Mittwoch, 19. Dezember 2012

Zum Tod von Fritz Roth - Reformer der Trauerkultur


Am 13. Dezember ist  Fritz Roth im Alter von 63 Jahren gestorben. Mit seiner schier unermüdlichen Tatkraft und viel rheinischem Humor hat er als Bestatter und Trauerbegleiter das ernste Thema von Sterben, Tod, Begräbnis aus der gesellschaftlichen Tabuzone herausgeholt. Mit seiner Trauerakademie und den Gärten der Bestattung, dem ersten privaten Urnenfriedhof Deutschlands, hat er Hoffnungszeichen für einen lebensfreundlichen Umgang mit dem Tod gesetzt: Der Trauer eine Heimat geben.
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Bergisch-Gladbach


Sein Tod wirkt wie die end-gültige Einlösung  dessen, was er bei allen Vorträgen immer wieder hervorhob: Zum Tod "Ja" sagen. Dieses Leben in ständigem Angesicht des Todes war für ihn nichts Bedrückendes, sondern eher Befreiendes.
Im Mittelalter nannte man den Tod auch Freund Hein. Die damals entwickelte ars moriendi, die Kunst des Sterbens, wollte er unter den Bedingungen der Moderne wieder beleben.

Während der Jahrestagung der Interreligiösen Arbeitsstelle (INTR°A) in Wesseling am 3./4.11.2012 mit dem Thema: Brücken zum anderen Leben füllte er das Themenspektrum "Interreligiöse Annäherungen vom Jetzt zum Jenseits" mit seinen langjährigen beeindruckenden Erfahrungen.

Es sei noch angemerkt, dass Fritz Roth sich zu einem Studium mit dem Ziel eines Masters of Spirituality in der Schweiz eingeschrieben hatte, um so in die offene Weite seines katholischen Christentums  auch andere Religionen mit ihren Sterbens- und Todesverständnissen mit einzubeziehen.

Presseberichte zum Tod von Fritz Roth:  

Rezension des Buches von Fritz Roth: "Das letzte Hemd ist bunt" -
mit Hinweisen auf weitere Titel von ihm.

Von Fritz Roth verfasste Bücher bzw. an denen er mitwirkte: Kommentierte Übersicht