Donnerstag, 28. März 2019

Syrien - das Ende des Krieges ist noch kein Frieden (aktualisiert)

Ethnisch-religiöse Situation in Syrien
Quelle: Syria Ethno-religious composition by Institute for the Study of War - 
aus: http://commons.wikimedia.org

Der Arabische Frühling hatte auch in Syrien Hoffnungen aufkeimen lassen. Aber der seit 2011 andauernde Krieg und brutale Gewalt sind zum Alltag im Lande geworden haben. Unermessliches Leid ist die Folge.  Auch wenn der Islamische Staat militärisch vertrieben zu sein scheint, so ist er keineswegs besiegt.

Die Region ist weiterhin von großer Not gezeichnet.  In Jordanien, im Libanon und der Türkei leben immer noch Hunderttausende in Flüchtlingslagern.
 
Maronitische St. Elias-Kirche in Aleppo (2007 !) - aus Wikipedia

Hintergrund-Informationen 

ALEPPO 

Palmyra, Aleppo, Damaskus, Kloster Mar Moussa  
Palmyra: Diokletians-Palast und arabische Zitadelle (Wikipedia)




Der gewaltlose Widerstand der Frauen

--- Voices of Syrian women in civil resistance  (Nada Alwadi in Open Democracy vom 27.09.2013)


Flüchtlinge im Nahen Osten (2017) 

  • Libanon: 450.000 Flüchtlinge aus Palästina und dem Irak, 2 Millionen registrierte Flüchtlinge aus Syrien seit 2011  - Einwohnerzahl: 4,5 Millionen
  • Jordanien:  ca. 1 Million Füchtlinge - Einwohnerzahl: 9 Millionen
  • Türkei: ca. 2,7 Millionen Flüchtlinge - Einwohnerzahl: 80 Millionen
Religiöse und ethnische Minderheiten sind am meisten betroffen und sind in diesem Krieg zum Teil völlig zerrieben worden.

Informationen 2011 - 2017
--- Die gefährdete Zukunft der Armenier
     in Syrien und in der Levante
(NZZ 14.04.2014)

--- Berichte mit einer Chronologie des Bürgerkriegs in Syrien
                                   (fr-online vom 28.08.2013 mit Bildergalerie)

--- Das Drama um Maaula und das Thekla-Kloster (La Vie, 11.03.2014)

--- Die dunkle Seite der Assad-Beraterin Bouthaina Shaaban
     (The Star, Toronto, 31.01.14)

--- Aufruf von Papst Franziskus zu einem Gebetstag für Syrien (07.09.13)

Dienstag, 26. März 2019

Die Terroranschläge auf Moscheen in Neuseeland --- Reaktionen ---- März 2019


            22. März 2019 
Premierministerin Jacinda Ardern
(Foto: Department of the Prime Minister)


Schweigeminuten in Neuseeland 
Die Bevölkerung 
trauert !




Ökumenischer Rat der Kirchen (ÖRK):  Solidarität mit den Opfern und Aufruf zum Ende der Gewalt -
             
(WCC Genève, 15.03.2019)
             




Al-Nur-Moschee, Christchurch,
Neuseeland




Der Anschlag auf zwei Moscheen
in Christchurch mit 50 Toten
Al-Nur-Moschee und Linwood Islamic Center

Bericht WAZ, 18.03.2019


Dienstag, 19. März 2019

Hinduistische Frühlingsfeste 2019: Vasant Panjami (9./13.02.) und Holi (21./22.03.) - Fest der Farben

Farben für Holi, Markt in Mysore
(Wikipedia)
Während in Deutschland noch winterliche Temperaturen herrschen, beginnen in Indien die ersten Frühlingsfeste, die in vielfältiger Weise mit den Symbolen von Licht und Farbe gefeiert werden.

1. Am bedeutendsten ist Holi.
Das Fest bezieht sich auf die 
Kindheits- Jugendgeschichten des Gottes Krishna.Hier spritzt man sich besonders gern an -  mit Wasser als Symbol der Lebenskraft und mit bunten Farben als Zeichen des Lichts. 
Dieses Fest kann bis zu 10 Tagen gefeiert werden, überwiegend in Nordindien. Und wie bei allen indischen Festen üblich sind Tempelgottesdienste und Prozessionen, die Tausende auf die Straßen bringen, an der Tagesordnung.
Holi beginnt mit dem Frühjahrsvollmond und wird am  21./22.. März 2019 gefeiert.


Die Geschichte zu Holi
Bei "Holi" geht es darum, dass ein Königssohn von seinem egoistisch-machtsüchtigen Vater bedroht und fast zu Tode gebracht wurde. Die Schwester des Königssohnes, Holi, war Feuer resistent, nicht jedoch ihr Bruder, der dennoch auf dem Scheiterhaufen nicht verbrannte.
Man versteht: Holi ist ein vom Feuer geprägtes Lichtfest, in dem der Sieg des Guten über das Böse gefeiert wird.


2Vasant Panchami, auch: Saraswati Puja liegt zeitlich vor Holi. Dieses Fest ist mehr im Osten Indiens zu Hause und wird auch schon im  Januar gefeiert.
Hier steht die Göttin Saraswati im Mittelpunkt. Sie verkörpert Weisheit und Wissen bringt aus dem Wasser neue Lebenskraft hervor.
Weiteres zu Vasant Panjami (09/13. Februar 2019): hier 

Zur Orientierung:
Schaubild wichtiger Götter und Göttinnen im Hinduismus

Purim 2019 - ein Fest ausgelassener Freude

Esther-Mausoleum, Iran (Wikipedia)
Das fröhlich gefeierte Purimfest erinnert an Ereignisse in der antiken Perserzeit. Es ist die Geschichte der Esther (Ester), der es gelang, eine geplante Judenverfolgung durch Haman, den obersten Regierungsbeamten des persischen Königs  zu verhindern.

Historisch gesehen, ist das Buch Esther  vermutlich im 3. Jahrhundert v. Chr., also in der Zeit nach Alexander d. Gr. entstanden.

Die biblische Geschichte selbst bezieht sich jedoch legendarisch auf das
5. Jahrhundert v. Chr., in der  Esther als Ehefrau  des persischen Großkönigs Xerxes I. (griechisch: Ahasverus, um 519 - 465 v. Chr.) dargestellt wird.



Es gibt eine Verpflichtung, dieses Fest zu begehen:
Mehr zu Purim beim Zentralrat der Juden: hier  

Kindgerechte Erklärung zu Purim / Fest der Lose: hier


Im Gottesdienst wird aus dem Buch Esther gelesen. Jedesmal, wenn der Name Haman erwähnt wird, dürfen die Kinder mit Rasseln und Ratschen Lärm machen. Da man nach der Überlieferung essen, trinken und lustig sein soll, gibt es am Purimfest neben einem  besonderen Essen viele regional unterschiedliche Bräuche, die besonders Kinder mit karnevalistischen Umtrieben feiern.

Im Jahr 2019 findet Purim am 21. März statt.



Montag, 18. März 2019

Noruz / Now-Ruz / Naw-Rúz - 2019 - Frühlingsfest im iranischen Kulturraum und Neujahr in der Baha'i-Religion (aktualisiert)

Der Kampf zwischen Stier (Symbol für die Erde)
und Löwe
(Symbol für die Sonne)
als Sinnbild des zoroastrischen
Noruz (aus Persepolis
, Iran)
(Wikipedia - Nouruz)


Das Naw-Rúz-Fest (auch Noruz, Nouruz oder Nowruz) hat religionsgeschichtlich
seine Wurzeln in den altiranischen Religionen, besonders im Zoroastrismus. 
Es ist damit über 2500 Jahre alt. 
So ergeben sich für den Frühlingsbeginn  2018:
Das Jahr 3788 nach Zarathustra, 2579 nach Kyros d. Gr., 1399 im islamischen Jahr.












Noruz wird als "Persisches Neujahrsfest"
im gesamten iranischen Kulturraum
begangen. Es ist zugleich eine feierliche Begrüßung des Frühlings.
 Auch in den kurdischen Siedlungsgebieten spielt es eine große Rolle.
 Insgesamt wird Noruz in Zentralasien, im Kaukasus, auf dem Balkan,
in der Schwarzmeer-Region und im Nahen Osten gefeiert -
und natürlich von Iranern überall auf der Welt.

Mehr zum Noruz-Fest und weiteren persischen Riten bei Nirupars: hier


Symbol der Baha'i-Religion

Bei den Baha'i-Gläubigen wird nach einer 19tägigen Fastenzeit  der Neujahrstag Naw-Rúz
(no Rúz = neuer Tag ) immer am 20. oder 21. März als feststehender Termin gefeiert.
Mehr zum Baha'i-Kalender: hier

 


Ein besonders schöner mittelöstlicher Brauch
ist die spezielle Speise für Noruz,

genannt Haft-Sin oder die Sieben S:
Haft-Sin-Tisch (engl. Wikipedia)
Es handelt sich um ein spezielles Arrangement
mit 7 Speisen.
Sie beginnen alle mit dem Buchstaben s (sin = س ) nach dem persischen Alphabet .


Ein Haft-Sin-Tisch enthält folgende Zutaten,
die Folgende Elemente symbolisieren:
  1. Der Spiegel der Himmel
  2. Der Apfel =  die Erde
  3. Die Kerzen = das Feuer
  4. Das Rosenwasser (Golab) = das Wasser
  5. Weizen oder Gerste (Sabzeh) = Pflanzen
  6. Der Goldfisch steht für die Tiere
  7. Die bemalten Eier zeigen den Menschen
    und die Fruchtbarkeit der Erde an.

Noruz-Fest im West-östlichen Divan Iserlohn
Da es sich bei Noruz um ein altes Frühlingsfest handelt, mischen sich hier religiöse und volkskundliche Bezüge aus dem mittelöstlichen Raum.
Im dialogischen Kontext ist zu beachten, dass die Schia der Baha'i-Religion z.T. sehr kritisch gegenübersteht und im derzeitigen Iran die Baha'i-Gläubigen Verfolgungen ausgesetzt sind.
Da auch im Westen gern an den Beginn des Frühlings erinnert wird, bietet sich eine kulturverbindende Vermittlung mit den iranischen Traditionen und der Baha'i-Religion an.

Bericht in Qantara.de (21.03.14) zu Noruz
Weitere Informationen: Beschreibung der Feste von 12 Religionen





Inter-Religiöse Räume der Stille (aktualisiert)

Die 3 Religionen (Flughafen Nizza)
Skulptur von Max Cartier (1990)
Es gibt inzwischen eine beachtliche Zahl von Räumen der Stille, des Gebets und der Andacht, die für alle Konfessionen und Religionen offen sind. Ihre Gestaltung nimmt teilweise beeindruckend die multireligiöse und multikulturelle Situation unserer Gesellschaft auf.
Diese Orte sind darum meist nicht nur einer Religion oder Weltanschauung gewidmet, sondern haben Platz für alle.
So findet man z.B. am geschichtsträchtigen Brandenburger Tor in Berlin einen solchen Raum der Stille. Viele Kliniken, Sportstadien, Parlamente, Flughäfen, Bahnhöfe, Universitäten ... haben sich mit ihren Andachtstätten allen Religionen geöffnet.
In diesen Räumen der Stille kommt der Respekt vor den anderen Glaubenstraditionen durch die Ausgestaltung mit Bildern, Lichtinstallationen oder Symbolen zum Ausdruck. Gespräche und spirituelle Begleitung sind möglich.




Max Cartier - Bijoux-Sculpture "Les 3 Religions "
Schmuck-Anhänger:
Die 3 Religionen (Max Cartier)

Hier einige Beispiele:

 Weiteres Material zum Verständnis
 von "heiligen" Räumen



Neuere Beispiele und Auseinandersetzungen
Literaturhinweise

Freitag, 8. März 2019

Eine Welt in Krisen - geopolitische Herausforderungen (Konferenz, 06.04.2019, Dijon)



Konferenz am Samstag, 6. April 2019 in Dijon
Tagungsort: Palast der Herzöge von Burgund


9h00 - ALLOCUTIONS DE BIENVENUE
François REBSAMEN, Maire de Dijon, président de Dijon Métropole
Pascal BONIFACE, Directeur de l’IRIS
09h30 / 11h00 – LE CLIMAT EN CRISE
Malgré le succès d’estime de la COP21 en 2015, l’organisation de la lutte contre le changement climatique
 à l’échelon international semble toujours aussi délicate.
Quel est l’impact du retrait américain annoncé et de la politique unilatéraliste de Donald Trump ?
La société civile est-elle en mesure de prendre le relais des Etats ?
La médiatisation croissante des conséquences migratoires et sécuritaires
du changement climatique peut-elle favoriser la prise de conscience ?
Roselyne BACHELOT, ancienne ministre
Cécile DUFLOT, ancienne ministre, directrice générale d’Oxfam France
François GEMENNE, directeur exécutif du programme de recherche interdisciplinaire
 “Politique de la Terre” à Sciences Po
Jean-Michel VALANTIN, spécialiste de géopolitique et d’études stratégiques
Modération : Bastien ALEX, chercheur à l’IRIS
11h15 / 12h45 – TOUJOURS PLUS DE GUERRES ?
Loin de l'idéal d’un monde pacifié, les guerres et conflits ont continué ces dernières années
de faire de nombreuses victimes. Utilisation d’armes chimiques, terrorisme, cyberguerres,…
Comment les guerres ont-elles évolué ? L’idée d’une « communauté internationale »
 apable de prévenir les conflits, de les résoudre, et de protéger les populations civiles est-elle une chimère ?
Assiste-t-on à la faillite du multilatéralisme ?
Bertrand BADIE, Professeur des universités, Sciences Po
Pierre CONESA, ancien haut fonctionnaire du ministère de la Défense
Michel GOYA, ancien officier des troupes marines et docteur en histoire contemporaine
Isabelle LASSERRE, grand reporter au Figaro
Modération : Lukáš MACEK, directeur du campus européen de Sciences Po à Dijon
12h45 – pause déjeuner
14h00 / 15h30 – UN MONDE DE PLUS EN PLUS INÉGAL ?
La croissance des revenus dans le monde des trois dernières décennies est estimée à 60 %.
Pourtant, les inégalités n’ont cessé d’augmenter. Comment l’expliquer ?
Qui a profité de la croissance mondiale ?
Santé, éducation, fiscalité, régulation, redistribution : quelles sont les marges de manœuvre des Etats
pour réduire les inégalités ? Quel rôle les organisations internationales ont-elles à jouer ?
Jean-Marc DANIEL, professeur d’économie à l’ESCP-Europe
Claire HÉDON, rédactrice en chef à RFI, présidente d’ATD Quart Monde France
Gustave MASSIAH, économiste, ancien vice-président d’Attac France
Sylvie MATELLY, directrice adjointe de l’IRIS
Modération : Philippe ICARD, maître de conférences en droit public à l’Université de Bourgogne
15h30 / 17h00 – LA FRANCE FACE À SES DÉFIS
La France est-elle encore en mesure de peser sur la scène internationale ?
Est-elle atteinte par une nostalgie de la grandeur ou toujours capable de faire entendre sa voix ?
Est-elle rentrée dans le rang ou a-t-elle conservé une diplomatie spécifique
qui la distingue et lui permet de peser plus que son poids objectif ?  
Pascal BONIFACE directeur de l’IRIS
Michel DUCLOS, conseiller spécial à l’Institut Montaigne
Nicole GNESOTTO, présidente de l'Institut des hautes études de défense nationale (IHEDN)
Xavier PASCO, directeur de la fondation pour la recherche stratégique (FRS)
Modération : Sladana ZIVKOVIC, adjointe au maire de Dijon déléguée aux relations internationales,
au tourisme et au congrès, vice-présidente de Dijon Métropole,
présidente de l'office de tourisme de Dijon Métropole
17h00 - ALLOCUTION DE CLÔTURE
Sladana ZIVKOVIC, adjointe au maire de Dijon déléguée aux relations internationales,
au tourisme et au congrès, vice-présidente de Dijon Métropole,
présidente de l'office de tourisme de Dijon Métropole

Entrée gratuite - INSCRIPTION OBLIGATOIRE
IRIS
2 bis, rue Mercœur - 75011 PARIS - FRANCE
Tél. : 33 (0)1 53 27 60 60 -
colloques@iris-france.org
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