Montag, 25. Februar 2013

Pico della Mirandola - Vorläufer interreligiöser Versöhnung

Am 24. Februar 1463, also vor 550 Jahren, wurde in Mirandola (Emilia Romagna) eine große philosophische Persönlichkeit geboren:  
Giovanni Pico (Conte) della Mirandola. 

Er gehört wie Ramon Llull (1232-1316) und Nikolaus von Kues (1401-1464) zu den Vorreitern und ersten Brückenbauern des interreligiösen Dialogs.
 Nicht nur mit seinem durch die humanistische Renaissance geprägten offenen Geist machte er von sich reden, sondern auch bereits in seiner Jugend mit persönlichem Geschick sowie dem Reichtum seines Elternhauses. Er wollte  die Vordenker seiner Zeit mit Papst und Kardinälen zusammenbringen. Für diese europäische Konferenz hatte er entsprechende philosophische Thesen verfasst. Sein Ziel war, nachzuweisen, dass im Christentum letztlich alle wesentlichen Heilsgedanken schon enthalten sind, so dass es von dort aus möglich ist, sich mit allen anderen Religionen zu verständigen, da diese ja Ähnliches propagierten. Dies wäre eine große Chance, den Weltfrieden zu erreichen.
Die geplante Konferenz in Rom wurde jedoch auf Betreiben von Papst Innozenz VIII. verhindert und stattdessen Pico der Ketzerei verdächtigt. Deshalb floh er nach Frankreich. Bei seiner Rückkehr nach Florenz im Jahre 1494 starb er sehr plötzlich mit 31 Jahren. Vermutlich hat man ihn vergiftet ...


Weitere Brückenbauer des interreligiösen Dialogs: hier



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