Donnerstag, 25. April 2019

Ein Ort, um den Frieden zu lernen: Weltfriedenszentrum - "Centre Mondial de la Paix" in Verdun (aktualisiert)

Der Norden Frankreichs und besonders die Region an der Maas mit der Stadt Verdun ist
im 1. Weltkrieg von mörderischen Kämpfen heimgesucht worden, die Millionen Menschen das Leben kostete. Die vielen Kriegsgräber in der Umgebung von Verdun und besonders die Gedenkstätte Douaumont mit dem Beinhaus von 130.000 Gefallenen zeigen die geradezu wahnsinnige Dimension des Ersten Weltkriegs,  der etwa 17 Millionen Menschen das Leben kostete. Allein in und um Verdun starben 300.000 Menschen, und 400.000 wurden verwundet. Solche Zahlen wurden leider noch übertroffen von den sinnlosen Leiden und Opfern des Zweiten Weltkriegs mit insgesamt 60-70 Millionen Toten.
Die Stadt Verdun hat aus ihrer Leidengeschichte eine friedenspädagogische Konsequenz gezogen. Seit  1994 beherbergt sie im ehemaligen Bischofspalast,
unmittelbar neben der Kathedrale, das

Centre Mondial de la Paix, des libertés et des Droits de l'Homme
Es ist ein globales Friedenszentrum, in dem besonders an die menschliche Freiheit und Würde sowie an die Durchsetzung der Menschenrechte erinnert wird. Das geschieht kontinuierlich durch Begegnungen, Workshops und Ausstellungen. Sie sollen aufrütteln, damit Menschen sich für den Frieden politisch und persönlich engagieren. Im Garten hinter dem Palast findet man darum Schautafeln von Personen, die sich besonders für die menschliche Freiheit und gegen Unterdrückung eingesetzt haben, u.a.: Simone Veil (geb. 1927, für die Frauen-Emanzipation), Nelson Mandela (1928-2013, gegen Apartheid und Rassismus), Elie Wiesel (geb. 1928, Überlebender des Holocaust), Victor Schoelcher (1804-1893, für die Abschaffung der Sklaverei).

Das Jahr 2014 hat durch den Beginn des 1. Weltkriegs vor 100 Jahren und des 2. Weltkriegs vor 75 Jahren eine besondere Erinnerungskraft bekommen. Dem trägt die temporäre Ausstellung (bis Nov. 2014) Rechnung: Was bleibt vom Ersten Weltkrieg? Technologien, Medizin, Gesellschaft ... Was der 1. Weltkrieg alles verändert hat.
Hier gelingt es,  in mehreren thematischen Räumen zu zeigen, wie es Menschen ergangen ist:
  • Wie eine ganze Generation zerstört wurde.
  • Wie das Soldatsein im Alltag keine Heldenromantik zulässt.
  • Wie Kinder im Krieg leiden mussten.
  • Wie sich eine ganze Gesellschaft angesichts von tausendfachem Tod und Leid
    plötzlich neu organisieren musste.
  • Wie die Wirtschaft dem Krieg diente und immer tödlichere Waffen erfunden hat.
  • Wie Künstler versuchten, das kaum Aussprechbare in Wort und Bild zu fassen.
  • Wie Verdun zum dauerhaften Symbol der Kriegserinnerung wurde
    - um des Friedens willen!
  • Aber! Der Frieden nach dem 1. Weltkrieg wurde zur Vorstufe für den 2. Weltkrieg.
Verdun gehört in die Reihe der Städte, die durch die Art ihrer Erinnerung an die beiden Weltkriege zu Symbolen internationaler Versöhnungsarbeit geworden sind: Hiroshima und Nagasaki, Coventry und Dresden.

Weitere Informationen, Ausstellungen
 und aktuelles Programm des Weltfriedenszentrums: hier



Perversion: Kriegsanleihe




Deutsche Gasgranate des 1. Weltkriegs
- in ihrer Gefährlichkeit nicht erkennbar


Aus der Munition eine Blüte schaffen








 Gärten des Friedens am ehemaligen Bischofspalast




Symbol der Friedenstaube: Die Flügel als sich reichende Hände




Originales Stück der Berliner Mauer





Im Geiste der Menschen entstehen Kriege,
im Geiste der Menschen
muss die Verteidigung des Friedens erwachsen.




Keramik-Helme, die den Himmel in sich tragen -
aus der Ausstellung im Garten 2008








DOUAUMONT - Erinnerung an den 1. Weltkrieg Im Beinhaus die Namen von 130.000 nicht mehr identifizierbaren Toten.
Auf dem Gräberfeld: 15.000 Gefallene

Im Garten des Friedenszentrums von Verdun erinnert eine Bodenskulptur der Friedenstaube daran, dass Versöhnung über alle Feindschaft hinweg möglich ist. Und die temporäre Ausstellung über die Mauer in Berlin ist (bis Nov. 2014) zugleich ein Hoffnungselement. Es zeigt, dass die Erlangung von Freiheit und Menschenwürde auch auf friedlichem Weg möglich ist. Das ist angesichts der die Welt überziehenden Gewalteskalationen gerade jetzt eine dringende Mahnung für uns alle.
Das Friedenszentrum symbolisiert eine Vision, wie sie schon der Prophet Jesaja im 8. Jh. v. Chr. erhoffte:
"Da werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen
 und ihre Lanzen zu Sicheln machen. 
Denn es wird kein Volk mehr sich gegen das andere erheben. 
Und sie werden nicht mehr lernen, Krieg zu führen" (Jes 2,4) 


UND:  WAS TUN WIR ?

CC: Fotos und Bericht eines Besuchs vom August 2014
Die Links sind aktualisiert.


Dienstag, 23. April 2019

Temporärer Lernort: BIG AIR PACKAGE im Gasometer Oberhausen (2013)

Am 15. März 2013 hat der berühmte Künstler Christo im Gasometer Oberhausen sein neues Projekt vorgestellt: Dieses  große "Luftpaket"  ist eine der größten Skulpturen der Welt. Im unteren Bereich des Industriedenkmals erkennen die Besucher auf großen Fototafeln und Videopräsentationen die temporären Kunstinstallationen, die Christo und Jeanne-Claude bisher realisiert haben.

Nach einigen Treppenstufen steht man in einer ganz anderen Wirklichkeit, die die Vorstellungskraft auf eine neue Ebene hebt: Diffuse Helligkeit dringt durch die riesigen Stoffbahnen, die als aufgeblasener Ballon den Raum umhüllen. Die Höhe von 90 Metern, ein Durchmesser von 50 Metern  und ein Volumen von 177.000 Kubikmetern verändern die Wahrnehmungsweisen. Die Schauenden spüren die Zartheit der Atmosphäre in ihrer beeindruckenden Fragilität des Seins. Die Schwingungen des Lichts bewirken zugleich eine gedämpfte Akustik.

Es lohnt sich, nicht nur einfach herumzugehen, sondern sich auf den Boden zu legen und besonders nach oben in das sanft einfallende Licht zu blicken - meditative Momente. Es ist, als schwinge das "Big Air Package" leicht hin und her ...  Angesichts dieser "lichtenden" Umhüllung stellt sich die Frage nach der Realität, die uns umgibt, ganz neu.

Die Ausstellung haben mit Christo der Kurator Peter Pachnicke und der Christo-Fotograf Wolfgang Volz konzipiert und gestaltet. Technisch realisiert wurde diese Installation durch geo-Die Luftwerker unter Leitung von Dominik Baumüller.












Diese "Skulptur ist ein  künstlerischen Zeichen für die Kostbarkeit und die Verletzbarkeit unserer Atmosphäre, die uns tagtäglich umgibt, schützt und am Leben erhält."

Aus dem Ausstellungsprospekt










Samstag, 20. April 2019

Der Liberal-Islamische Bund (LIB): Imaminnen und gemeinsames Beten von Frauen und Männern

Neues Positionspapier
(April 2019) des LIB e.V.
zum Thema
 "Frauen als Vorbeterinnen" erschienen:

Der Liberal-Islamische Bund (LIB), der seit seiner Gründung im Jahre 2010 geschlechtergerechte Gebete durchführt – also Gebete, bei denen auch Frauen gleichberechtigt Vorbeterinnen auch vor Männern sein dürfen bzw. bei denen keine Geschlechtertrennung vorgeschrieben wird –, muss nach wie vor feststellen, dass es vielen Kritiker*innen an grundlegendem theologischem Hintergrundwissen zu dem Thema mangelt. Leider haben jetzt auch einige Gruppierungen Jugendliche als ihr Instrumentarium entdeckt, um polemisierend Fragen stellen zu lassen, die traditionalistische Vorstellungen untermauern sollen. Aufgrund dieser, teils bedenklichen, Entwicklung scheint es notwendig, ein paar grundsätzliche Punkte zu klären.

Das Positionspapier findet sich hier.

Donnerstag, 18. April 2019

Pessach – Passafest 2019

Pessach-Haggada

Das “Fest der ungesäuerten Brote”,
Pessach / Passa / Passah

war ursprünglich das Fest zur Gerstenernte, ist jedoch eines der höchsten Gedenkfeste Israels. Es gehört zu den traditionellen Wallfahrtsfesten im Judentum mit wichtigen Ritualen auch in der häuslichen Feier und bezieht sich  auf die Erinnerung der
 Befreiung aus Ägypten durch Mose.


Nach jüdischer Zeitzählung beginnt das Fest am
Seder-Abend des 14. Nisan
und dauert bis zum 22. Nisan.
Im Jahr 2019 wird Pessach vom 20. bis 27. April
gefeiert und liegt wiederum etwa parallel zum christlichen Osterfest.




Die Mahlzeit zur Erinnerung an die Befreiung 
Seder-Teller - Details: hier
 wird mit besonderen Speisen und Gewürzen begangen (siehe Abbildung Seder-Teller). Auch Jesus dürfte mit seinen Jüngern das “Abendmahl” vor seinem Tod als Seder-Mahl begangen haben.

Der Name des Festes bedeutet Vorübergehen (des Unglücks), Verschonung.
Vgl. dazu die biblischen Texte
zur Vorbereitung der Flucht aus Ägypten
in 2. Mose 12 und 13,1-16.


Das Internet-Info-Portal Hagalil.com
bietet wiederum
virtuelle Grußkarten für Pessach an.



 

Mittwoch, 10. April 2019

Bei Kelten und Römern - Lernort Bliesbruck-Reinheim

Römischer Meilenstein
Der europäische Archäologiepark zwischen dem französischen BLIESBRUCK und dem deutschen REINHEIM ist einmalig:
2 Zivilisationen, 2 Nationen, aber 1 Park!

Die gesellschaftliche Elite, mal keltisch, mal römisch oder gallo-römisch nutzte den günstigen Ort an der lebhaften Handelsroute. Die keltische "Fürstin von Reinheim" wurde mit kostbarem Schmuck unter einem Grabhügel beigesetzt, ein römischer Aristokrat baute sich später eine Prunkvilla vor die römische Stadt. Zwischen dem 2. und 5. Jahrhundert n. Chr. herrschte reges Leben in dem von der Blies umflossenen Gelände.
All dies lässt sich nacherleben. An verschiedenen Stellen kann man sich spielerisch in die Zeit der Römer und Kelten zurückversetzen lassen: Kleines keltisches Dorf und römische Handwerker-Ateliers. Besonders für Kinder und Jugendliche gibt es vielfältige Animationen. Keltisch und römisch nachempfundene Veranstaltungen machen diesen Archäologiepark zum Ort historisch-interkulturellen Lernens.

Römische Thermen-Anlage
Die römische Stadt auf der jetzt französischen Seite hat natürlich ein Forum, eine große Thermenanlage und ein beachtliches Handwerkerviertel. Einige Ausgrabungsstücke und Leihgaben von den großen Museen der Region stehen im kleinen Museum.

Auf der jetzt deutschen Seite fallen die großen keltischen Grabhügel auf. Das Fürstin-Grab hinter der römischen Großvilla hat ein eigenes "Mausoleum". Dort kann man keltischen Reichtum bewundern.


Und noch ein Highlight: Im Museum Jean Schaub ein paar Schritte weiter gibt es weitere archäologische Einsichten, besonders die Votivgaben aus einem keltischen Kindergrab sowie ein römischer Reiterhelm. Die Ausgrabungen dauern noch an und machen das Damals erstaunlich heutig.                                                                                                            Asterix grüßt ...
Man fühlt sich direkt  an den GLAUBERG in Hessen mit seinem dortigen Fürstengrab und der Nekropole erinnert.

Keltischer Grabhügel Reinheim

Weitere religiöse Lernorte: hier

Feste im Christentum: Weihnachten - Ostern - Pfingsten - Ende des Kirchenjahres




Die Seite über die Feste im Kirchenjahr
wurde überarbeitet 
und
befindet sich jetzt hier ! >>>


Sonntag, 7. April 2019

Was hat eine Mühle mit Europa zu tun? (aktualisiert)

Der eine oder die andere wird sich noch an den Geschichtsunterricht erinnern: Da war doch etwas mit der “Kanonade von Valmy”? War  nicht auch Goethe dort? Wer heute in die Region zwischen Maas und Marne fährt, wird unwiderbringlich an furchtbare Kriege erinnert – Kreuze für sinnlos aus Machtinteressen Gestorbene.
Die genannte Kanonade von Valmy am 20. September 1792 hat aber für Europa noch eine besondere Bedeutung: Es war der Kampf der Republik gegen feudalistische Herrscher. Die preußisch-österreichische Koalition, die den französischen König Ludwig XVI. retten wollte, verlor
Rückseite des Schlachtdenkmals
mit dem Kommentar Goethes:
"Von diesem Ort und von diesem Tag
geht eine neue Epoche
in der Geschichte der Welt aus."

Zum Vergrößern auf das Bild klicken!
gegen das schlecht ausgerüstete französische Revolutionsheer. Obwohl Goethe von diesem Kriegszug nicht begeistert war, stand er faktisch auf der falschen Seite. Er begleitete nämlich seinen Weimarer Herzog zur Schlacht. Noch am Abend soll er zu einigen Offizieren gesagt haben: „Von hier und heute geht eine neue Epoche der Weltgeschichte aus, und ihr könnt sagen, ihr seid dabei gewesen.“ Der erst kürzlich in den Adelsstand erhobene Dichter hatte bereits die Vision eines freiheitlichen Europas.

So ist eine schlichte Windmühle zum Drehkreuz der Geschichte gegen den Feudalismus und für die Republik mit den Werten von 
Gleichheit, Freiheit, Brüderlichkeit Schwesterlichkeit geworden.

Seit März 2014 unterstreicht ein historisches Museum die Bedeutung dieses Ortes.
Blick aus dem Museum 

Hier die Homepage: Valmy 1792




Der pazifistische Schriftsteller Romain Rolland (1866-1944) hat übrigens 1938 ein Jugendbuch über die Schlacht von Valmy geschrieben, um damit die Notwendigkeit eines Friedenserhalts in Europa auf der Basis der Gerechtigkeit zu dokumentieren.
Vgl. dazu Les écrivains communistes pour la jeunesse
pendant l'entre-deux-guerres

(Intinéraires no. 4/2011, p. 105-115) .


Nicht weit entfernt von Valmy ging es übrigens schon einmal um Europa,
nämlich bei der
Schlacht auf den Katalaunischen Feldern im Jahre 451,
als ein römisch-westgotisches Heer die Hunnen zurückschlug. 

Die Stadt Chalons-en-Champagne
erinnert mit ihrem Namen noch an diese Zeit.


Eugène Delacroix: Die Freiheit führt das Volk (Wikipedia)
Original im Louvre Paris (1830), Kopie im Louvre Lens:
Die Besucher beginnen hier ihren Gang  bei den frühen Zeugnissen der Geschichte
und kommen schließlich bei der "Freiheit" an.


Nachrichten und Nachdenkenswertes: Archiv - März 2019

März 2019

31.03.       Der Papst in Marokko - Die Bedeutung des christlich-islamischen Dialogs
                 ---  Papst Franziskus besucht Marokko (Qantara.de, 29.03.2019)
                 --- Warum pflegt der Papst den Dialog mit den Muslimen?
                      
Pourquoi François dialogue avec les musulmans?
                       (La Croix, 29.03.2019)
                 --- Zeichen der Würdigung für Franz von Assisi 
                       (Jürgen Neitzert OFM, Vatican News, 31.03.2019)
                 --- König Mohammed VI. und Papst Franziskus :
                      Gemeinsame Erklärung zum Status von Jerusalem / al-Quds
                      (Maghreb Post, 31.03.2019)

28.03.       Jordanien und Libanon: 
                 Christen und Muslime feiern gemeinsam 
Mariä Verkündigung (25.03.)
                 (kath.ch, 27.03.2019)
Leonardo da Vinci: Verkündigung des Herrn, um 1473 (Wikipedia)

27.03.       Der Fall des Tariq Ramadan
                 Tariq Ramadan lâché par le dernier carré de ses fidèles 
                         
Tariq Ramadan - verlassen von den letzten seiner Getreuen
                   La Croix , 27.03.2019               

26.03.      Neugründung März 2019:
                Muslimische Gemeinschaft NRW (Selbstdarstellung)

26.03.      Der beste Lehrer der Welt - ein Franziskaner aus Kenia
                       
Bruder Peter Tabichi OFM (36 Jahre),
                   Lehrer für Mathematik und Naturwissenschaften,
                   erhielt den Global Teacher Prize in Dubai am 24.03.2019.
                   Insgesamt waren etwa 10.000 Kandidaten aus 179 Ländern  angetreten.
                   Bericht in La Croix vom 25.03.2019               

26.03.      Trauer in Neuseeland   
                Die Terroranschläge auf zwei Moscheen
Premierministerin Jacinda Ardern
(Foto: Department of the Prime Minister)


                 - Reaktionen (Dialog-Journal)
25.03.      Initiative: Woge der Liebe
                 und des Friedens

                   Vague de l'Amour et de la Paix
                   (in Verbindung u.a. mit der
                   Confrérie Soufie Alawiyya
                   und der Communauté de Taizé)

24.03.      Anton Wilhelm Florentin von
                Zuccalmaglio

                 zum 150. Todestag am 23. März
                (Dialog der Religionen)

25.03.      Mali, Land des Gemetzels
                 Le Mali, terre des carnages
                 L'Express, 25.03.2019

23.03.      Ethnisches Massaker in Mali 
                mit mindestens 110 getöteten Hirten
                der Fulbe (und weitere Tote)

Al-Nur-Moschee, Christchurch,
Neuseeland
                Asesinados al menos
                  110 pastores peul 
(= fulbe)
                  en una posible matanza étnica en Mali

                El País, 23.03.2019


22.03.     Hinter den Luxus-Hotels
               die Armut:
                Kirche in Bali
                befähigt junge Menschen, 

                den Kreis der Armut
                zu durchbrechen
                (ÖRK / WCC, 20.03.2019)

21.03.     Spanien - Afrika:
               Die Stunde des Wiedersehens
                Espagne - Afrique:
                à l'heure des retrouvailles

                (Jeune Afrique, Dossier)

20.03.     Die Feste mehrer religiös-kultureller
               Traditionen am selben Tag!
                Holi (Hinduismus)
                Purim (Judentum)
                Noruz (Iran, Baha'i, Zoroastrismus)


18.03.     PILGRIM-Newsletter Wien, Nr. 72
               (März 2019):

               


17.03.    Imam und Kardinal (aus der Zentralafrikanischen Republik)
              fordern: "Politik muss aufhören, Religion zu instrumentalisieren"
              (Deutsche Welle, 17.03.2019)

15.03.    World Concil of Churches (WCC):
               Solidarität mit den Opfern und Aufruf zum Ende der Gewalt -
              zum Massaker auf zwei Moscheen
              in Christchurch, Neuseeland

13.03.   Uriella (1929-2019),
             das "Sprachrohr Gottes" ist für immer verstummt.

              Blog von Franz Winter in "Der Standard", 13.03.2019

10.03.   Muhammad al-Ghazali (1058-1111): 
               
Aristotelische Philosophie, Rechtsetzung des Glaubens,

             Mystik und vernunftgemäße Theologie 
             (Dialog der Religionen)

09.03.   Werner Trutwin und die Religionen der Welt - 
             Didaktische Orientierungen  (Ein-Sichten)
08.03.   Welt in Krisen - geopolitische Herausforderungen 
             Konferenz: 06.04.2019, Dijon (Dialog-Journal)

07.03.   Nachrichten der Asian Human Rights Commission (AHRC):
             Aktuelles zu Menschenrechtsverletzungen in Asien  

05.03.   Newsletter zur Fastenzeit (Dialog-Journal)
02.03.   CPNN - Culture of Peace News Network - Bulletin March 2019:
              Venezuela, Mexiko, Guatemala, Klimawandel, Gender, Toleranz

01.03.   Byblos - Reise durch 5 Jahrtausende (Dialog der Religionen)
01.03.   Meister Eckhart (um 1260-1327/28): Leben, Wirken, Literatur
              (Dokumentationen und Diskurse)


Dienstag, 2. April 2019

Nach dem Papstbesuch in Marokko ---- Die Deutsche Bischofskonferenz und der Dialog mit dem Islam

Bischof Bätzing (Limburg), Br. Jürgen Neitzert OFM
und der Scheich des Naqshibandi-Ordens

Empfang der Deutschen Bischofskonferenz am Freitag dem 29. März 2019 in der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt/Main 

Bericht:
Bruder Jürgen Neitzert ofm 

Bischof Dr. Georg Bätzing von Limburg, Vorsitzender der Unterkommission für den Interreligiösen Dialog der Deutschen Bischofskonferenz lud aus Anlass des Festes Mariä Verkündigung zum zweiten Mal Vertreter muslimischer Organisationen und im Dialog engagierte Katholiken und Protestanten zu einem Empfang mit Vortrag nach Sankt Georgen ein. 
Festredner war der Kapuzinerbischof Paul Hinder, Bischof von Südarabien. Wohnhaft ist er in Abu Dhabi, dem Land des Treffens von Papst Franziskus mit hochrangigen Muslimen und einer hervorragenden gemeinsamen Erklärung zum Dialog. Bischof Hinders Vortrag hatte das Thema: Als Bischof in Arabien. Franziskanische Impulse für den christlich- islamischen Dialog. Er betonte die Bedeutung des 800 jährigen Jubiläums der Begegnung des Franziskus mit dem Sultan al-Malik al-Kamil in Damiette im September 1219 und sprach von der Begegnung des Papstes mit den Muslimen in Abu Dhabi und seiner Fahrt nach Marokko, wo die Franziskaner auch seit 800 Jahren präsent sind. 
Als Vertreter der im Dialog engagierten Franziskaner waren die Siessener Schwester Margareta Gruber und Bruder Jürgen Neitzert von der Deutschen Franziskanerprovinz, zur Zeit Generaldefinitor in Rom, zugegen. 
Organisiert hatte das Treffen der Leiter der Christlich- islamischen Begegnungs- und Dokumentationsstelle CIBEDO, Dr. Timo Güzelmansur, den Kapuzinern und Franziskanern seit 25 Jahren gut bekannt.
Papst Franziskus sagte einmal: “Der Dialog, den wir brauchen, muss offen und respektvoll sein. Dann erweist er sich als fruchtbar.” In diesem Sinne war das einleitende Gebet und der Dialog an diesem Abend sehr fruchtbar. Vertreter der türkisch-muslimischen Dachorganisationen waren ebenso wie Mitglieder von Sufi-Orden und viele im Dialog engagierte Christen der Einladung gefolgt. 
Musikalisch wurden die Reden der beiden Bischöfe Hinder und Bätzing von zwei jungen Damen mit Oboespiel unterbrochen.
CC