Donnerstag, 4. Dezember 2014

Thich Nhat Hanh - ein Leben für den Dialog des Friedens

Thich Nhât Hanh ist eine beeindruckende Gestalt für ein Leben aus der Kraft der Versöhnung. Er verbindet auf unnachahmliche Weise ein kontemplatives Leben in der Zen-Tradition mit dem Engagemanent für Frieden und Ausgleich von ethnischen, kulturellen und religiösen Spannungen. Er gehört zu den führenden Vertretern eines engagierten Buddhismus. Als spiritueller Wegweiser wird er  einfach "Thây" = Lehrer genannt.
Thich Nhât Hanh wurde 1926, also noch unter französischer Kolonialherrschaft, in Zentral-Vietnam geboren und trat im Alter von 16 Jahren als Novize in den Tu-Hieu Tempel in Hue ein. Schon als junger Mönch führte ihn sein sozial engagiertes buddhistisches Glaubensverständnis zu einem aktiven Friedens-engagement und dann besonders während des dem Indochinakrieg folgenden Vietnamkrieg. In seinem zur brutalen Kampfzone gewordenen Heimatland und weltweit setzte er sich für Frieden und Gewaltfreiheit ein. Die USA sahen in ihm einen unbequemen Gegner in den Auseinandersetzungen zwischen Ost und West. So musste er nach Frankreich ins Exil und lebt seitdem dort. Er gründete eine spirituelle Gemeinschaft in der Nähe von Bordeaux,  die unter dem Namen „Plum Village“ bekannt geworden ist. Dies ist zugleich ein Ort, an dem auch die innere Verbindung der verschiedenen Religionen spirituell gepflegt wird. In Deutschland sind die "Thây" nahe Stehenden im Orden "Intersein" zusammengeschlossen.
Mehr zu seinem Leben und Wirken: hier 

Das von Thich Nhat Hanh gegründete Europäische Institut für Angewandten Buddhismus (EIAB) in Waldbröl: hier

Nach 39 Jahren durfte er zum ersten Mal wieder in sein Heimland reisen.
Ausführlicher Bericht im Deutschlandfunk vom 03.12.2014 

Zu Beginn dieses Winters allerdings erkrankte Thich Nhat Hanh an einer Hirnblutung.  Werner Heidenreich (INTR°A-Vorstandsmitglied) hat in seinem "Stadtraum-Newsletter" eine nachdenkliche Besinnung dazu geschrieben.

Von Thich Nhat Hanh ist eine Vielzahl von Büchern erschienen.  
Hier eine Auswahl Titeln, die im Rahmen der Interreligiösen Arbeitsstelle (INTR°A) besprochen wurden: 

Bücher zu Meditation, Ethik des Buddhismus, 
zum interreligiösen Dialog
und zu persönlichen Erfahrungen:


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