Montag, 15. Dezember 2014

INTR°A-INFORMATIONEN Winter 2014/2015



       Liebe Dialog-Interessierte!


Wir wünschen
unseren jüdischen Freundinnen und
Freunden ein lichtvolles Chanukkafest,
den Christinnen und Christen
gesegnete Weihnachten.


Unsere INTR°A-JAHRESTAGUNG
 vom 20.-21.09.2014
Spiritualität des Friedens –
Interreligiöse Beiträge der Religionen
haben wir ausführlich dokumentiert, auch die Projektpeisverleihung
an
Prof. Dr. Johannes Lähnemann
http://intra-tagebuch.blogspot.de/2014/09/spiritualitat-des-friedens.html

Inzwischen konnte der Termin in Kooperation mit  der Thomas-Morus-Akademie für die JAHRESTAGUNG 2015 festgelegt werden.
Termin:  Wochenende 12. – 13.September 2015 in Bensberg bei Köln
Thema: Auf der Suche nach einem besseren Diesseits.
              Braucht der Humanismus Religion(en)?
Bitte den Termin schon vormerken!

NEUES VON DEN MITGLIEDERN UND FREUNDEN UNSERER ARBEIT:
  • Wir begrüßen als neue Mitglieder die Islam- und Religionswissenschaftlerin
    Saida Aderras, Dortmund, und den islamischen Theologen Prof. Dr. Milad Karimi, Münster.
  • Adalbert Böning aus Hagen verstarb am 12. Oktober im Alter von 80 Jahren. Er war seit 1992 INTR°A-Mitglied. Adalbert Böning hat sich intensiv um den christlich-jüdischen Dialog bemüht und ein beeindruckendes Vertrauensverhältnis zur Jüdischen Gemeinde Hagen aufgebaut. Hier der Nachruf der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Hagen und Umgebung: https://docs.google.com/file/d/0B35EiO88xc00aVktaDRNYi1ReVE/edit
  • Prof. Dr. Perry Schmidt-Leukel (Münster) lehrte im Sommer 2014 vier Wochen lang am United Theological College (UTC), Bangalore, an dem auch Pfarrerin Dr. Gudrun Löwner als Dozentin arbeitet.

  • Angesichts der vielen furchtbaren Kriege weltweit, sind Zeichen des Friedens besonders wichtig:  Vor dem Rathaus Iserlohn wurde am 27. August in einer Zeremonie zusammen mit dem Bürgermeister der Stadt und Vertretern der in Iserlohn beheimateten Religionen ein sog. Friedensmahner aufgestellt. Dieser 2,40 m hoher Holzpfahl trägt die Aufschrift: Frieden auf Erden in 8 Sprachen. Eine Sitzbank davor lädt ein, miteinander ins Gespräch zu kommen. Solche Friedensmahner stehen bereits in vielen Städten Deutschlands.
    Details hier:
    http://www.kirche-iserlohn.de/Friedensmahner-fuer-Iserlohn.531.0.html

Die interreligiösen Initiativen von einigen unserer INTR°A-Mitglieder können wir inzwischen auf einer eigenen Seite präsentieren. Wir haben dazu die Orte angegeben, in denen die Projekte ihren Ausgang genommen haben: http://web-intra.blogspot.de/2014/09/interreligiose-aktivitaten-von-intra.html

VERÖFFENTLICHUNGEN UNSERER MITGLIEDER seit Sommer 2014:
http://web-intra.blogspot.de/2014/10/neue-publikationen-und-prasentationen.html

INTERNET-PRÄSENTATION DER ARBEITSSTELLE: http://web-intra.blogspot.de

Miteinander achtsam umgehen und teilen
Flüchtlingen bei uns Sicherheit geben, das wäre unsere Wunsch!
In diesem Sinne allen nah und fern ein gutes Neues Jahr 2015!
Karin und Reinhard Kirste

Donnerstag, 4. Dezember 2014

Thich Nhat Hanh - ein Leben für den Dialog des Friedens

Thich Nhât Hanh ist eine beeindruckende Gestalt für ein Leben aus der Kraft der Versöhnung. Er verbindet auf unnachahmliche Weise ein kontemplatives Leben in der Zen-Tradition mit dem Engagemanent für Frieden und Ausgleich von ethnischen, kulturellen und religiösen Spannungen. Er gehört zu den führenden Vertretern eines engagierten Buddhismus. Als spiritueller Wegweiser wird er  einfach "Thây" = Lehrer genannt.
Thich Nhât Hanh wurde 1926, also noch unter französischer Kolonialherrschaft, in Zentral-Vietnam geboren und trat im Alter von 16 Jahren als Novize in den Tu-Hieu Tempel in Hue ein. Schon als junger Mönch führte ihn sein sozial engagiertes buddhistisches Glaubensverständnis zu einem aktiven Friedens-engagement und dann besonders während des dem Indochinakrieg folgenden Vietnamkrieg. In seinem zur brutalen Kampfzone gewordenen Heimatland und weltweit setzte er sich für Frieden und Gewaltfreiheit ein. Die USA sahen in ihm einen unbequemen Gegner in den Auseinandersetzungen zwischen Ost und West. So musste er nach Frankreich ins Exil und lebt seitdem dort. Er gründete eine spirituelle Gemeinschaft in der Nähe von Bordeaux,  die unter dem Namen „Plum Village“ bekannt geworden ist. Dies ist zugleich ein Ort, an dem auch die innere Verbindung der verschiedenen Religionen spirituell gepflegt wird. In Deutschland sind die "Thây" nahe Stehenden im Orden "Intersein" zusammengeschlossen.
Mehr zu seinem Leben und Wirken: hier 

Das von Thich Nhat Hanh gegründete Europäische Institut für Angewandten Buddhismus (EIAB) in Waldbröl: hier

Nach 39 Jahren durfte er zum ersten Mal wieder in sein Heimland reisen.
Ausführlicher Bericht im Deutschlandfunk vom 03.12.2014 

Zu Beginn dieses Winters allerdings erkrankte Thich Nhat Hanh an einer Hirnblutung.  Werner Heidenreich (INTR°A-Vorstandsmitglied) hat in seinem "Stadtraum-Newsletter" eine nachdenkliche Besinnung dazu geschrieben.

Von Thich Nhat Hanh ist eine Vielzahl von Büchern erschienen.  
Hier eine Auswahl Titeln, die im Rahmen der Interreligiösen Arbeitsstelle (INTR°A) besprochen wurden: 

Bücher zu Meditation, Ethik des Buddhismus, 
zum interreligiösen Dialog
und zu persönlichen Erfahrungen: