Dienstag, 30. April 2019

Notre Dame de Paris - kultureller Lern- und Gedächtnisort - nach der Brandkatastrophe (aktualisiert)

Notre Dame - 15. April 2019 (wikipedia)
Der verheerende Brand der Pariser Kathedrale Notre Dame am Abend des 
15. April 2019 hat Menschen auf der ganzen Welt erschüttert und tief bewegt. Diese Kirche ist nicht nur eine weltbekannte Touristenattraktion, sondern ist Stein gewordene und dennoch nicht leblose Geschichte. Notre Dame, das Herz von Paris, ist nicht nur für Frankreich, sondern auch für viele Menschen Teil des kulturellen Gedächtnisses von Europa. Diese Kathedrale stiftet darum Identität über nationale Grenzen hinweg.


Der Vierungsturm "La Flèche" stürzt ein.
Ein Inferno (Fernsehbild Live)

Rauch in der Kirche - Feuerschein von außen (wikistrike)


Das zerstörte südliche Querschiff (wikistrike)
Sicherungsarbeiten in den ersten Tagen nach dem Brand


Notre Dame, wie sie war:
Die Westtürme und der Vierungsturm dahinter


CC

Sonntag, 28. April 2019

Lernort: Notre Dame de Paris - Über 850 Jahre Weltgeschichte (aktualisiert)

Die Kathedrale Notre Dame (2012)
 vom Dachgarten des Institut du Monde Arabe (IMA)
Die Feiern waren umfassend! 
Der größte Besuchermagnet von Paris, die Kathedrale "Unserer Lieben Frau", feierte
2012 ein Jahr lang ihren 850 Geburtstag.


Am 15. April  2019 zerstörte ein furchtbares Feuer das gesamte Dach und den Vierungsturm "La Flèche". Die Westtürme konnten gerettet werden. 
Bericht mit Fotos: hier 


English/French version of the whole article: here (academia.edu)


Der Blick zurück:
Am 24.03.1163:
Baubeginn der Kathedrale

(Herodote.net, 16.04.2019)



Die beeindruckende Architektur dieser Romanik und Gotik verbindenden Kirche kann man bei einem virtuellen Panorama-Rundgang bewundern.
Man erinnere sich: Im Jahr besichtigen 13-14 Millionen Menschen dieses monumentale Bauwerk.


Zur Geschichte und kunsthistorischen Einordnung des Bauwerks



Erste Sicherungsarbeiten nach dem Brand (Incendie de Notre Dame, wikipedia.fr)

Es lohnt sich ebenfalls, die Geschichte der theologischen Entwicklungen und Auseinandersetzungen zu studieren, die sich in und um die Kathedrale herum abspielte.
Es waren zum Teil heftigste  Konflikte von Theologie und Philosophie in der Scholastik mit so berühmten Namen wie Pierre Abaelard (1079-1142), Albertus Magnus (1200–1280), Bonaventura (1221–1274), Thomas von Aquin (1225–1274)
und Meister Eckhart (1260-1328).

Ein gefährlicher Streit tobte um die intellektualistischen Aristoteles-Kommentare des islamischen Philosophen Averrs. Dieser panentheistisch geprägte Averroismus war der Kirche ein  Dorn im Auge. Die wichtigste averroistische Hochburg war lange die  Universität Paris, zu der übrigens u.a. auch das Universitätskolleg der Zisterzienser gehörte.
Während der Renaissance verlor die Universität an Bedeutung. Erst die gewaltigen Veränderungen durch die Französische Revolution und durch die Napoleonische Ära brachten auch die Kathedrale Notre Dame wieder in den Focus der Welt.
12.-21. Jahrhundert: Die großen Stunden von Notre Dame
(Herodot.net, 16.04.2019)


All diese Ereignisse durch die Jahrhunderte hindurch machen diese Kirche zum lebendigen internationalen und durchaus auch interreligiösen Lernfeld.

Die Süddeutsche Zeitung hat zum Jubiläum einen mit attraktiven Bildern illustrierten ausführlichen Beitrag veröffentlicht: SZ online, 12.12.2012 

Besonders begehrt und darum als Neuauflage 2019: 

Mgr Joseph Doré, 
Mgr André Vingt-Trois,
 Collectif: 

Notre-Dame de Paris.

Série: la Grâce d'une Cathédrale.

Strasbourg: La Nuée Bleue
2012, 502 pp., illustr. 

--- ISBN 978-2809907988 ---


"In der Phase des Nachdrucks". Diese Formulierung wird auf der Website des Verlages La Nuée Bleue über das schöne Buch "Notre-Dame de Paris" in der von Mgr Joseph Doré lancierten Buchserie "La grâce d'une cathédrale" verwendet.
Von diesem 480-seitigen, großformatigen Buch, das 2012 zum 850-jährigen Bestehen der Pariser Kathedrale herauskam (Preis 85 €),  wurden in nur zehn Tagen nach dem Brand von Notre-Dame am Montag, den 15. April,  2.500 Exemplare verkauft. "Alle großen Buchhandlungen haben das Buch bestellt", erklärt Mathilde Reumaux, Kommunikationsleiterin bei La Nuée Bleue in Straßburg. "Da das Buch vergriffen ist, haben wir einen neuen Druck herausgebracht, der Mitte Mai verfügbar sein wird."
"Viele Leute rufen uns an, um herauszufinden, ob das Buch noch verfügbar ist", sagt die junge Frau. Einige hatten es bemerkt, als es damals veröffentlicht wurde, kauften es aber nicht; jetzt wollen sie es, weil es eines der wenigen neueren Bücher über Notre-Dame de Paris ist". Zu den weltweiten Emotionen, die durch den Brand und den Einsturz des Daches der Pariser Kathedrale am Montag, den 15. April, hervorgerufen wurden, kommt laut Mathilde Reumaux, "ein echter Hang zum Verständnis dieses Monuments, das sie vielleicht eines Tages schnell besucht haben, ohne es in all seinen Aspekten zu verstehen". Für die Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit von La Nuée Bleue dürfte dieser massive Kauf auch auf eine innere Notwendigkeit reagieren, das Alte zu bewahren.


CC

Donnerstag, 25. April 2019

Ein Ort, um den Frieden zu lernen: Weltfriedenszentrum - "Centre Mondial de la Paix" in Verdun (aktualisiert)

Der Norden Frankreichs und besonders die Region an der Maas mit der Stadt Verdun ist
im 1. Weltkrieg von mörderischen Kämpfen heimgesucht worden, die Millionen Menschen das Leben kostete. Die vielen Kriegsgräber in der Umgebung von Verdun und besonders die Gedenkstätte Douaumont mit dem Beinhaus von 130.000 Gefallenen zeigen die geradezu wahnsinnige Dimension des Ersten Weltkriegs,  der etwa 17 Millionen Menschen das Leben kostete. Allein in und um Verdun starben 300.000 Menschen, und 400.000 wurden verwundet. Solche Zahlen wurden leider noch übertroffen von den sinnlosen Leiden und Opfern des Zweiten Weltkriegs mit insgesamt 60-70 Millionen Toten.
Die Stadt Verdun hat aus ihrer Leidengeschichte eine friedenspädagogische Konsequenz gezogen. Seit  1994 beherbergt sie im ehemaligen Bischofspalast,
unmittelbar neben der Kathedrale, das

Centre Mondial de la Paix, des libertés et des Droits de l'Homme
Es ist ein globales Friedenszentrum, in dem besonders an die menschliche Freiheit und Würde sowie an die Durchsetzung der Menschenrechte erinnert wird. Das geschieht kontinuierlich durch Begegnungen, Workshops und Ausstellungen. Sie sollen aufrütteln, damit Menschen sich für den Frieden politisch und persönlich engagieren. Im Garten hinter dem Palast findet man darum Schautafeln von Personen, die sich besonders für die menschliche Freiheit und gegen Unterdrückung eingesetzt haben, u.a.: Simone Veil (geb. 1927, für die Frauen-Emanzipation), Nelson Mandela (1928-2013, gegen Apartheid und Rassismus), Elie Wiesel (geb. 1928, Überlebender des Holocaust), Victor Schoelcher (1804-1893, für die Abschaffung der Sklaverei).

Das Jahr 2014 hat durch den Beginn des 1. Weltkriegs vor 100 Jahren und des 2. Weltkriegs vor 75 Jahren eine besondere Erinnerungskraft bekommen. Dem trägt die temporäre Ausstellung (bis Nov. 2014) Rechnung: Was bleibt vom Ersten Weltkrieg? Technologien, Medizin, Gesellschaft ... Was der 1. Weltkrieg alles verändert hat.
Hier gelingt es,  in mehreren thematischen Räumen zu zeigen, wie es Menschen ergangen ist:
  • Wie eine ganze Generation zerstört wurde.
  • Wie das Soldatsein im Alltag keine Heldenromantik zulässt.
  • Wie Kinder im Krieg leiden mussten.
  • Wie sich eine ganze Gesellschaft angesichts von tausendfachem Tod und Leid
    plötzlich neu organisieren musste.
  • Wie die Wirtschaft dem Krieg diente und immer tödlichere Waffen erfunden hat.
  • Wie Künstler versuchten, das kaum Aussprechbare in Wort und Bild zu fassen.
  • Wie Verdun zum dauerhaften Symbol der Kriegserinnerung wurde
    - um des Friedens willen!
  • Aber! Der Frieden nach dem 1. Weltkrieg wurde zur Vorstufe für den 2. Weltkrieg.
Verdun gehört in die Reihe der Städte, die durch die Art ihrer Erinnerung an die beiden Weltkriege zu Symbolen internationaler Versöhnungsarbeit geworden sind: Hiroshima und Nagasaki, Coventry und Dresden.

Weitere Informationen, Ausstellungen
 und aktuelles Programm des Weltfriedenszentrums: hier



Perversion: Kriegsanleihe




Deutsche Gasgranate des 1. Weltkriegs
- in ihrer Gefährlichkeit nicht erkennbar


Aus der Munition eine Blüte schaffen








 Gärten des Friedens am ehemaligen Bischofspalast




Symbol der Friedenstaube: Die Flügel als sich reichende Hände




Originales Stück der Berliner Mauer





Im Geiste der Menschen entstehen Kriege,
im Geiste der Menschen
muss die Verteidigung des Friedens erwachsen.




Keramik-Helme, die den Himmel in sich tragen -
aus der Ausstellung im Garten 2008








DOUAUMONT - Erinnerung an den 1. Weltkrieg Im Beinhaus die Namen von 130.000 nicht mehr identifizierbaren Toten.
Auf dem Gräberfeld: 15.000 Gefallene

Im Garten des Friedenszentrums von Verdun erinnert eine Bodenskulptur der Friedenstaube daran, dass Versöhnung über alle Feindschaft hinweg möglich ist. Und die temporäre Ausstellung über die Mauer in Berlin ist (bis Nov. 2014) zugleich ein Hoffnungselement. Es zeigt, dass die Erlangung von Freiheit und Menschenwürde auch auf friedlichem Weg möglich ist. Das ist angesichts der die Welt überziehenden Gewalteskalationen gerade jetzt eine dringende Mahnung für uns alle.
Das Friedenszentrum symbolisiert eine Vision, wie sie schon der Prophet Jesaja im 8. Jh. v. Chr. erhoffte:
"Da werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen
 und ihre Lanzen zu Sicheln machen. 
Denn es wird kein Volk mehr sich gegen das andere erheben. 
Und sie werden nicht mehr lernen, Krieg zu führen" (Jes 2,4) 


UND:  WAS TUN WIR ?

CC: Fotos und Bericht eines Besuchs vom August 2014
Die Links sind aktualisiert.


Mittwoch, 24. April 2019

Zur Erinnerung: Das Projekt "Stoning roll" = Den Frieden ins Rollen bringen - - - (aktualisiert)

Die eine Seite: Symbole von acht Religionen (Altena, 22.04.2018)
Es ist ein 130 kg schwerer Mühlstein aus Basalt. Auf der einen Seite zeigt er die Symbole von acht Religionen, auf der anderen Seite steht das Wort "Frieden" in 44 Sprachen. Diesen Friedensstein hat der Künstler Michael Flossbach am Ostermontag 2018 in Kürten (Bergisches Land) ins Rollen gebracht.
Es ist das interkulturelle Projekt: 

STONING ROLL

Die andere Seite:  Das Wort "Frieden" in 44 Sprachen

Der Stein hat eine weite Reise vor sich: Vom 11.-13. Mai war er beim Katholikentag in Münster, um zum Nachdenken und Diskutieren anzuregen. Und dann ging es in vielen Etappen weiter bis Berlin

Von Etappe zu Etappe sind Menschen eingeladen mitzugehen, um das friedliche Miteinander interreligiös weiter zu verbreiten.

Wo rollt der Friedensstein
derzeit?

Karte: hier



Der rollende Friedensstein von Lüdenscheid
 nach Iserlohn - Etappe Altena


Am Sonntag, 22. April 2018, rollte Michael Flossbach mit einigen Begleitern den Stein von Lüdenscheid über den alten Drahthandelsweg nach Altena. Von dort ging es weiter nach Iserlohn. Es ist erstaunlich, wie dieser Stein dazu anregt, mit Menschen vertieft ins Gespräch zu kommen, die sich manchmal nur zufällig eingefunden haben.




Michael Flossbach gibt Roll-Ratschläge
 - rechts:  stellvertretende Bürgermeisterin Dr. Rita Rüth



Der Stein auf dem Weg zum Markaner in Altena


Durch die Rahmede-Straße 



Auf der Lennepromenade in Altena


Am Markaner in Altena: der Frieden ist vielsprachig


Abschiedsgespräch mit Michael Flossbach (rechts): Zur nächsten Etappe nach Iserlohn



CC

Dienstag, 23. April 2019

Temporärer Lernort: BIG AIR PACKAGE im Gasometer Oberhausen (2013)

Am 15. März 2013 hat der berühmte Künstler Christo im Gasometer Oberhausen sein neues Projekt vorgestellt: Dieses  große "Luftpaket"  ist eine der größten Skulpturen der Welt. Im unteren Bereich des Industriedenkmals erkennen die Besucher auf großen Fototafeln und Videopräsentationen die temporären Kunstinstallationen, die Christo und Jeanne-Claude bisher realisiert haben.

Nach einigen Treppenstufen steht man in einer ganz anderen Wirklichkeit, die die Vorstellungskraft auf eine neue Ebene hebt: Diffuse Helligkeit dringt durch die riesigen Stoffbahnen, die als aufgeblasener Ballon den Raum umhüllen. Die Höhe von 90 Metern, ein Durchmesser von 50 Metern  und ein Volumen von 177.000 Kubikmetern verändern die Wahrnehmungsweisen. Die Schauenden spüren die Zartheit der Atmosphäre in ihrer beeindruckenden Fragilität des Seins. Die Schwingungen des Lichts bewirken zugleich eine gedämpfte Akustik.

Es lohnt sich, nicht nur einfach herumzugehen, sondern sich auf den Boden zu legen und besonders nach oben in das sanft einfallende Licht zu blicken - meditative Momente. Es ist, als schwinge das "Big Air Package" leicht hin und her ...  Angesichts dieser "lichtenden" Umhüllung stellt sich die Frage nach der Realität, die uns umgibt, ganz neu.

Die Ausstellung haben mit Christo der Kurator Peter Pachnicke und der Christo-Fotograf Wolfgang Volz konzipiert und gestaltet. Technisch realisiert wurde diese Installation durch geo-Die Luftwerker unter Leitung von Dominik Baumüller.












Diese "Skulptur ist ein  künstlerischen Zeichen für die Kostbarkeit und die Verletzbarkeit unserer Atmosphäre, die uns tagtäglich umgibt, schützt und am Leben erhält."

Aus dem Ausstellungsprospekt










Samstag, 20. April 2019

Der Liberal-Islamische Bund (LIB): Imaminnen und gemeinsames Beten von Frauen und Männern

Neues Positionspapier
(April 2019) des LIB e.V.
zum Thema
 "Frauen als Vorbeterinnen" erschienen:

Der Liberal-Islamische Bund (LIB), der seit seiner Gründung im Jahre 2010 geschlechtergerechte Gebete durchführt – also Gebete, bei denen auch Frauen gleichberechtigt Vorbeterinnen auch vor Männern sein dürfen bzw. bei denen keine Geschlechtertrennung vorgeschrieben wird –, muss nach wie vor feststellen, dass es vielen Kritiker*innen an grundlegendem theologischem Hintergrundwissen zu dem Thema mangelt. Leider haben jetzt auch einige Gruppierungen Jugendliche als ihr Instrumentarium entdeckt, um polemisierend Fragen stellen zu lassen, die traditionalistische Vorstellungen untermauern sollen. Aufgrund dieser, teils bedenklichen, Entwicklung scheint es notwendig, ein paar grundsätzliche Punkte zu klären.

Das Positionspapier findet sich hier.

Donnerstag, 18. April 2019

Pessach – Passafest 2019

Pessach-Haggada

Das “Fest der ungesäuerten Brote”,
Pessach / Passa / Passah

war ursprünglich das Fest zur Gerstenernte, ist jedoch eines der höchsten Gedenkfeste Israels. Es gehört zu den traditionellen Wallfahrtsfesten im Judentum mit wichtigen Ritualen auch in der häuslichen Feier und bezieht sich  auf die Erinnerung der
 Befreiung aus Ägypten durch Mose.


Nach jüdischer Zeitzählung beginnt das Fest am
Seder-Abend des 14. Nisan
und dauert bis zum 22. Nisan.
Im Jahr 2019 wird Pessach vom 20. bis 27. April
gefeiert und liegt wiederum etwa parallel zum christlichen Osterfest.




Die Mahlzeit zur Erinnerung an die Befreiung 
Seder-Teller - Details: hier
 wird mit besonderen Speisen und Gewürzen begangen (siehe Abbildung Seder-Teller). Auch Jesus dürfte mit seinen Jüngern das “Abendmahl” vor seinem Tod als Seder-Mahl begangen haben.

Der Name des Festes bedeutet Vorübergehen (des Unglücks), Verschonung.
Vgl. dazu die biblischen Texte
zur Vorbereitung der Flucht aus Ägypten
in 2. Mose 12 und 13,1-16.


Das Internet-Info-Portal Hagalil.com
bietet wiederum
virtuelle Grußkarten für Pessach an.



 

Mittwoch, 10. April 2019

Bei Kelten und Römern - Lernort Bliesbruck-Reinheim

Römischer Meilenstein
Der europäische Archäologiepark zwischen dem französischen BLIESBRUCK und dem deutschen REINHEIM ist einmalig:
2 Zivilisationen, 2 Nationen, aber 1 Park!

Die gesellschaftliche Elite, mal keltisch, mal römisch oder gallo-römisch nutzte den günstigen Ort an der lebhaften Handelsroute. Die keltische "Fürstin von Reinheim" wurde mit kostbarem Schmuck unter einem Grabhügel beigesetzt, ein römischer Aristokrat baute sich später eine Prunkvilla vor die römische Stadt. Zwischen dem 2. und 5. Jahrhundert n. Chr. herrschte reges Leben in dem von der Blies umflossenen Gelände.
All dies lässt sich nacherleben. An verschiedenen Stellen kann man sich spielerisch in die Zeit der Römer und Kelten zurückversetzen lassen: Kleines keltisches Dorf und römische Handwerker-Ateliers. Besonders für Kinder und Jugendliche gibt es vielfältige Animationen. Keltisch und römisch nachempfundene Veranstaltungen machen diesen Archäologiepark zum Ort historisch-interkulturellen Lernens.

Römische Thermen-Anlage
Die römische Stadt auf der jetzt französischen Seite hat natürlich ein Forum, eine große Thermenanlage und ein beachtliches Handwerkerviertel. Einige Ausgrabungsstücke und Leihgaben von den großen Museen der Region stehen im kleinen Museum.

Auf der jetzt deutschen Seite fallen die großen keltischen Grabhügel auf. Das Fürstin-Grab hinter der römischen Großvilla hat ein eigenes "Mausoleum". Dort kann man keltischen Reichtum bewundern.


Und noch ein Highlight: Im Museum Jean Schaub ein paar Schritte weiter gibt es weitere archäologische Einsichten, besonders die Votivgaben aus einem keltischen Kindergrab sowie ein römischer Reiterhelm. Die Ausgrabungen dauern noch an und machen das Damals erstaunlich heutig.                                                                                                            Asterix grüßt ...
Man fühlt sich direkt  an den GLAUBERG in Hessen mit seinem dortigen Fürstengrab und der Nekropole erinnert.

Keltischer Grabhügel Reinheim

Weitere religiöse Lernorte: hier

Feste im Christentum: Weihnachten - Ostern - Pfingsten - Ende des Kirchenjahres




Die Seite über die Feste im Kirchenjahr
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