Freitag, 22. Juli 2016

Gnana Robinson, Südindien - Engagement für Kirchenreform und interreligiösen Dialog

Robinson mit
tamilischen Flüchtlingen (oben)
und im Zusammenhang Repatriierter
aus Sri Lanka (unten)
Aus: Kanyakumari
 Peace Trust's Contribution, S. 275
Gnana Robinson, Prof. Dr. theol (geb. 1935)  ist ein evangelischer Pfarrer aus Südindien, der durch seine interreligiösen Friedensaktivitäten und mit seiner Forderung nach einer konsequenten Kirchenreform bekannt geworden ist. 
Seine theologisch-akademischen Grade erhielt er am United Theological College (UTC) Bangalore zwischen 1957-1963. Er wurde in der Kirche von Südindien ordiniert und arbeitete 1960-1961 als Pfarrer in der Diözese Kanyakumari (Südindien). Weitere Studien des Alten Testaments führten ihn an das Union Theological Seminary in New York. Er setzte seine postgraduale Arbeit ferner am Tantur Ecumenical Institute in Jerusalem sowie  an der Universität Hamburg fort. Dort wurde er 1975 zum Dr. theol. promoviert.
Als Theologieprofessor lehrte er über 40 Jahre an verschiedenen Hochschulen: 1963-1969 an der Theologischen Hochschule von Tamil Nadu in Thirumaraiyur, 1969 - 1987 am Tamilnadu Theological Seminary in Madurai, davon neun Jahre lang als dessen Direktor. 
Von 1987-1993 war er Gastprofessor am Predigerseminar der Evangelischen Kirche von Westfalen in SoestIm Juni 1993 übernahm Robinson für sieben Jahre das Rektorat das United Theological College (UTC) in Bangalore.
Zweimal wurde er als Präsident der einzigen Theologischen Universität in Indien in den Senat der Serampore Hochschule (Universität) gewählt.

Gastprofessuren 1982-2001
Universität Hamburg,
St. Andrews Theologischen Hochschule, Trinidad West Indies, Andover Newton Theological College, Boston (USA), Lincoln Theological College (UK), Seminar des Lutherischen Theologischen Weltbundes in Philadelphia (USA). 

Gnana Robinson engagiert sich besonders für die Armen und Marginalisierten. Er ist darum der Verantwortliche mehrerer diakonischer, sozialer und erzieherischer Einrichtungen.


Im Jahre 1985 gründete er den südindischen Kanyakumari Peace Trust und ist seit dem dessen Präsident. 

Ihm geht es um die gesellschaftliche Harmonie unter den Menschen verschiedener Religionen. Dafür steht der Peace Trust Kanyakumari. Unter dem Dach dieser Friedensstiftung steht auch Iniavar Illam (INIL), ein Haus für ältere Menschen. 

Der Herausforderung einer insgesamt zunehmend multi-religiösen Gesell-schaft begegnet er mit der Arbeit von CIRSJA ( = Center for Interfaith, Relations, Studies and Joint Action).  Es ist ein Zentrum für interreligiöse Beziehungen, Studien und gemeinsame Aktion. Im Jahre 2002 erhielt er als Auszeichnung für diese Arbeit den INTR°A-Projektpreis für Komplementarität der Religionen.

Einige Veröffentlichungen zum Download: 

Als Autor und Herausgeber bei und zu CIRSJA (Nagarcoil South India) und zum Dialog
  • (Ed.): Unite to Serve. Papers presented at the National Convention
    on Communal Harmony at Kanyakumari
    on August 25-28, 2000.
     2002, 252 pp., photos
  • (Ed.): Harmony Flame Spreads Across India. 2009, VIII, 356 pp.
  • Spirituality Beyond the Boundaries of Religions. 2013, 33 pp.
  • (Ed.): Kanyakumari Peace Trust's Contributiob to Communal Harmony,
    National Integration and Welfare of the People of India.
    2014, 241 pp,. photos


Zu weiteren englischsprachigen Publikationen und Informationen
vgl. die Seite: Peace Trust Kanyakumari



 

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