januar bis Mai 2016 mit Nachträgen:

    http://web-intra.blogspot.de/2016/02/veroffentlichungen-von-intra.html

    Gern erwarten wir auch Ihre/Eure Informationen,
    Berichte und Anregungen
    zu Themen interreligiöser Begegnung !

    Übersicht zu Internet-Präsentationen (mit vielen Links): http://web-intra.blogspot.de

    Wir wünschen allen nun einen schönen Sommer und möchten dies mit einer interreligiösen Reiseempfehlung verbinden: 
    Es lohnt sich, eine Pause im Schlosspark von Schwetzingen zu machen:
    Dort steht eine in der Rokokozeit errichtete Moschee.
    Sie macht nicht nur die damalige Orientbegeisterung deutlich, sondern ist im Grunde eine
    „gebaute Ringparabel“.




    INTRA-Infos/2016-Frühsommerr, 04.06.2016 

    Freitag, 10. Juni 2016

    Schawuot - das jüdische Wochenfest 2016

    Das jüdische Wochenfest "Schawuot" bezieht sich
    auf das praktizierte Verständnis der 10 Gebote. 

    Es ist ursprünglich das Fest der ersten Ernte im Jahr.
    So heißt es in  2. Mose 34,22 : 
    "Das Wochenfest sollst du mit  den Früchten der ersten Ernte im Jahr halten. Im Herbst feiert ihr dann die zweite Ernte."

     

    Die göttlichen Segenskräfte der Tora, die Mose am Sinai empfing und der mit Gott geschlossene Bund werden im Ritual des Ernte-Danks immer wieder  bestätigt.
    Religionsgeschichtlich hat sich u.a. aus diesen jüdischen Erfahrungen
    das christliche Pfingstfest entwickelt. 

    Schawuot wird am 12. und 13. Juni 2016 gefeiert.


    Freitag, 3. Juni 2016

    Obiora Ike - interreligiöses Engagement für Menschenrechte und Versöhnung

    Obiora Ike und Reinhard Kirste
    Universität Frankfurt/M.
    18.05.2006
    Der nigerianische katholische Priester Obiora Francis Ike (geb. 07.04.1956), von Freunden Obi genannt, ist seit 1998 Generalvikar im Bistum Enugu (Süd-Nigeria).
    Von Anfang an hat er sich als Brückenbauer zwischen Afrika und Europa verstanden. Er studierte an der Universität Innsbruck und wurde nach dem Diakonat am 4. Juli 1981 in Hohenems (Vorarlberg) zum Priester geweiht.
    1985 wurde er an der Universität Bonn zum Dr. theol et phil. promoviert. Seine Dissertation trägt den Titel:
    Value, meaning, and social structure of human work: with reference to Laborem exercens and its relevance for a post-colonial African society.
    (Wert, Bedeutung und soziale Struktur der menschlichen Arbeit mit Bezug auf die Sozialenzyklika von Johannes Paul II. "Laborem exercens" (14.09.1981) für eine post-koloniale afrikanische Gesellschaft)

    1986 folgte die Habilitation. Ike erhielt auch Gastprofessuren in Tilburg (NL) und Frankfurt/M. 
    Die Schwerpunkte seiner wissenschaftlichen wie praktischen Arbeit liegen in der Sozialethik, der Geschichte, der Afrikanistik und des interreligiösen Dialogs, besonders zwischen Christen und Muslimen. 2002 entging er nur knapp einem Mordanschlag.
    Er spricht übrigens fließend Englisch, Französisch und Deutsch - sowie die nigerianischen Sprachen Igbo und Hausa.

    Das ungebrochene gesellschaftliche Engagement Obiora Ikes  zeigt sich auch in seinen internationalen Kontakten.
    Seit 2005 gehört er dem Club of Rome an und ist dessen Präsident in Nigeria.
    Ab dem 23. Juni 2016 wird er 
    Direktor der internationalen Internetplattform 
    Globethics.net (Hauptbüro in Genf)


    Obiora Ikes 60. Geburtstag am 7. April markiert zugleich weitere wichtige Etappen auf seinem Lebensweg: 40 Jahre als Lehrer, 35 Jahre als Priester und 30 Jahre seit der Gründung des Catholic Institute for Development Justice and Peace (CIDJAP). Aus diesem Grund erschien auch ein Buch mit Begegnungsgeschichten, die Freunde und Weggefährten ihm als eine Art "Festschrift der anderen Art" widmeten. Der Titel lautet: Telling Stories
    Hier der Beitrag (deutsche Fassung) von Reinhard Kirste

    Mehr zum Leben und Werk von Obiora Ike 
    Obira Ike hat seit 1987 zahlreiche Ehrungen erhalten:
    • 1987 Titel „Mond, der für alle scheint“ durch den Igboland, Häuptling vom Stamm des Umana Clans
    • 1993 Preis der Internationalen Gesundheitsstiftung, Utrecht
    • 1997 Shalom-Preis des Arbeitskreis für Gerechtigkeit und Frieden der Katholischen Universität Eichstätt
    • 1999 Ernennung zum Monsignore (Prälat) durch Papst Johannes Paul II.
    • 2001 „Paul Harris Fellow“ des Internationalen Rotarierclubs, München/Ludwigshafen
    • 2005 „Bischof-Paul-Etoga-Medaille“ der CV-Afrikahilfe, Köln
    • 2006 Förderpreis der Stiftung „Omnis Religio“, Nachrodt (NRW)

    Literatur von Obiora Ike

    • Value, meaning, and social structure of human work. Frankfurt/M.: IKO  1986,
      zugleich Diss. Universität Bonn
    • Afrika in eigener Sache: Weisheit, Kultur und Leben der Igbo. Frankurt/M.: IKO 2003
    • Globalisation & African self-determination: what is our future? Frankfurt/M. IKO 2005
    • Wende dein Gesicht der Sonne zu. München: Pattloch 2007 --- Rezension des Buches: hier
    • Über Obiora Ike: Johannes Hoffmann (Hg.): Wer befreit ist, kann befreien: Verleihung des Schalom-Preises für Gerechtigkeit, Versöhnung und Frieden an Obiora F. Ike aus Nigeria. Frankfurt/M.: IKO 1987
    Weitere Infos zu Nigeria

    Donnerstag, 2. Juni 2016

    GlobEthics.net - ein interreligiöses, weltweites Portal zur Förderung ethischer Verantwortung

    Portrait of Globethics.net
     - The network for ethical issues -

    Globethics.net is a worldwide ethics network based in Geneva, with an international Board of Foundation of eminent persons. It provides an electronic platform for ethical reflection and action. Its central instrument is the internet site www.globethics.net. For its activities in research and access to knowledge in ethics, Globethics.net can also be called a learned society.
    The aim of Globethics.net is to ensure that people in all regions of the world are empowered to reflect and act on ethical issues. In order to ensure access to knowledge resources in applied ethics, Globethics.net has developed its Globethics.net Library, the leading global digital library on ethics. Globethics.net took this initiative to ensure that persons - especially in Africa, Asia and Latin-America - have access to good quality and up to date knowledge resources. The founding conviction of Globethics.net was that more equal access to knowledge resources in the field of applied ethics will enable persons and institutions from developing and transition economies to become more visible and audible in the global discourse on ethics. There is no cost involved in using the library. Individuals only need to register (free of charge) as participants on the Globethics.net website (www.globethics.net) to get access to all the full text journals, encyclopedias, e-books and other resources in the library.
    In addition to the library, Globethics.net also offers participants on its website the opportunity to join or form electronic working groups for purposes of networking or collaborative research. The international secretariat, based in Geneva, currently concentrates on three topics of research: Business and Economic Ethics, Methodologies of Interreligious Ethics and Responsible Leadership. The knowledge produced through the working groups and research finds their way into publications that are also made available in the Globethics.net Library. One of the latest fruits of such collaborative work is the book, Overcoming Fundamentalism (edited by Christoph Stückelberger and Heidi Hadsell, 2009, Geneva: Globethics.net).

    Promotional Material


    Strengthening Ethics Globally, a contribution to global justice:
    A Presentation about Globethics.net [
    pdf - 25 slides - 2.4 Mb]

    Short presentation about Globethics.net [pdf - 55 Kb]
    Globethics.net Bookmark [pdf - 1 Mb]
    Globethics.net Logo [png - 32 Kb]
    Globethics.net Give and Take [pdf - 229 Kb]
    Globethics.net Stickers: Print format: A5 - A6 - A7 - A8  and Web format: A5 [pdf - 730 Kb]

      

    Erster internationaler Gipfel von moderaten islamischen Führern in Jakarta (Indonesien): Gegen islamischen Extremismus uund Djihadismus - Für ein friedvolles Miteinander weltweit

    Angesichts der Bedrohung aller friedliebenden Menschen durch die Terrorakte islamistischer Gruppierungen, die für ihre Gewalttaten den Namen des Islam missbrauchen, hatte eine der weltweit größten muslimischen Organisationen die Nahdlatul Ulama (NU)  zusammen mit einigen weiteren islamischen Stiftungen und Einrichtungen zu diesem Zweck eine internationale Konfernz organisiert. Sie fand am am 9./10. Mai in der Hauptstadt Indonesiens statt.
    Der südasiatische Inselstaat Indonesien ist mit etwa 240 Millionen Muslimen (!) das bevölkerungsreichste islamisch geprägte Land weltweit.
    Prominente Muslime brachten zum Abschluss der Tagung mit einer Deklaration ihr Engagement zum Ausdruck, die Friedenskräfte des Islam mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten zu stärken.

    Diese Informationen mit den Originaltexten wurden uns freundlicherweise übermittelt von:
    Prof. Dr. Leonard Swidler, Temple University, Philadelphia, USA

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    International Summit
    of Moderate Islamic Leaders (ISOMIL)

    Nahdlatul Ulama Declaration
    Offers a Powerful Antidote to a Global Crisis


    On May 9th  and 10th, 2016, the world’s largest Muslim organization—the Nahdlatul Ulama (NU), with over 50 million followers and 14,000 madrasahs — convened the first International Summit of Moderate Islamic Leaders (ISOMIL) in Jakarta, Indonesia.
    This international summit gave rise to a sweeping 16-point ISOMIL Nahdlatul Ulama Declaration that provides a strategic road map, and addresses key issues required to marginalize and defeat Islamist extremism.
    As the Sydney Morning Herald reported in a major story published the day before ISOMIL (“Indonesian summit to promote ‘renovated’ Islam in challenge to global jihadis”):
    The summit, attended by 300 Muslim leaders from more than 30 countries, is part of NU's global campaign to promote Islam Nusantara [East Indies Islam] as an antidote to extremist ideology and jihadism.
    NUs Supreme Council general secretary, Yahya Cholil Staquf, believes the event will be historic because it will discuss frankly the links between terrorism and Islam.
    Yahya, whose family has produced kiai (Islamic scholars) for generations, is shocked by the argument often presented in the West that Islam has nothing to do with extremism and terrorism. He says provisions within fiqh (Islamic jurisprudence) allow for slavery and executions. 
    It is from these medieval interpretations of Islam that the so-called Islamic State and al-Qaeda draw justification for their actions.“If we may implement without questioning any provision of fiqh ... then we may... butcher people according to the rules of fiqh that still exist today,” Yahya says. “This is a problem.”
    NU is pushing for a debate about how literal interpretations of Islamic law — relevant at the time of the Prophet Muhammad—can be revised to reflect contemporary society ...
    At an event parallel to this week's NU summit, Ansor [the NU’s youth movement] will issue a declaration calling for the “renovation” of Islamic jurisprudence that discriminates against non-Muslims.
    “Ansor's global unity forum will highlight the fact that elements within classical Islamic law explicitly enjoin discrimination against certain classes of human beings on the basis of religion,” says C. Holland Taylor from the LibForAll Foundation, a non-profit organisation fighting for tolerant Islam which he co-founded with former Indonesian president and NU leader Abdurrahman Wahid in 2003.
    “Ansor will issue a call to ulama (Islamic scholars) to examine the problems humanity is facing  and see how they are connected to Islamic law and teachings and how these might be reconceptualised.”

    Acknowledging its global significance, the Associated Press (AP) designated ISOMIL “The Big Story” of Monday, May 9. This resulted in coverage by hundreds of media outlets throughout the United States and internationally, ranging from the New York Times, Washington Post, Daily Mail and Hindustan Times to local newspapers, radio and television stations 
    across the U.S.
    As CNN senior correspondent Ivan Watson reported from JakartaIt begins with a prayer, and then the world’s largest Muslim organization declares ideological war on groups like ISIS and al-Qaeda. “We are like traditional opposition to supremacist Islamism. (Yahya Staquf, Nahdlatul Ulama). Here in the world’s most populous Muslim country," 
    senior Indonesian clerics like Yahya Staquf argue that the global jihadi movement cannot be defeated
    until world leaders and Muslims first acknowledge a basic fact. 
    “We keep denying the source of the problem, namely, some elements within Islam itself.” “I don’t see any other Muslim leaders coming to Europe, standing up like a tower and saying, ‘Look, we are prepared to take this on.’”  
    Terrorism expert Magnus Ranstorp (Swedish National Defense College) says these Indonesian Muslim leaders are breaking new ground by proposing to make changes to Islamic law to better fit the modern era ... “The emergency that we are having now is to protect this mass of Muslims, billions who are targeted by the propaganda of extremists. We have to find a way, to find a strategy to protect them” (Yahya Staquf).
    Indonesians are proud of their tolerant, Southeast Asian version of Islam and they’re horrified by the religious wars that are tearing apart the Middle East. By sounding the alarm, these moderate Muslim leaders are trying to protect their fellow believers from descending down that nightmare path.
    “Islam Nusantara emerged through the fusion of pre-existing cultures and traditions in the East Indies archipelago with [the spiritual essence of] Islam, and has a powerful,  synergetic relationship with Indonesian nationalism,” NU Chairman Kyai Haji Said Aqil Siradj told journalists at a heavily-attended press conference following the summit’s closing ceremony. 
    “Conference participants reacted favorably to Islam Nusantara, even though yesterday [in the opening speech] I firmly stated that the main problem in conflict-prone Middle Eastern countries is the lack of mutual acceptance and synergy between ulama (religious scholars) and nationalists,” said Said.

    The International Summit of Moderate Islamic Leaders produced an historic 16-point 
    “Nahdlatul Ulama Declaration” designed to inspire mainstream Muslim opposition 
    to Islamist ideology and movements, and foster societal consensus in the West 
    regarding how to address the threat of radical Islam.

    As The Jakarta Post reported on May 11, “Indonesia’s largest Islamic organization, Nahdlatul Ulama (NU), and ulemas from 35 countries have endorsed the NU’s Jakarta Declaration, asserting the importance of disseminating peaceful Islamic values internationally to end conflicts emerging from tensions between religion and state.”

    Points 1 – 3 of the ISOMIL Nahdlatul Ulama Declaration affirm that it is legally permissible, within Islam, to employ widely varying cultural and artistic modes to express and convey the essential (spiritual) teachings and values of Islam. This traditional Sunni view of Islam rejects extremist efforts to annihilate cultural diversity throughout the Muslim world, and impose a monolithic Wahhabi interpretation of Islam upon Muslims and non-Muslims alike. The Declaration encourages others to embrace “a salutary paradigm of Islam in which religion contributes to civilization, by respecting pre-existing cultures and prioritizing social harmony and peace.”
    Point 4 affirms the religious legitimacy of nation states, and the virtue of patriotism—thereby rejecting the claim that Muslims have a religious obligation to establish an Islamic Caliphate, a key goal of not only jihadi movements, but also “non-violent” extremist groups such as the Muslim Brotherhood.
    Point 5 rejects ISIS and al-Qaeda’s call for global conquest, and instead asserts that Islam enjoins
    its adherents “to engage in the continuous development of akhlaqul karimah, or noble character 
    and virtue, for it is only through akhlaqul karimah that Islam can manifest as Divine Grace for all creation.”
    Point 8 identifies “specific modes of interpreting Islam (tafsir) as the most significant factor
    causing the spread of religious extremism among Muslims.”
    Point 9 states that “various governments in the Middle East” [viz., Saudi Arabia, Qatar and Iran]
    “have deliberately nurtured religious extremism, and stimulated the spread of terrorism throughout the world.”
    Point 10 identifies Islamist extremism as the primary cause of a rising tide of Islamophobia in the West.
    Point 11 states that “Certain governments in the Middle East derive their political legitimacy from precisely those problematic interpretations of Islam that underlie and animate religious extremism and terror. These governments need to develop an alternate source  of political legitimacy if the world is to overcome the threat of religious extremism and terror.”
    Point 12 states that “The Nahdlatul Ulama is prepared to help in this effort.”
    Point 14 “urges the Indonesian government to play an active and constructive role
     in seeking a resolution to the multi-faceted conflicts raging in the Middle East,” 
    in conjunction with the Nahdlatul Ulama.
    Point 15 “calls upon people of goodwill of every faith and nation to join in building 
    a global consensus not to politicize Islam, and to marginalize those who would exploit Islam
     in such a way as to harm others.”

    Point 16 commits the Nahdlatul Ulama to “consolidate the global ahlusunnah wal jamaah (Sunni Muslim) community, in order to bring 
    about a world in which Islam, and Muslims, are truly beneficent and contribute to the well-being
    of all humanity.”

    The ISOMIL Nahdlatul Ulama Declaration was signed by 
    Kyai Haji Said Aqil Siradj, General Chairman 
    of the NU Executive Board; 
    Dr. Helmi Faisal Zaini, General Secretary 
    of the NU Executive Board; Kyai Haji Ma’ruf Amin, 
    General Chairman of the NU Supreme Council; 
    and Kyai Haji Yahya Cholil Staquf, General Secretary of the NU Supreme Council.

    Hier der vollständige Text der Deklaration und eine Zusammenstellung der Medienberichte - 
    The full text of the ISOMIL Nahdlatul Ulama Declaration, and sample media coverage, may be viewed here.

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